Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Glasklare Feinstnadeln aus Haiming/Tirol
limestone:
Lass das doch einfach mal analysieren Michael. Diese Vermutungen aus der Ferne anhand von Bildern sind meiner Meinung nach nicht zielführend.
Glück Auf
Ralf
stoanklopfer:
--- Zitat von: michaelh am 01 Jan 21, 17:40 ---Um die Wulfenitkristalle freizulegen habe ich zum Teil örtlich 10%ige HCl verwendet (@Volkmar: sorry, diesen Umstand hatte ich bei meinem Mail an dich nicht angeführt, da er mir erst jetzt eingefallen ist). Die Kristalle haben sich zwar nicht im Bereich der Wulfenite gebildet aber das Matrixmaterial kann da durchaus wie ein Schwamm gewirkt haben und ich schließe nicht aus schlecht oder eventuell sogar gar nicht gewässert zu haben.
--- Ende Zitat ---
Servus Michael,
kein Problem, daran hatte ich gar nicht gedacht, denn auch ich habe Wulfenit-Stufen v.a. zum Reinigen und Entfernen von Kalkresten auf den Kristallen mit Salzsäure behandelt. Dabei ist auch nie etwas in dieser Richtung passiert, weshalb ich gar nicht erst auf den Gedanken gekommen wäre. Deine Nadeln sind für mich immer noch ein Rätsel.
Gruß
Volkmar
oliverOliver:
und wenn (feinstkörniger/"unsichtbarer") Pyrit beteiligt wäre?
Der ist zwar von Haiming auch nicht gelistet, aber nachdem Haiming als Ausläufer des Reviers von Nassereith gelistet wird .... und dort scheint er ja recht geläufig zu sein (6 Einträge)
stoanklopfer:
--- Zitat von: oliverOliver am 01 Jan 21, 20:22 ---und wenn (feinstkörniger/"unsichtbarer") Pyrit beteiligt wäre?
--- Ende Zitat ---
Grundsätzlich natürlich möglich, obwohl der dortige Wettersteinkalk sehr rein ist (ich kenne ihn von diversen Rohstoffuntersuchungen) und makroskopisch und mikroskopisch kein Pyrit feststellbar ist. Im Rahmen der Vererzung ist ebenfalls kein Pyrit aufgetreten. Außerdem spricht die Tatsache, dass nur ein Teil von Michaels Wulfeniten und bei meinen Stücken kein einziges betroffen ist, eher dagegen. Bei feinstkörnigem und feinverteiltem Pyrit müsste sich das Phänomen wahrscheinlich bei allen Stücken zeigen. Ich glaube auch, dass zur Klärung erst mal eine Analyse nötig wäre, bevor weitere Gedanken gesponnen werden können.
Axinit:
Servus,
die gezeigten nadelfoermigen Kristalle erinnern mich sehr stark an Ammoniumchlorid-Kristalle (Salmiak), die sich leicht durch Reaktion von gasfoermigen Chlorwasserstoff HCl und gasfoermigem Ammoniak NH3 bilden koennen.
Die hierfuer notwendigen Konzentrationen werden nicht unbedingt als Geruchsbelaestigung wahrgenommen.
Die HCl-Quelle sind mit Salzsaeure behandelte und nicht oder nur unzureichend gewaesserte Stufen, eine Ammoniak-Quelle kann alles moegliche sein (Glasreiniger, Kanalisation, Tierhaltung, Holz - es gibt viele Moeglichkeiten).
Ammoniumchlorid kommt in der Natur als "Salmiak" vor und bildet sich z. B. auf brennenden Abraumhalden des Kohlebergbaues. Das Salz ist sehr gut wasserloeslich.
GA,
Harald
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