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Autor Thema: Eisenhaltig/Magnetisch Hilfe bei der Bestimmung / Quarzreicher Gneis? mit Magnetit  (Gelesen 3211 mal)

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Offline plazer

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Hallo erstmal,

habe vor paar Jahren 2 seltsame Steine gefunden. Beide mit dem Metalldektor.
Der kleine von den beiden hat einen leichten Magnetismus und eine relativ geringe Dichte, die ich jetzt aber nicht mehr weiß.
Der große wird wohl nur stark Eisenerz haltig sein. Zur Not müsste ich die Dichte nochmal ermitteln.
Fundort war bei beiden ein Waldstück.

Danke schonmal für die Antworten
« Letzte Änderung: 04 Feb 21, 01:29 von plazer »

Offline stoanklopfer

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Re: Eisenhaltig/Magnetisch Hilfe bei der Bestimmung
« Antwort #1 am: 04 Feb 21, 07:56 »

Fundort war bei beiden ein Waldstück.


Ich finde es immer wieder erhebend, wie sich manche bemühen, ausführliche und exakte Informationen mitzugeben!

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Einsteigerguide/Fragen%20zur%20Bestimmung

Volkmar

Offline plazer

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Re: Eisenhaltig/Magnetisch Hilfe bei der Bestimmung
« Antwort #2 am: 04 Feb 21, 11:27 »
hab die Dichte jetzt nochmals bestimmt.
Leider hab ich nur eine Küchenwage zur Verfügung.
Der kleine hat ca. 2KG/dm3 und der große ca. 2,5KG/dm3.
Beide waren ungefähr 10cm tief im Waldboden.
Hier nochmal eine Nahaufnahme
« Letzte Änderung: 04 Feb 21, 11:43 von plazer »

Offline Conny3

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Re: Eisenhaltig/Magnetisch Hilfe bei der Bestimmung
« Antwort #3 am: 04 Feb 21, 11:31 »
Hallo,

und wo war nun das Waldstück genau  ???

Zitat
Beide waren ungefähr 10cm tief im Waldboden.

Gruß Conny


https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Einsteigerguide/Fragen%20zur%20Bestimmung

Offline plazer

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Re: Eisenhaltig/Magnetisch Hilfe bei der Bestimmung
« Antwort #4 am: 04 Feb 21, 11:48 »
bei uns im Landkreis, also Rottal Inn. Am Hang des Türkenbachtals.
Auszug aus RegioWiki:
Der Talzug des Türkenbaches erstreckt sich durch das braunkohlen- zeitliche Hügelland, das der oberen Süßwassermolasse zuzuordnen ist. Da das Holzland von den Alpenvorlandgletschern und seinen Schmelzwässern nicht erreicht wurde, bildeten sich die Täler anders als im Süden des Inntales, nämlich durch Bodenfließen des während der kurzen Sommermonate der Kaltzeiten aufgeweichten Lößbodens und durch ausräumende Schneeschmelzwässer. Der Türkenbach, meist nur seicht und unscheinbar, ist wegen seiner verheerenden Wildheit, die er nach heftigen Regengüssen entfalten kann, besonders in seinem Unterlauf gefürchtet, wo er am Prallhang zwischen Mehlhäusl und Kollberg Sand- und Mergelschichten anschnitt, die vor 9 bis 14 Millionen Jahren vom Brackwasser abgelagert wurden. So konnte man am Aufschluss in der Talkrümmung unterhalb der neuen Türkenbachbrücke, etwa 1,8 km nördlich der jetzigen Mündung, noch vor Jahren eine Stufe des Aussüßungsvorganges betrachten.
Falls das was zur genauen Beschaffenheit des Boden beiträgt.

Offline heli

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Re: Eisenhaltig/Magnetisch Hilfe bei der Bestimmung
« Antwort #5 am: 04 Feb 21, 12:18 »
Kurzzusammenfassung: Dort gibt es überall Schotter. Hilft nicht weiter.

Wie wär es, wenn du dich wirklich mal mit dem Einsteigerguide beschäftigen würdest ? 

Offline plazer

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Re: Eisenhaltig/Magnetisch Hilfe bei der Bestimmung
« Antwort #6 am: 04 Feb 21, 12:51 »
Der kleine hat Poren, ist auf dem Foto erkennbar.
Den Guide hab ich vorher schon durchgelesen. Hat mich aber nicht weiter gebracht.
Welche Infos zur Fundstelle sind noch hilfreich? An dieser Stelle sind Erdwälle von den Kelten vorhanden.
Habe den kleinen mit der Flex etwas angeschnitten wie man auf dem Foto sieht. Ging durch wie Butter. Also nicht sonderlich hart.

Zum Magnetismus: Eine Büroklammer hebt er nicht, aber eine Münze oder Unterlegscheibe, die hochkant steht, kann er drehen.

Dies waren die einzigen Funde die wir mit dem Metalldedektor in diesem Bereich gemacht haben.
« Letzte Änderung: 04 Feb 21, 17:08 von plazer »

Offline stoanklopfer

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Re: Eisenhaltig/Magnetisch Hilfe bei der Bestimmung
« Antwort #7 am: 04 Feb 21, 18:30 »

Den Guide hab ich vorher schon durchgelesen. Hat mich aber nicht weiter gebracht.


Mit Durchlesen allein ist es nicht getan! Man muss schon die einfachsten Tests auch durchführen, sonst wird das nix!

Offline plazer

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Re: Eisenhaltig/Magnetisch Hilfe bei der Bestimmung
« Antwort #8 am: 05 Feb 21, 14:44 »
Ja schon klar. Ich habe aber meine Tests bereits beschrieben.
Jetzt mal nur der kleine Stein.
Hier nochmal eine Zusammenfassung:
Leichter Magnetismus, reicht nicht ganz für eine Büroklammer aber Unterlegscheibe hochkant kann man damit bewegen.
Mit der Flex zeigte sich, der Stein schaut innen gleich aus. Und die Flex ging durch wie Butter.
Dazu ist schön zu erkennen dass er porös ist und eine Dichte von nur 2kg/dm3 hat.
Den Säuretest hab ich nicht gemacht, das stimmt.
Aber ist der hier so wichtig? Bzw kann man den hier ausschließen, der bringt uns nicht weiter, war mein Gedanke.
Ich mache gerne weitere, wüsste nur nicht was.


Offline stoanklopfer

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Re: Eisenhaltig/Magnetisch Hilfe bei der Bestimmung
« Antwort #9 am: 06 Feb 21, 06:45 »
Was ist mit Härte, Strichfarbe etc.? Wie groß sind die beiden Stücke? Wie wurde die Dichte bestimmt?
Nur ein Test des Magnetismus mit einer Büroklammer, sowie eine dubiose Dichtebestimmung ist nicht genug für eine Mineralbestimmung (nochmal: siehe Einsteigerguide!). Mache auch wenigstens ein scharfes Bild von der Bruchfläche!

Offline plazer

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Re: Eisenhaltig/Magnetisch Hilfe bei der Bestimmung
« Antwort #10 am: 06 Feb 21, 09:53 »
Natürlich bleiben die Steine an einen Magneten kleben. Den Stein damit heben ist kein Problem. Beide halten gut am Magneten. Für die Dichte habe ich das Volumen gemessen und gewogen, der kleine hat ein Volumen von 5ml der große von 15ml. Der kleine hat keinen Abrieb beim Strichtest erzeugt. Nur dass der Stein durch das Porzellan weiß wurde.
Hoffe das Foto ist scharf genug.
« Letzte Änderung: 06 Feb 21, 11:01 von plazer »

Offline pseudonym

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Re: Eisenhaltig/Magnetisch Hilfe bei der Bestimmung
« Antwort #11 am: 06 Feb 21, 11:03 »
Könnte man sich auf cm3 und gr /cm3 einigen ?

Offline plazer

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Re: Eisenhaltig/Magnetisch Hilfe bei der Bestimmung
« Antwort #12 am: 07 Feb 21, 22:13 »
KG ist die Basiseinheit von Gewicht.
Aber mir egal, dann halt g.

Offline oliverOliver

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Re: Eisenhaltig/Magnetisch Hilfe bei der Bestimmung
« Antwort #13 am: 08 Feb 21, 11:04 »
KG ist die Basiseinheit von Gewicht.

nein, von Masse  ;)

Offline felsenmammut

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Re: Eisenhaltig/Magnetisch Hilfe bei der Bestimmung
« Antwort #14 am: 08 Feb 21, 16:24 »
Glück Auf!

Also den Bildern IMG_20210204_110928.jpg, IMG_20210206_095026.jpg und IMG_20210206_094918.jpg nach zu urteilen und den Information zum magnetischen Verhalten, schlage ich mal ein quarzhaltiges Gestein mit Magnetit vor. Auch wenn ich auf den Bildern jetzt keine Schieferung erkennen kann, würde ich einen Gneis nicht völlig ausschließen wollen. Ein Härtetest würde helfen, den Quarz zu bestätigen. Ein Säuretest würde die Anwesenheit von Karbonat ausschließen. Die Dichte sollte bei magnetithaltigen Gneisen eher bei 3 g/cm3 liegen und nicht bei 2 g/cm3. Hier wäre nochmal die Verfahrensweise zur Dichtebestimmung zu hinterfragen. Ein Möglichkeit ist hier beschrieben: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Dichte

Bei dem großen Stein wären noch Informationen zur Strichfarbe und Härte wünschenswert. Ein Anschnitt ist möglicherweise hilfreich. Wenn es gelingt eine Ecke mit einem Hammer abzuschlagen, wäre das auch OK, davon hier noch ein Bild zu zeigen. Wenn ich die Dichte proportional zum vermuteten Messfehler beim kleinen Stein hochskaliere, kommt ein recht magnetithaltiger Serpentinit in den Bereich des Möglichen. Andere magnetithaltige basische bis ultrabasische Gesteine wären möglich, lassen sich dann aber per Ferndiagnose nicht mehr auseinanderhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

 

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