hallo Jule,
"Glück Auf" ist kein "Spruch", sondern ein Gruß, bzw. ein ernst gemeinter "Glück-Wunsch" im eigentlichen Sinn -
niemand will ja freiwillig ewig unter Tage bleiben. Aber seit Anbeginn des Bergbaus (schon im Paläolithikum auf Hornstein und Farbstoffe, intensiv dann im Neoithikum, und seit dem Jungneolithikum auch auf Kupfer) hatten viele Kumpel eben nicht das Glück, wieder nach ober Tage zurückkehren zu können - daher wünscht man sich gegenseitig, "glücklich wieder hinaufkommen" zu können - verkürzt eben "Glück Auf".
Und Glück hat es dazu immer gebraucht, und braucht es auch heute noch, wie ja das erst wenige Tage zurückliegende Unglück im polnischen Kohleabbau wieder gezeigt hat (und in Kolumbien, und und und ....)
Und im übertragenen bzw. leicht abgewandelten Sinn gilt das natürlich auch für Tagebaue - die Arbeit an den Abbauwänden ist ja auch nicht gerade ungefährlich (und oft genug tödlich), und auch wenn das "Loch" so groß ist, dass die Sonne reinscheint, befindet man sich da ja trotzdem oft mehrere Zehner- oder gar Hunderter-Meter unter der ursprünglichen Oberfläche ....
lg + GA
oliver