Glück auf zusammen,
erst einmal besonderen Dank an Oliver, ruebezahl und Werner, dass ihr euch so ausgiebig mit meiner Fragestellung beschäftigt. Ich weiß das zu schätzen

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Für mich klingen bisher alle eure Erklärungen interessant und nachvollziehbar. Danke auch für das Bild, welches meinem Nr. 2 recht nahe zu kommen scheint, Werner!
Es tut mir leid, dass mir die von ruebezahl so schön erwähnte "Korpulenz" hier auf allen Ebenen fehlt und ich daher kaum etwas beitragen kann...
Gestern hatte ich bereits eine ganze Abhandlung zur Lagerstättenlehre gelesen, was mir zwar ein wenig mehr Grundwissen vermittelt konnte, mir aber bei diesen Stücken auch keine Erleuchtung brachte. Dort stand viel über den gesamten Inkohlungsprozess und auch etwas über Fusit und das dieser manchmal mit Dolomit imprägniert sein könnte.
Jedenfalls raucht mir der Kopf und ich bin kurz vor`m Durchdrehen, weil ich alles wissen möchte, aber nur wenig verstehe und noch nebenbei versuche, ne Menge anderer "Fossilienfunde" zu bestimmen

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Wegen der Nachfrage zur Strichfarbe, die nicht an allen Stellen einheitlich ist: Vorwiegend ist es aber ein dunkles braun/grau, an manchen Stellen (vorwiegend bei Nr. 1) auch anthrazit. Jedenfalls wohl kein richtiges tiefschwarz.
Dann habe ich noch Abtragversuche gemacht. Bei Nr. 1 geht überall mit der Nadel schichtweise etwas abzuheben und darunter kommen dann wieder andere recht intakte, teils dreidimensionale Pflanzenreste zum Vorschein. Nr. 1 würde ich deshalb als annähernd homogen bezeichnen und denke, dass ich mehr dazu nicht mehr rausfinden werde.
Nr. 2 ist härter und ich kann auf der platten Seite gar keine Schicht abheben. Dort kann man feste kratzen, wo es bestenfalls etwas staubt und darunter ist es dunkelgrau. Darunter sind keine einzelnen Pflanzenreste mehr klar erkennbar. Auf der Oberseite geht es teilweise noch mühsam, etwas abzuheben. Nur Stellenweise sind darunter noch Pflanzenreste erkennbar, aber nicht mehr dreidimensional. Ich lege noch einige Detail-Fotos von Nr. 2 bei, wo man die seitliche Ansicht und auch die Schicht auf der platten schimmernden Seite besser erkennen kann.
Was ich mich hinsichtlich der Brandtheorie frage ist, ob dann nicht nur die größeren Stücke als verkohlte Reste übrig geblieben wären. Mit dem Fernglas sieht man jedoch auch kleine intakte Pflanzenreste, die dann doch wahrscheinlich verglüht, also komplett weg, sein sollten. Oder sehe ich das falsch? Sonst spräche das vielleicht doch eher für ruebezahls Aussage, dass es überhaupt nicht zu einer Inkohlung bzw. Verkohlung gekommen, sondern vorher oder parallel etwas anderes passiert sein könnte...
Vielleicht hilft das noch etwas

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Danke für eure Mühe und Geduld!
Viele Grüße aus dem Kohlenpott sendet
Christiane