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zepterförmiger Citrin

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Manfred Früchtl:
ja klar, weiß ja jeder wie das  geht.
Zu Zeit nervt mich das. Viele setzten voraus daß jeder von uns Chemiker oder Physiker ist und wir alles sofort testen können .
Kaum einer vertraut noch dem Finder oder Händler von dem die Stufen kamen.Wir hinterfragen sowieso schon fast alle Stufen die wir bekommen aber wir sind hat auch nur Sammler.

aca:
Oh, pardon, ich hatte angenommen, dass der Test bekannt ist.

Erklärung am Beispiel Rauchquarz, weil so einen fast jeder in der Sammlung hat, aber es geht mit vielen gefärbten doppelbrechenden Mineralien und deren Varietäten.
Der Kristall muss halbwegs transparent sein.
Den Kristall hält man mit der c-Achse senkrecht, also "aufrecht" vor einen Computerbildschirm mit weißem Hintergrund, Smartphone geht genauso gut.
Dann dreht man den Kristall vor dem Bildschirm wie einen Uhrzeiger, am besten einmal um 360°.
Dabei ändert sich die Farbe des Rauchquarzes von einem dunkleren gelblichen zu einem helleren rötlich-grauen Ton.

Obwohl die Farbänderung nicht sehr stark ist, kann man sie auch noch an schwach gefärbten Rauchquarzen erkennen - wenn man weiß, worauf man achten muss.
Sobald klar ist, worum es geht, das gleiche mit einem bekannten echten Citrin probieren und zum Vergleich mal einen gebrannten Amethyst nehmen.
Der echte Citrin zeigt einen Wechsel von hell nach dunkel, der Farbton ändert sich nicht oder kaum. Beim gebrannten Amethyst oder bei durch Fe-Oxide und -Hydroxde gefärbten Quarzen sieht man keine Änderung. Wenn Einschlüsse halbwegs parallel orientiert und selbst doppelbrechend sind, sind auch durch Einschlüsse gefärbte Kristalle dichroitisch (z.B. Rosenquarz).
 
Erklärung: die Absorbtion hängt bei doppelbrechenden Kristallen von der Polarisationsrichtung des Lichts ab.
Computermonitore geben polarisiertes Licht ab. Man könnte auch einen Polaristationfilter nehmen. 
Die Polarisationrichtung des Lichts ist bei den Computermonitoren je nach Fabrikat unterschiedlich, deshalb kann es auch sein, dass der grösste Farbunterschied bei +45° und -45° auftritt.


Manfred Früchtl:
Danke,
Gruß
Manfred

Lynx:
Hallo Amir

Damit Dein Beitrag  nicht unter dem Stichwort "zepterförmiger Citrin" hier im Nirvana des Forums für immer eingeht (und verloren ist) und Du bei Deinem nächsten Einwurf "Warum nicht einfach auf Dichroismus testen? " wieder alles erklären musst (ja, das wirst Du müssen!) folgender Vorschlag.

Im Lexikon spricht der Beitrag Dichroismus davon dass "..ein Gerät, das Dichroskop (oder Haidinger-Lupe) verwendet" wird, um den Dichrosimus zu bestimmen. Das liest sich nicht nach "...einfach testen". Sei so gut und ergänze den Artikel entsprechend Deines (einfachen!) Vorschlags oben, vielleicht hast Du sogar die Möglichkeit, eine Bildanleitung mit Fotos zu machen? Danke!

Dem, was Du schreibst, entnehme ich, dass dieser Dichrosimustest im Kontext mit Quarz und seinen Varietäten (strahlungsgeschädigter Quarz, verunreinigter Quarz, künstlich bearbeiteter Quarz) eine geeignete Methode ist, gewisse Unterscheidungen zu treffen. Würdest Du bitte entsprechend Deine Bemerkung von oben auch bei der Quarz/Rauchquarz/Citrin-Seite unterbringen? Das wäre, glaube ich, sehr hilfreich und könnte in Zukunft dann dazu führen dass es heisst "Vielleicht könnte Euch der vereinfachte Dichroismustest weiterhelfen, der im Lexikon oder unter Quarz beschrieben ist?"
Wäre super!

Danke schon einmal für Deine Mühe und Grüße,
Martin

aca:
Das braucht etwas und ich bin z.Z. mit vielem anderen beschäftigt.
Den Dichroismus-Text sollte man umschreiben, so kompliziert ist das Phänomen gar nicht.
Auf den Dichroismus wird als Pleochroismus beim Citrin bereits verwiesen.
Darüber, auf der Citrin-Seite Beispielbilder und besseren Text hinzuzufügen, habe ich schon vor einiger Zeit nachgedacht.
Das macht aber bei der Wischiwaschi-Beschreibung, insbesondere unter "Ausführliche Beschreibung", keinen Sinn, bei der ja alles als Citrin "durchgeht", was bei Gelb nicht auf den Bäumen ist - Einschlüsse, gebrannt, bestrahlt, bemalt, egal.

Sobald die Kernaussage lautet "Citrine sind durch Farbzentren gelb gefärbte Quarze", kann man auch die Tests beschreiben: Dichroismus, UV- und Hitzeempfindlichkeit. Solange ein gebrannter Amethyst ebenfalls ein Citrin ist, sind solche Tests bedeutungslos, jedenfalls für die Benennung.
Ergo: Schreiben, was ein Citrin ist, dann schreiben, was sonst noch von wem "Citrin" genannt wird.
Eigentlich gibt es nur zwei Gruppen, deren Verständnis von Citrin von der o.g. Beschreibung (Farbzentren) abweichen: 1. Schmuckhändler; 2. am Thema Quarz nicht Interessierte (inkl. Sammler und Mineralogen).

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