Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Gold aus Österreich?
helgesteen:
Hallo zusammen,
ich bin momentan auf der Suche nach Hinweisen zur Fundstelle einer Goldstufe. Die einzige Angabe, die zu dem Stück vorliegt ist, dass es aus Österreich stammt bzw. stammen soll. Es wurde vor 35-40 Jahren dort eingetauscht, aber der Finder wollte damals meines Wissens keine genaueren Angaben zur Fundstelle machen.
Die Stufe ist 9,5 cm lang und wiegt gute 300 g. Zwar sieht sie zunächst unspektakulär aus, doch zeigt sich aus der Nähe, dass sie komplett von körnigem Gold durchwachsen ist. Teilweise sind auch Goldbleche bis 2.5 cm Größe erkennbar. Man hat den Eindruck, als sei das Metall oberflächlich durch Säurebehandlung freigelegt worden, die Matrix erscheint nun mit mehlig-weißer Oberfläche. An wenigen Stellen sind dunkelgraue Butzen zu erkennen, bei denen es sich um Pyrit (oder Arsenopyrit) handeln könnte, die durch die Säurebehandlung angeätzt wurden.
Ich hänge ein paar aus der Hüfte geschossene Bilder an - vielleicht kann jemand Hinweise zur mutmaßlichen Herkunft des Stückes geben.
Danke und viele Grüße,
Helge
loismin:
Hallo Helge.
Seeeehr schwierig zu sagen, ob das aus Österreich kommt !
Die Matrix ist wahrscheinlich Arsenkies oder Pyrrhotin oder auch Pyrit mit Markasit , und deshalb so bröselig weiß durch die Ausblühungen im Erz !
Bist du sicher daß das Gold ist ?
Hast du schon auf Duktilität getestet ?
Es gibt schon in Rotgülden Gold mit der Matrix, aber bei weitem nicht so reich und ich kenne auch sonst von Österreich keine so reichen Stücke von den Goldlagerstätten .
Zumindest nicht in privater Hand !
Ganz alte Stücke in den Museumssammlungen in Österreich die noch Stücke aus der Abbauperiode haben könnten so reiche Stücke noch haben .
Ist aber erstmal nur meine Meinung !
Loismin
helgesteen:
Hallo Alois,
aus meiner Sicht gibt es keinen Zweifel, dass es sich um Gold handelt. Ich habe die Stufe gründlich (auch unter dem Binokular) untersucht, als ich die Fotos gemacht habe, und die Duktilität der goldgelben Aggreagate war mit einer Nadel klar erkennbar. Auch war es möglich, die Bleche zu biegen. Es wurde keine Analyse gemacht, d.h. ein gewisser Silbergehalt ist natürlich denkbar, aber auch im frisch angekratzten Zustand ist das Metall intensiv goldgelb.
Danke auf den Hinweis zur Matrix. Ich bin ehrlich gesagt von einer an Tonmineralien reichen Matrix ausgegangen, aber Du kannst schon recht haben, dass es sich um umgewandelte Sulfide handelt. Beim Kratzen mit der Nadel löst sich halt ein weißes Pulver von dem hellgrau wirkenden Zeug.
Momentan habe ich leider keinen Zugriff auf das Stück, d.h. ich kann es mir spontan nicht nochmal anschauen. Trotzdem bin ich für weitere Hinweise zur möglichen Herkunft sehr dankbar!
Viele Grüße,
Helge
heli:
Es wurde vor 35-40 Jahren dort eingetauscht, aber der Finder wollte damals meines Wissens keine genaueren Angaben zur Fundstelle machen.
Wie Lois schon angeführt hat. Solch reichhaltige Goldstufen aus dem heutigen Österreich sind wohl auch in Museen Mangelware. Und dann stammen sie aus dem 18. oder 19. Jahrhundert.
Der Tauschzeitpunkt passt zum Auftauchen von damals noch relativ günstigen rumänischen Stufen im Westen.
Spreitzl:
Hallo miteinander
Das Stück erinnert mich an Zlate Hory in Tschechien.
Bei Mindat sind da mehr Photos drin als im MA.
Gruß und schönes WE.
Peter Imfeld
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