Glück Auf! Sam7,
das zu einem Ei geschliffene Rohmaterial dürfte sehr wahrscheinlich natürlichen Ursprungs sein. Zum Material hätte ich im Moment zwei Arbeitshypothesen.
1. Hypothese: Es handelt sich um eine Bänderung aus mehr oder weniger Quarz und Chalcedon. Mir scheint der größte Anteil eine Quarzbänderung und nur ein kleiner Teil, wenn überhaupt, Chalcedon bzw. Achatlagen zu sein.
2. Hypothese: Es handelt sich um eine Bänderung aus Calcit und/oder Aragonit.
Die Unterscheidung kann etwas schwierig werden, da zwei einfache Standardmethoden hier wohl nicht zu Anwendung kommen. Calcit lässt sich leicht mit einem Stahlwerkzeug ritzen, Quarz/Chalcedon/Achat nicht. Calcit reagiert mit Salzsäure, Quarz/Chalcedon/Achat nicht. Weniger als ein Tropfen kann ausreichen, um die Reaktion sichtbar zu machen. Quarz und Chalcedon/Achat lassen sich sehr gut mit wenig Relief polieren. Eine gute Politur sieht aus wie die Oberfläche einer Glasscheibe. Bei Calcit/Aragonit ist die Politur schwieriger hinzubekommen, kann aber an die Qualität bei Quarz heranreichen. Häufiger sieht man aber ein stärkeres Relief in der Politur, der Glanz ist weniger glasig und geht in Richtung Harzglanz. Dem wird manchmal vorgebeugt, indem nach dem Grobschliff die Figuren lackiert werden und die lackierte Figur weiter poliert wird. Calcit und Aragonit zeigen häufig eine Farbreaktion unter UV-Licht; Quarz/Chalcedon/Achat eher selten. Insbesondere unter langwelligem UV-Licht fluoreszieren Calcit und Aragonit häufig schon. Quarz/Chalcedon/Achat fluoreszieren bevorzugt im kurzwelligen UV-Licht und zeigt recht charakteristische Farben. Vor allem Calcit kann sehr verschiedene Fluoreszenzfarben zeigen. Ein Unterschied wäre noch die Dichte. Die Dichte von kompaktem Calcit liegt etwa 0,5 kg/l höher als Quarz. Wenn der Calcit zudem Mg, Fe, Mn im Kristallgitter eingebaut hat, kann der Unterschied zum Quarz auch noch etwas höher sein. Mit einer halbprofessionellen Küchenausstattung sollte der Unterschied signifikant sein. Dazu das kleinstmögliche Gefäß mit einem möglichst starren und festsitzenden Deckel suchen, dazu noch eine Küchenwaage und ein gut trocknendes Tuch (Stoff oder Papier). Das Ei im trocknen Zustand wiegen. Den Behälter unter Wasser vollständig füllen, verschließen, anschließend außen gründlich abtrocknen und wiegen. Dann den Behälter mit dem darin befindlichen Ei unter Wasser vollständig füllen, in gleicher Weise verschließen und außen abtrocknen und ebenfalls wiegen. Das mit dem Behälter füllen, abtrocknen und wiegen sollte man mehrmals machen, da hier der größte Fehler zu erwarten ist. Aus den drei Messwerten lässt sich die Dichte mit ausreichender Genauigkeit berechnen. Die Formel kannst Du mit dem Stichwort Pyknometer im Internet finden. du kannst Die Werte auch hier mitteilen. Eine weitere Methode zur Dichtebestimmung ist hier beschrieben:
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/DichteMit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut