Glück Auf!
Achate färben geht auch im Ofen bei erhöhter Temperatur oder mit Röntgen/Gamma-Strahlungsquellen. Manche Färbemittel, die meist in Kombination mit Ofen oder Strahlungsquelle zur Anwendung kommen, sind für bestimmte Porengrößen passend und erlauben somit zum Beispiel ein selektives Färben einzelner Bänder (die halt unterschiedliche Porengrößen haben) im Achat.
Zu beurteilen, ob das hier diskutierte fundortlose Stück behandelt wurde, überlass ich anderen, die da mehr Erfahrung haben. Wo das Stück herkommen soll, keine Ahnung. Ich kenne viele Fundstellen, wo ich so etwas noch nie gesehen hätte. Aber ich glaube, das hilft nicht weiter. Ich kenne keine größere Fundregion genau genug, um sie mit Sicherheit ausschließen zu können. Wobei, OK sächsische Lausitz kann ich ausschließen als Primärvorkommen. Täten noch Gesteinsreste die Außenseite verzieren, könnte das die Fundstellenvielfalt reduzieren. Mich dünkt, da ist aber nur Gerüstquarz übrig geblieben und eine die Außenseite mitgestalende Komponente hat sich schon verdünnisiert.
So bleibt mir noch zu sagen: "Die Hoffnung stirbt zuletzt". Ich hatte 12 Jahre eine schöne, meiner Meinung nach recht markant gezeichnete Achatscheibe in der Doublettensammlung. Keine Ahnung woher ich die Scheibe bekam; wahrscheinlich kam sie mit einer aufgelösten Sammlung zu mir. Aber leider fehlte der Fundort, bis mir dieses Jahr ein Sammler, wie aus der Hüfte geschossen, genau sagen konnte woher und von welchem Schurf das Stück kommen muss. Kurze Recherche im Internet zeigte eine hervorragende Übereinstimmung inklusive der anhaftenden Matrixrelikte.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut