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Chrysopras

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geologija83:
Hallo zusammen,

Ich habe mir ein Chrysopras Stück c.c. 2 kg schwer gekauft, der aber eine dünne Erdkruste hat die nicht so schön ist und die ich weck kriegen möchte. Der Verkäufer hat mir gesagt das manche seine Kunde die Kruste mit HCL weck machen. Hat jemand Erfahrung mit dem, oder wen jemand bessere Idee hat einfach melden.

Gruss
Tarik

felsenmammut:
Glück Auf!

Da ist noch reichlich Spielraum für Spekulationen, bevor man eine hilfreiche, zielführende Antwort geben kann. Bilder wären hilfreich und Angaben zum Fundort. Eine genauere Beschreibung der störenden Kruste und das Verhalten beim (versuchten) ritzen mit einem Stahlwerkzeug könnten auch etwas mehr Aufschluss geben. Eine Erdkruste (Bodenbestandteil, nicht die äußere feste Schicht des Planeten Erde) würde man ja mit Wasser und Bürste wegbekommen. Wenn das nicht reicht, wird es wohl etwas anderes sein. Damit gehen die Spekulationen erst richtig los. Es könnten biogene Anhaftungen sein, die man dann eher mit basischen Lösungsmitteln oder z.B. Geschirrspültabs gut angreifen kann.

Die nachfolgenden Spekulationen sind vorrangig dem professionellen Umgang mit Chemikalien vorbehalten:
Wenn die Kruste aus Eisen/Mangan-Oxiden besteht, kann man das mit konzentrierter Salzäure wegbrutzeln. Das bedeutet aber den Umgang mit ohnehin schon gefährlicher Substanz in noch besonders gefährlicher Konzentration. Weniger gefährlich, aber deshalb nicht gleich ungefährlich, allerdings möglicherweise weniger wirksam sind Weglösestrategien auf Grundlage von z.B. Oxalsäure und Natriumdithionit. Wenn es (Reste der) Magnesiumsilikate der häufig Chrysopras umgebenden Serpentingesteine sind, so kann man diese ebenfalls mit konzentrierter Salzsäure weglösen, dauer aber und braucht wahrscheinlich eine mechanische Nachbearbeitung. Höher konzentrierte Schwefelsäure ist in dem Fall noch wirksamer aber noch viel gefährlicher, da sie neben der ohnehin schon starken Säurewirkung oxidierend und stark exotherm reagiert. Wenn es keine Magnesiumsilikate mehr sind, sonder schon verkieselte Bildungen, kommt man mit Flusssäure schnell zu Ziel. Allerdings dürfte dann auch Einiges vom Chrysopras gleich mit weggelöst sein.

Zum Schluss besteht noch die Möglichkeit die Fläche einfach abzuschleifen. Je nach finanzieller Motivation und Engagement des Schleifers kann das im Planschliff oder Muggelschliff erfolgen. Resultate solcher Bearbeitung können sich sehen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

giantcrystal:
Hallo aus Mittelfranken

wenn die Kruste braun ist, vermute ich mal, das es sich um Eisenhydroxide handelt. Die kriegt man mit Kleesalz / Oxalsäure weg. Zumindestens dann, wenn es nur ein dünner Überzug ist.

Ansonsten bleibt wirklich nur das Abschleifen übrig

Glück Auf

Thomas

geologija83:
Vielen Dank für die Infos.
Grüße aus München.

geologija83:
Das ist das gute Stück

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