Glück Auf!
Bei dem Bild würde ich zu Nein tendieren. Der abgebildete Stein wirkt eher wie ein Gneis. Da sehr wahrscheinlich ein Quarz-Feldspat-Gestein vorliegt mit mehr oder weniger Glimmer, wäre das Gefügebild eher ausschlaggebend bei der Benennung. Bei Gneisen sind die Mineralkörner erkennbar, nicht unbedingt mit bloßem Auge, meist aber mit der Lupe, in jedem Fall mit einem Mikroskop. Die Mineralkörner sind darin typischerweise plattgedrückt und die Glimmer liegen mehr oder weniger parallel zu der erkennbaren Schieferung. In der Regel lässt sich eine deutliche Korrelation zwischen Mineralbestand und farblich hervortretenden Streifen erkennen. Bei den rhyolithischen Gesteinen hat man oft eine selbst unter dem Mikroskop nicht differenzierbare, homogen wirkende Matrix, in der mehr oder weniger viele Mineralkörner schwimmen. Die farblich hervortretende Streifung lässt sich kaum einem auffälligen Mineralbestand zuordnen. In der Fundgegend können auch Granulite vorkommen, die ebenfalls deutlich erkennbare, eng liegende Streifen aufweisen. Das Gefüge wirkt aber eher wie feinkörniger Granit mit isometrischer Korngestalt und weniger deutlicher Ausrichtung der Mineralkörner, insbesondere der Glimmer zueinander.
Beim Gnandsteiner Bandjaspis gibt es Übergangsformen zu gröberkörnigen Schichten. Hier verlaufen aber auch die Farben weniger kontrastreich. Beispiele für Gnandsteine Bandjaspis sind hier:
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MediaDataShow?backlink=1&lokationid=53300&galerie=mineralMit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut