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Anatas aus der Eifel
Sebastian:
Ich habe nur kurz drüberheschaut,
Aber ich denke das Phasendiagramm
Ist zur Klärung der Frage hier nicht zu gebrauchen. Denn die Minerale sind aus Lösungen entstanden.
Dieses Diagramm beschreibt die Stabilitätsbereiche der schon kristallisierten Phasen.
Bitte korrigiert mich wenn ich mich verlesen habe.
Gruß Sebastian
Fabian99:
Hallo,
auch da gibt es genügend Untersuchungen. Ich meine zweiwertige und einwertige Säurereste sind es da.
Vermutlich werden wir es nie erfahren....
LG
Klaus Schäfer:
Hallo Leute,
Aufgrund dieser interessanten Thematik habe ich mich mal ein paar winzigen Steinchen gewidmet. Die fraglichen Mineralien kristallisieren in einem an Feldspat-Phänokristen reichen Melaphyr. In kleinen Hohlräumen, die mit Nadelquarzen tapeziert sind, finden sich quadratische bis rechteckige, gelblichgrüne bis bräunliche transparente bis durchscheinende Kriställchen. Bislang akzeptierte ich die Bestimmung dieser Kriställchen als Brookit, weil mir mit der gegebenen Auflösung am Binokular keine kristallographische Unterscheidungen zwischen den unterschiedlichen Titanoxidphasen möglich war.
Auf den hier gezeigten Abbildungen ist aber klar der tetragonale Habitus und die Flächenlagen (flache Pyramidenflächen gliedern die Basisflächen) von Anatas zu erkennen. Außerdem fehlt den Kriställchen die charakteristische Streifung des Brookit.
Anatas aus der EifelAnatas aus der EifelAnatas aus der EifelAnatas aus der EifelAnatas aus der EifelAnatas aus der EifelAnatas aus der Eifel
Viel Spass beim Rätseln !
Gerdchen:
Hallo Klaus,
schöne Bilder. Das mit Albersweiler habe ich schon befürchtet. Vielleicht werde ich mal eine Analyse machen lassen. Habe noch eine ganze Hollandkiste von dem Material.
Bei Föckelberg muss ich ein bisschen widersprechen. Es handelt sich beim Muttergestein nicht um Quarz sondern um einen von Quarz überprägten Sandstein. Also wäre Feldspat nicht auszuschließen.
Dr. Otto Reis beschreibt in seinem Werk: Der Potzberg, seine Stellung im Pfälzer Sattel (1904); die Fundstelle Föckelberg ziemlich genau. Auf Seite 204 des Buches schreibt er; Zitat: "In Hohlräumen des entfernten Feldspats, der ....". Er listet den Anatas und den dort auch vorkommenden Brookit neben Quarz, Zirkon und Turmalin auf.
LG
guefz:
Die drei Titandioxide lassen sich mit Raman-Spektroskopie problemlos auseinander halten. Das untere Ende des Messbereichs sollte aber bei 130 cm-1 oder tiefer beginnen, sonst sieht man die starke Bande des Anatas nicht.
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