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Autor Thema: Steine. Der lauernde Tod?  (Gelesen 976 mal)

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Offline Thomas Keifall

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Steine. Der lauernde Tod?
« am: 17 Dec 21, 23:15 »
Hallo Forum,

wahrscheinlich ist diese Thematik nicht neu, aber ich habe keine Ahnung von Steinen oder Mineralien.
ich frage mich, ob es womöglich auch gefährlich sein kann, Steine anzufassen und aufzuheben.
Beispielsweise gibt es in der Pflanzenwelt Pflanzen und Blätter, deren bloße Berührung einen töten kann.
Wie ist es da mit Steinen?

Gibt es das auch bei Steinen? Risiken? Gesundheitsgefährdungen? Tod und Siechtum?
Ich meine: Steine sind ja meist recht alt und liegen wer weiß wo rum oder stammen wer weiß woher.
Und dann noch das Thema extraterrestrische Steine: Angenommen man findet wirklich einen
extraterrestrischen Stein, vielleicht ist dieser ja bakteriell verseucht? Mikroben oder Virusse?
Eine Theorie beim Aussterben der Dinosauerier ist ja auch, dass womöglich ein extraterrestrisch
eingeschleppter Virus sie getötet hat. So wie in Krieg der Welten die Aliens.

Auf jeden Fall: Gibt es beim Steinaufheben was zu beachten, um einen vorzeitigen Tod abzuwenden?
Gibt es vielleicht sogar Gegenden in Deutschland, wo man nicht sammeln sollte, bspw. weil es dort
Arsenvorkommen oder dergleichen gibt? Beispielsweise Milzbrand. Es gibt immer noch Stellen in
Deutschland, wo es Milzbranderreger im Boden gibt. Auch gibt es sicherlich giftige Pilze oder Substanzen
die zu heftigen allergischen Reaktionen führen. Jüngst benutze ich Malerkrepp um etwas zu verpacken
und anschließend hatte ich schrecklichen Ausschlag von dem Malerkrepp. Wer rechnet  denn mit sowas?
Wieviel gefährlicher mag es da erst in der Natur sein, wenn einen schon Malerkrepp dahinrafft.

Auf jeden Fall ... ist es gefährlich, Steine zu sammeln?

Vielen Dank für alle Antworten!

Thomas.







« Letzte Änderung: 17 Dec 21, 23:29 von Thomas Keifall »

Offline Klaus Schäfer

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Re: Steine. Der lauernde Tod?
« Antwort #1 am: 17 Dec 21, 23:46 »
Ja - lass es sein.

Richtig tödlich ist beispielsweise die kinetische Energie, die ein Stein unter ungünstigen Gegebenheiten entwickeln kann.

Gruß von Klaus

Offline giantcrystal

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Re: Steine. Der lauernde Tod?
« Antwort #2 am: 18 Dec 21, 09:50 »
Hallo Thomas

Wir werden alle sterben !!!     ...irgendwann...

Bitte hör auf, hier Blödsinn zu schreiben wie

"Beispielsweise gibt es in der Pflanzenwelt Pflanzen und Blätter, deren bloße Berührung einen töten kann."

Gibt es genauso wenig wie bei Steinen...

Entspann dich und geniess das Leben...Ist besser für die Gesundheit

Noch ein Thomas

Offline Stefan

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Re: Steine. Der lauernde Tod?
« Antwort #3 am: 18 Dec 21, 09:53 »
Natürlich gibt es Gefahren, die gibt es auch beim Origami falten. Wer sich an Papier geschnitten hat weiß wovon ich rede.

Um es abzukürzen und der zu allgemein fomulierten Frage etwas die Anmutung, die Leute beschäftigen zu wollen, zu nehmen. Hier ein paar Hinweise die Dir helfen werden Dich selber zu informieren.

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Toxizit%C3%A4t

Darüber hinaus gibt es Gegenden die nicht so gesundheitsförderlich sind. Gegenden wo Pechplendegänge an der Oberfläche anstehen und wie Du selbst schreibst giftige Substanzen austreten.

Wie gefährlich das Sammen von Steinen ist hängt von Dir ab. Hebst Du einen Kieselstein vor Deinem Haus auf und von oben fällt ein riesiger Eiszapfen auf Deinen Kopf war das vermutlich gefährlich. Lag es jetzt am Steinesammeln oder weil Du nicht aufgepasst hast oder einfach weil "Shit happens".

Ich schließe das Thema, da die sehr allgemeine Frage beantwortet wurde.

Viele Grüße
Stefan

Online Lynx

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Re: Steine. Der lauernde Tod?
« Antwort #4 am: 18 Dec 21, 10:03 »
Hallo Thomas

Eine Bitte vorab: Fragen wie die Deine werden immer wieder gestellt. Es lohnt sich, das Forum und das Lexikon mit den Suchfunktionen dahingehend zu durchforsten - am besten bevor man direkt die Frage stellt. Leider kommt es in dem Zusammenhang auch immer wieder zu gewissen Eskalationen, auch davon zeugen die abgelegten Beiträge.

Um sich ein Bild zu machen, wo Gefahren lauern könnten, lohnt es sich vielleicht, einen hypothetischen Sammelausflug gedanklich durchzugehen. Um abzuwägen, wie gefährlich das jeweils ist, bietet sich der Vergleich zu anderen, typischen Tätigkeiten des täglichen Lebens an. Mögliche Riskien, die von der chemischen Zusammensetzung ausgehen, finden sich bei der Beschreibung der Mineralien. Bitte beachte, dass diese Informationen hier im Lexikon nicht verbindlich sind und keinesfalls bedeuten, dass Du Dich nicht auch anderweitig informieren sollst (und musst). Insbesondere wird keine Haftung übernommen, weder für die Richtigkeit noch für die Vollständigkeit.

Lass Dir grob skizzieren, was ich meine:

Sammelausflug
Anfahrt: Riskio durch Verkehrsunfall, Verirrung im Gelände, Ausrutschen, Überanstrengung, Wetterumschwung etc. Vergleichbare Risiken finden sich (a) bei der Fahrt zur Arbeit, (b) bei Sportarten in der Natur wie Wandern oder Klettern. Kommentar: gerade im alpinen Bereich eine durchaus relevante Gefahrenbeschreibung. Massnahmen: Information, Sorgfalt, Erfahrung, die Bereitschaft, rechtzeitig abzubrechen.

Mechanische Risiken: Ausbruch von Gestein, Splittern beim Arbeiten mit Hammer und Meissel, Verletzung durch Hammerschlag, Steinschlag. Vergleichbare Aktivitäten: (a) handwerkliche Tätigkeiten im Haushalt; Gartenarbeit (b) Sportarten in der Natur. Kommentar: Auch diese Gefahren sind real, insbesondere in Steinbrüchen, Bergwerken und im alpinen Gelände, treten allerdings auch häufiger im täglichen Leben auf. Massnahmen: Information, Umsicht, Erfahrung, Nutzung geeigneter persönlicher Schutzausrüstung wie z.B. Helm, Handschuhe und Brille.

Biogene Risiken: Infektion z.B. mit Tetanus nach einer Verletzung im Gelände, Biss durch giftige Tiere, Angriff durch Tiere. Vergleichbare Aktivitäten: (a)Haushalt, insbesondere Küchen- und Gartenarbeit, (b) Sportarten in der Natur., (c) Sammeln von Pilzen und Kräutern. Kommentar: Generell sind nahezu alle Oberflächen (insbesondere auch im Körper, z.B. Zahnbelag) mit einem Biofilm (Lebensgemeinschaften unterschiedlicher Mikroorganismen) belegt. Biofilme sind an bis zu 90% aller Infektionen beteiligt. Die Gefahr, sich bei Verletzung der Haut/Schleimhäute etwas einzufangen ist real, insbesondere in Regionen mit tropischem Klima. Allerdings gilt dies genauso für das Essen, welches auf einer unzureichend gereinigten Unterlage zubereitet wurde. Jeder der mit Brechdurchfall schon einmal im Urlaub in seiner Unterkunft bleiben musste, kann ein Lied davon singen. Auch Tiere sind in manchen Regionen ein durchaus relevanter Faktor: z.B. Bären in Kanada, Spinnen und Schlangen in Australien, Klapperschlangen in Colorado etc. Massnahmen: Information, Umsicht und Aufmerksamkeit, geeignete persönliche Schutzausrüstung, Hygiene.

Die Steine: siehe dazu bei der jeweiligen Beschreibung.

Mit einem solchen Ansatz kannst Du Dir selbst erarbeiten, wo Du Risiken siehst, wie Du sie bewerten möchtest und dann darauf reagierst.
Ich glaube, damit lässt sich diese Diskussion abschliessen.

Grüße, Martin
« Letzte Änderung: 18 Dec 21, 15:27 von Stefan »

 

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