Hallo Thomas
Eine Bitte vorab: Fragen wie die Deine werden immer wieder gestellt. Es lohnt sich, das Forum und das Lexikon mit den Suchfunktionen dahingehend zu durchforsten - am besten bevor man direkt die Frage stellt. Leider kommt es in dem Zusammenhang auch immer wieder zu gewissen Eskalationen, auch davon zeugen die abgelegten Beiträge.
Um sich ein Bild zu machen, wo Gefahren lauern könnten, lohnt es sich vielleicht, einen hypothetischen Sammelausflug gedanklich durchzugehen. Um abzuwägen, wie gefährlich das jeweils ist, bietet sich der Vergleich zu anderen, typischen Tätigkeiten des täglichen Lebens an. Mögliche Riskien, die von der chemischen Zusammensetzung ausgehen, finden sich bei der Beschreibung der Mineralien. Bitte beachte, dass diese Informationen hier im Lexikon nicht verbindlich sind und keinesfalls bedeuten, dass Du Dich nicht auch anderweitig informieren sollst (und musst). Insbesondere wird keine Haftung übernommen, weder für die Richtigkeit noch für die Vollständigkeit.
Lass Dir grob skizzieren, was ich meine:
Sammelausflug
Anfahrt: Riskio durch Verkehrsunfall, Verirrung im Gelände, Ausrutschen, Überanstrengung, Wetterumschwung etc. Vergleichbare Risiken finden sich (a) bei der Fahrt zur Arbeit, (b) bei Sportarten in der Natur wie Wandern oder Klettern. Kommentar: gerade im alpinen Bereich eine durchaus relevante Gefahrenbeschreibung. Massnahmen: Information, Sorgfalt, Erfahrung, die Bereitschaft, rechtzeitig abzubrechen.
Mechanische Risiken: Ausbruch von Gestein, Splittern beim Arbeiten mit Hammer und Meissel, Verletzung durch Hammerschlag, Steinschlag. Vergleichbare Aktivitäten: (a) handwerkliche Tätigkeiten im Haushalt; Gartenarbeit (b) Sportarten in der Natur. Kommentar: Auch diese Gefahren sind real, insbesondere in Steinbrüchen, Bergwerken und im alpinen Gelände, treten allerdings auch häufiger im täglichen Leben auf. Massnahmen: Information, Umsicht, Erfahrung, Nutzung geeigneter persönlicher Schutzausrüstung wie z.B. Helm, Handschuhe und Brille.
Biogene Risiken: Infektion z.B. mit Tetanus nach einer Verletzung im Gelände, Biss durch giftige Tiere, Angriff durch Tiere. Vergleichbare Aktivitäten: (a)Haushalt, insbesondere Küchen- und Gartenarbeit, (b) Sportarten in der Natur., (c) Sammeln von Pilzen und Kräutern. Kommentar: Generell sind nahezu alle Oberflächen (insbesondere auch im Körper, z.B. Zahnbelag) mit einem Biofilm (Lebensgemeinschaften unterschiedlicher Mikroorganismen) belegt. Biofilme sind an bis zu 90% aller Infektionen beteiligt. Die Gefahr, sich bei Verletzung der Haut/Schleimhäute etwas einzufangen ist real, insbesondere in Regionen mit tropischem Klima. Allerdings gilt dies genauso für das Essen, welches auf einer unzureichend gereinigten Unterlage zubereitet wurde. Jeder der mit Brechdurchfall schon einmal im Urlaub in seiner Unterkunft bleiben musste, kann ein Lied davon singen. Auch Tiere sind in manchen Regionen ein durchaus relevanter Faktor: z.B. Bären in Kanada, Spinnen und Schlangen in Australien, Klapperschlangen in Colorado etc. Massnahmen: Information, Umsicht und Aufmerksamkeit, geeignete persönliche Schutzausrüstung, Hygiene.
Die Steine: siehe dazu bei der jeweiligen Beschreibung.
Mit einem solchen Ansatz kannst Du Dir selbst erarbeiten, wo Du Risiken siehst, wie Du sie bewerten möchtest und dann darauf reagierst.
Ich glaube, damit lässt sich diese Diskussion abschliessen.
Grüße, Martin