Diese konzentrischen Bildungen sind das, was ich anderswo (s. o.) "Kalk-Achate" genannt hatte. Kalk. Ich hatte auch mal an etwas Dolomitisches gedacht, weil ja der Dolomit für seine Auflösung (fast) aller Fossilstrukturen bekannt und ebenfalls im Gebiet nicht selten ist, aber das Verhalten dieser Knollen in Salzsäure scheint mir mit dem von Kalk vollkommen übereinzustimmen (braust stark auf und löst sich gut). Und zwischen diesen Knollen und den metamorphen, marmorigen Bereichen in ihrem Umkreis gibt es eben auch allerlei Zwischenformen. So, wie auch zwischen den "Korallen" und dem "Zuckerkornkalk".
Die Hornsteinknollen kenne ich ganz gut. Die gibt es auch in diesem Steinbruch, wenn auch nicht so reichlich wie etwas weiter westlich (Böhmenkirch) und östlich (Wentalgegend). Sie sind ja natürlich auch schon ein Fall von "metamorpher Überprägung", aber es müssen offenbar nicht unbedingt Lösungen anderer Stoffe (Dolomit, Kieselsäure) sein, die den Kalk metamorph überprägen, sondern es kann wohl auch eine Kalklösung selber sein (ähnlich bei der Kieselsäure in kieseligen Ablagerungen).
Grüßle!
P. s. zum Edit: Ja, schöne Korallen gibt es in Nattheim und Gerstetten. Aber die sehen anders aus und sind charakteristischerweise verkieselt.
Das mit dem Massenkalk ist auch so eine Sache. Der kommt kleinräumig mitten zwischen Schichtkalk vor und dürfte ebenfalls, zumindest teilweise, auf metamorphe Überprägung von Schichtkalk (im Sinne von einer Art "Riesenkonkretionen") zurückgehen; gar nicht auf ursprüngliche "Bioherme".