Glück Auf!
Nur anhand von Bildern, bei denen entweder die Minerale nicht zu identifizieren sind oder andere charakteristische und eindeutige Merkmale fehlen, eine Geteinsbestimmung vorzunehmen, die zudem noch einen gewissen Anspruch an Zuverlässigkeit haben soll, stellt die Hoffnung über die Erwartung.
Eine Dichtemessung könnte etwas Klarheit schaffen. Wenn der Großteil der Masse Quarz und Feldspat ist mit dem sichtbaren Anteil an rotem Granat und vielleicht noch diversen anderen Mineralen mit höherer Dichte, würde wohl die Gesamtdichte trotzdem unter 3 g/cm
3 liegen. Bei Peridotit oder Ähnlichem sollte sie deutlich über 3 g/cm
3 liegen.
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/DichteOlivin ist in konzentrierter Salzsäure langsam löslich während Quarz und Feldspat stabil sind. Bei Quarz und Feldpst kann die Säure vollständig verdunsten und es bleiben die gleichen Quarz- und Feldspatkrümel zurück, die man für den Test verwendet hat. Bei Olivin bleibt beim Eintrocknen ein gelartiger Anteil übrig, der nicht so richtig eintrocknen will. Die Reaktion ist nicht besonders schnell, so dass gegebenenfalls noch ein Teil des Olivinkorns übrig bleibt. In der Regel reichen ein paar kleine Krümel und ein paar Tropfen für den Test.
Wenn man das Stück selber schleift und poliert und Erfahrung mit Quarz, Feldspat und Olivin hat, dann wird man merken, dass Olivin deutlich langsamer eine gute Politur annimmt. Allerdings ist dieses Argument weniger zuverlässig, da Quarz unter einigen Bildungsbedingungen (z.B. manchmal hornsteinartige Bildungen in Hydrothermalsystemen) ebenfalls schwer polierbar wird. Feldspat hat auch so seine Problemzonen (Rhyolithe, Alteration). Mit als Körner sichtbarem Quarz und Feldspat (ohne Alteration) in magmatischen Gesteinen hatte ich bisher keine Schwierigkeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut