Hmmmmm. Aber wahrscheinlich nicht von Gd
3+.
Im Dieke Diagramm (z.B. hier: Kück, S. (2001). Laser-related spectroscopy of ion-doped crystals for tunable solid-state lasers. Applied Physics B, 72(5), 515-562. oder:
https://www.researchgate.net/figure/Energy-level-diagram-of-RE-3-in-LaCl-3-Dieke-diagram-290_fig26_225635827)
sieht man, dass der Übergang von Gd3+ in den Grundzustand einen sehr großen Energieabstand hat. Da muss man erstmal drüber. Das ist UV. Evtl hast Du so viele Photonen, dass Mehrphotonenprozesse anregen und dann eben vielleicht doch Gd3+ angeregt wird. Die Energie ist aber mindestens 32000cm-1 d.h. ca. 312 nm. Da braucht es dann eine Vervierfachung auf 266 nm (Verdreifachung auf 355 nm reicht nicht). Ist sehr unwahrscheinlich. Deshalb vermute ich, dass eine Verunreinigung leuchtet. Bei den Seltenen Erden (SE) sind häufig Spuren der anderen SE im Edukt noch vorhanden. Das kann reichen.
EDIT 1: Zur kurzen Erklärung: Das Dieke Diagramm zeigt die Lage der verscheidenen Niveaus für seltene Erden (in einer Matrix). Daraus kann man die Übergangsenergien ablesen. Bei Gd3+ liegen alle weiteren Niveaus in einigem Abstand vom Grundzustand, es braucht also viel Energie, um einer Anregung zu erreichen. Das ist jetzt eine schelle und grobe Erklärung, im Detail steckt da noch viel mehr dahinter, und - auch wenn sich so viel nicht tut - eigentlcih muss das für jedes Material extra gerechnet werden, wenn man es exakt haben will. Für grobe Abschätzungen reicht es aber auch so. Noch ein hübsches Dieke-Diagramm:
Dieke diagram J.P.FeistEDIT 2: Verunreinigungen. Grundsätzlich ist Raman Streuung (im Festkörper) um ein Vielfaches (viele Größenordnungen) weniger effizient als eine Lumineszenz. Das heisst, dass eine Raman-Spektrometer sehr empfindlich messen können muss bei zusätzlich langen Integrationszeiten. Das bedeutet natürlcih umgekehrt, dass auch sehr kleine Konzentrationen von Verunreinigungen bereits ein messbares Lumineszenzsignal hervorrufen können...
EDIT 3: Tippfehler ausgebessert - Danke Markus (etalon)
Gruß, Martin