Hoi
Der Reihe nach. Zunächst Spektren von Sm
3+ in Apatit, angeregt bei 405nm. Bei den spanischen Apatiten (vgl auch Foto) sieht man nur die Sm
3+ Emission, bei den anderen beiden gibt es noch einen Untergrund. Zum Vergleich mit Günters Daten auf seiner hompage (siehe Beitrag #41) habe ich zur Darstelliung in Raman shift für 532nm Anregung umgerechnet. Günter, ich denke, dass es Übereinstimmungen mit Deinen Apatit-Raman-Daten aus der Eifel gibt.

Lumineszierende Mineralien: Spektroskopie

Lumineszierende Mineralien: Spektroskopie

Lumineszierende Mineralien: Spektroskopie
Als Ergänzung. Die angesprochenen schnmale Sm3+ Lumineszenz in Titanit muss ich mir nochmals genauer anschauen. Eigentlich ist das so ungewöhnlich und passt nicht zu Sm3+. Ich werde berichten.
- andere SEE lassen sich deutlich leichter anregen als Gd, winzige Mengen anderer SEE multipliziert mit dieser höheren Wahrscheinlichkeit der Anregung könnte das beobachtete Spektrum produzieren.
- wir haben eine verglichen mit Apatit oder Titanit eine riesige Menge an Gd-Atomen im Kristall mit einer sehr niedrigen Wahrscheinlichkeit der Anregung. Kann dabei auch das beobachtete Spektrum entstehen?
Nochmal: Gd3+ lässt sich nur im UV mit Wellenlängen unterhalb 312nm anregen. Einen Vierphotonenprozess schliesse ich bei den von Günter genannten Bedingungen aus - da reichen die Photonendichten im Raman-Setup nicht aus.
Es handelt sich sicher nicht um eine Gd3+ Emisssion!"Riesige Mengen "eines Ions-> das führt häufige eher zu einer Lumineszenzlöschung (Stichwort: concentration quenching). Daher: Nein. Das hilft hier nicht.
Typischerweise enthält ein SE-Ausgangsmaterial (z.B. ein Oxid) mehrere andere SE-Elemente als Verunreinigung im einige bis viele ppm Bereich. Manche SE lassen sich besser voneinander trennen als andere.
Z.B. findet man häufig Spuren von Eu
3+ als lumineszierende Komponente (in synth. Material), auch wenn die Konzentration extrem gering sind: Eu
3+ ist ein sehr effizienter Emitter.
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Ein undotierter GGG (Gadolinium Gallium Granat, Gd
3Ga
5O
12) zeigt bei Anregung mit 532nm definitiv keine Emission (100e Male getestet).
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Was bleibt?
-Sicher kein Gd
3+!
-Die Peakbreite erscheint mir relativ schmal. Es könnte sich um ein Raman-Signal handeln, z.B. auch von einer Verunreinigung mit evtl auch einer organischen Substanz
-Die Lumineszenz um 545 nm ohne einen dominanten peak bei 550-555nm spricht eher gegen Er. Also vielleicht Ho?
Gruß, Martin