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Rhabdophan Pb

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guefz:
Dann müsste man es Rhabdophan ohne Zusatz nennen und in der Beschreibung alles weitere vermerken. Vielleicht auch Rhabdophan-Gruppe, jedenfalls die nächst höhere Gruppierung, bei der noch eine eindeutige Zuordnung möglich ist.

Lynx:
Hallo Günter,

wie genau:
-Rhabodphan-Pb =Varietät der Rhabdophan-Gruppe?
-Rhabdophan = nur! Pb-haltige Varietät der Rhabdophan Gruppe?
-Rhabdophan = Varietät, Teil der Rhabdophan-Gruppe (alles was Rhabdophan ist, wie speziell auch Pb-haltiger R, aber nicht genau einem Mitglied der Gruppe zugeordnet werden kann?) Damit ist die speziell Pb- haltige Varietät de facto tot da ununterscheidbar....

Mir ist das noch unklar.

Gruß, Martin

Uwe Kolitsch:
Das bislang Pb-reichste bekannte Material wurde von Walenta beschrieben:

Walenta, K. (2003): Monokliner bleihaltiger Rhabdophan von der Grube Clara im mittleren Schwarzwald. Aufschluss 54, 405-409.   

Plumbiferous rhabdophane occurs among the secondary minerals of the Clara Mine in the Central Black Forest, Germany, and is assocd. with quartz, pyromorphite, and limonite.  It forms spherulitic aggregates on quartz composed of acicular crystals elongated [010] and reaching 0.05 mm in length.  Color yellow, yellowish brown, or pale brown, translucent, streak white, luster silky, no cleavage obsd., fracture uneven.  Hardness 3.5, d. (calc.) 4.49 g/cm3.  Optical data: n 1.772(3), n 1.772(3), n 1.812(3), uniaxial or weakly biaxial (+), Z = b.  Unit-cell dimensions a 7.04(1), b 6.42(1), c 7.22(1) .ANG.,  120.00(10), Z = 3.  Result of anal.: Y2O3 1.53, UO2 0.77, CaO 0.41, La2O3 9.70, Ce2O3 16.57, Nd2O3 10.24, Sm2O3 3.00, Al2O3 0.38, PbO 21.32, CuO 0.24, SiO2 0.13, P2O5 25.63, As2O5 0.14, H2O (by difference) 9.94, total 100.00%, yielding the formula (Ce0.26Pb0.24Nd0.16La0.15Sm0.04Y 0.03Ca0.02U0.01Cu0.01Al0.02) 0.94 (P0.92Si0.02)0.94H2.80O5 on the basis of 5 O atoms or simplified (REE,PbH)PO4.H2O.

Anmerkung: nach der dominant-constituent rule ist REE >> Pb, das Material kommt also nicht mal in die Nähe eines Pb-Endglieds.

Lynx:
Hallo Uwe

ja, so hatte ich das auch im Kopf. Meine Aussage oben bezieht sich auf die Entstehung der Bezeichnung.
Dennoch - die Bezeichnung ist unglücklich, weil sie ein Endglied suggeriert. Aber sie findet sich mttlerweile an recht unterschiedlichen Stellen zumindest im Netz. Und diese bleihaltige Rhabdophan Varietät ist nicht notwendigerweise nur abgeleitet von Rhabodphan-Ce existent, sondern wohl auch von Rhabdophan-Nd und evtl auch von den anderen. Daher die Fragen:

(1) wie einsortieren?
(2) wie benennen?

Es macht meiner Meinung nach keinen Sinn, diese Ausprägung, die aktuell als Rhabodphan-Pb bezeichnet wird, auzublähen und weitere Bezeichnungen einzuführen, die vorallem noch nirgendwo in Gebrauch sind (etwa Rhabdophan-Ce-bleihaltig, Rhabdopahn-Nd-bleihaltig oder so).
Es macht meiner Meinung nach aber auch keinen Sinn, diesen Begriff umzubringen: zu viele andere Nutzer im Netz verweisen bereits hier auf den Atlas, um den Begriff zu belegen.

Nochmals die Anmerkung: wir haben hier schon ein definitorisches Gewicht, was deutschsprachige Mineralbezeichnungen angeht.....

Deshalb nochmals die Frage: Was also tun?

Gruß, Martin

guefz:
Auf das Etikett der Stufen gehört Rhabdophan-Gruppe geschrieben solange keine Analyse existiert. Hier im Lexikon müsste man das auch als Synonym für die Gruppe einbauen wenn es diese bleihaltige Varietät mit verschiedenen SEE-Dominanzen gibt. Die Bezeichnung ist aber halt ziemlich daneben, da sie halt ein nicht existierendes Endglied suggeriert.

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