Lexikon / Encyclopedia / Encíclopedia > Erledigte Diskussionen - Bilder
Barytrosetten
heli:
Hallo Stefan,
nachdem ich mir das Foto vergrößert angesehen habe, muss ich dir zustimmen.
Schaut alles verdächtig nach Calcit aus.
Grüße
Helmut
felsenmammut:
Glück Auf!
Wenn mir erlaubt sei, eine Vermutung zu äußern, so würde sie in die Richtung lauten, dass unter dem das Bild dominierenden Calcitrasen eine erste, vermutlich leicht rötlich gefärbte Barytgeneration liegt und das weiße Aggregat rechts auf der Stufe eben eine zweite Generation Baryt sein könnte. Das Bild ist schon OK. Die Bildauflösung oder Schärfentiefe reicht aber nicht aus, um die hier diskutierten Aussagen der Bildbeschriftung zweifelsfrei in einzelnen Bildabschnitten wiederzufinden.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
oliverOliver:
hallo Max,
danke für deine Interpretation - erscheint mir plausibel! Ich muss gestehen, auf die kleine weiße xx-Gruppe rechts oben hatte ich bisher gar nicht geachtet .... :-[
ga
oliver
p.s.: womit wir wieder zu meiner Ausgangsfrage zurückkämen (jetzt unter verändertem Blickwinkel): wenn über dem derben Baryt eine dicke Calcitschicht liegt, und darauf wieder Baryt sitzt - kann man dann von Baryt in 2. Generation sprechen, oder müssten die xx dafür direkt auf dem älteren Baryt sitzen?
(bei dieser Detailfrage bin ich jetzt wirklich ahnungslos)
Chrisch:
Da lt. Fundortseite außer Calcit keine weiteren Karbonate bekannt sind, muß man wohl noch nicht mal die "Tante Anneliese" befragen, sondern nur den "Onkel Salzsäule", der dann auch eventuelle Generationsfragen beantworten dürfte... älteren Baryt sehe ich da nicht wirklich.
Gruß Chrisch
felsenmammut:
Glück Auf!
schreiben wir es mal so: Mir ist bisher keine zitierfähige, allgemeingültige Literaturstelle über den Weg gelaufen, wobei ich auch bisher nie gezielt dazu recherchiert habe, in der die Verwendung des Begriffs "Generation" zufriedenstellend diskutiert und definiert wird. Insofern will ich gerne glauben, dass der Begriff "Generation" regional und je nach geologischem oder geofachbereichspezifischem Kontext variiert und Überschneidungen mit anderen Begriffen zulässt oder zumindest nicht verbietet.
Für das Erzgebirge ist das Vorkommen von (mindestens) zwei Generation Beryt flächendeckend charkteristisch aber keineswegs einzigartig. Die ältere Generation ist oft massig (Gänge bis 15 Meter Mächtigkeit) und oft durch Hämatit rötlich gefärbt. Sie kann auch weiß sein, wenn der Hämatitfarbstoff ausgegangen ist. Die häufigste aber keineswegs einzige Erscheinungsform freistehender Ausbilddungen sind kugelige Aggregate aus flachtafeligen Kristallen. Eine deutlich spätere Generation ist entweder weiß/farblos oder vielfältiger gefärbt, oft transparent, eher sparsam in der Erscheinung und daher oft und variantenreich Endflächen-terminiert und bei Sammlern nachvollziehbarer Weise sehr beliebt und begehrt. die jüngere Generation kann direkt auf der alten Generation aufsitzen oder mit soviel Zeitverzug gebildet worden sein, dass sich zwischenzeitlich andere Minerale niedergelassen haben. Die langanhaltenden, variierenden hydrothermalen Prozesse sorgten dann noch für abwechslungsreiche Pseudomorphosen, die dann gerne mal die Baryt-typischen Kristallformen noch erkennen lassen. Die hier gegebene Darstellung ist eine starke Vereinfachung ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit für jedes einzelne Vorkommen. Die Parageneseabfolge vieler erzgebirgischer Lagerstätten und Mineralvorkommen ist in der Literatur gut dokumentiert, so dass hier nur allgemein darauf verwiesen werden kann.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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