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Autor Thema: Orange-rötlicher Stein mit schwarzen und silbrigen Einschlüssen Ort:eh. Tagebau  (Gelesen 1779 mal)

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ChristianeausHalle

  • Gast
Liebe Forenmitglieder,

mein Name ist Christiane und ich bin einfach nur unfassbar neugierig.

Ich habe gestern am Ufer des ehemaligen, mittlerweile gefluteten Tagebau Golpa-Nord ( Ferropolis/Stadt Gräfenhainichen) einen Stein gefunden.

Der Tagebau war Braunkohlefördergebiet und wird seit 2000 geflutet durch die Mulde, aber ob das schon fertig ist kann ich nicht sagen.

Nachfolgend ein paar Bilder, wenn ihr andere möchtet mache ich gern noch mehr. Aufgenommen habe ich die Bilder im Tageslicht/gedämpftes Sonnenlicht.

Auf der Rückseite wirkt der Stein eher feinporig, ist durchgehend orange-rötlich gefärbt. Ab und zu sieht man kleine "Glitzerstellen" die ich aber nicht genauer beschreiben könnte. Eine Seite ist eher quarzig, was ja vielleicht auch die Stellen auf der Rückseite erklärt.

Die Vorderseite, weswegen ich den Stein im Wasser überhaupt erst gesehen habe, hat silbrige Reflektionen, die durch schwarzes Material begleitet werden. Die schwarzen Bereiche wirken eher glasig, lässt sich aber schwer beurteilen.

Vielleicht könnt ihr mir helfen.
Ich wohne in Halle (Saale), wenn ihr sagt es gibt Anlaufstellen um den Stein mal "persönlich" vorzustellen kann ich das auch gern machen.
Es dient lediglich meiner Neugier, einen Schatz erwarte ich nicht.

Ich sage schon einmal vielen Dank und liebe Grüße, Christiane

« Letzte Änderung: 04 Aug 22, 20:01 von guefz »

Offline oliverOliver

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  • REsearch and destroy
    • naja ....
hallo Christiane,
herzlich willkommen im MA!
Ein kleiner Hinweis: laut Forenregeln sind fremdverlinkte Bilder nicht erlaubt (und werden früher oder später gelöscht) - daher bitte die Fotos direkt im Forum als Anhang hochladen (Button "Anhänge und andere Optionen")
danke + ga
oliver

ChristianeausHalle

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Ach danke für den Hinweis, dann hab ich das falsch verstanden oder nicht richtig gelesen. Das ändere ich direkt bzw. lade die Bilder noch mal hoch. Sind die denn so in Ordnung?

Offline Lynx

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Hallo Christiane

Wir haben einen Einsteigerguide zusammengestellt:

      https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Einsteigerguide/Kapitel%C3%BCbersicht

Für Bestimmungsfragen bitten wir, insbesondere den Teil

      https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Einsteigerguide/Fragen%20zur%20Bestimmung

zu durchzulesen und soweit möglich die dort angeführten Fragen zu beantworten. Für uns alle machen es die Antworten auf diese Fragen einfacher, eine sinnvolle Einschätzung des vorgelegten Fundstückes abzugeben.

Bitte beachtet: Um zu vermeiden, dass Anfragen ohne weiteren Informationsgehalt unnötig gespeichert werden, behält sich das Moderatorenteam vor, solche Themen auch ohne weitere Ankündigung zu löschen. Den Nutzern steht es frei, die Bestimmungsanfrage geeignet (d.h. unter Beachtung des Einsteigerguides und mit möglichst aussagekräftigen Bildern sowie weiterer nützlicher Information) als neues Thema zu stellen.

Vielen Dank für die Mithilfe!

Offline vandendrieschen

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Ich merk schon, das Gelbe vom Ei ist das noch nicht so mit dem Einsteigerguide.

Sie hat doch alles beantwortet, wie es auch im Guide steht.

Der genaue Fundort:
am Ufer des ehemaligen, mittlerweile gefluteten Tagebau Golpa-Nord ( Ferropolis/Stadt Gräfenhainichen)

Die Fundsituation
Der Tagebau war Braunkohlefördergebiet und wird seit 2000 geflutet durch die Mulde.

Ist der Stein homogen oder inhomogen?
Auf der Rückseite wirkt der Stein eher feinporig, ist durchgehend orange-rötlich gefärbt. Ab und zu sieht man kleine "Glitzerstellen" die ich aber nicht genauer beschreiben könnte.

scharfes Foto des gesamten Steins
Nachfolgend ein paar Bilder, wenn ihr andere möchtet mache ich gern noch mehr. Aufgenommen habe ich die Bilder im Tageslicht/gedämpftes Sonnenlicht.

Oberfläche anders als Inneres?
Die Vorderseite, weswegen ich den Stein im Wasser überhaupt erst gesehen habe, hat silbrige Reflektionen, die durch schwarzes Material begleitet werden. Die schwarzen Bereiche wirken eher glasig, lässt sich aber schwer beurteilen.


Und trotzdem muss immer wieder auf den Einsteigerguide hingewiesen werden, weil was nicht genau beantwortet zu sein scheint.

Alles andere umfasst ja schon eine intensivere Beschäftigung mit dem Stück und etwas mehr Erfahrung, dass man am Ende wohl selber drauf kommt um was es sich handelt.

Die Frage Antwort Muster sind immer gleich geblieben, trotz Guide.

Viele Grüße
Juliane
« Letzte Änderung: 04 Aug 22, 21:29 von vandendrieschen »

ChristianeausHalle

  • Gast
Vielen Dank für die Aufarbeitung meines Textes.

Ich hatte den Guide ja gelesen und ehrlich gesagt etwas wie eine Fragenauflistung erwartet, so wie es jetzt aufgearbeitet wurde.
Dann hät ich den einfach kopiert und die Antworten unter den Fragen nieder geschrieben.

Aber ich hatte extra noch mal geschaut ob ich alles so weit beantwortet habe.

An Salzsäure kommt man doch gar nicht so einfach ran oder? Und ehrlich gesagt, wenn ich den nur für einen Stein bräuchte den ich mal gefunden habe dann würde ich mir die nicht extra kaufen.

Da wüde ich eher zu einem geologischen Insitut oder einer Mineralienbörse o.ä. gehen und 5-10€ bezahlen für das Material und die Umstände. Ich bin aber, wie gesagt, auch nur neugierig und nicht weiter an Mineralien interessiert.

Deswegen fragte ich alternativ nach einer Anlaufstelle.

Das eine Einschätzung nur unter Vorbehalt erfolgen kann ist mir auch klar. Wie sollt ihr das auch einschätzen, nur anhand ein paar Bilder.


Offline guefz

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Bei dem hell glänzenden Material würde ich vermuten, dass man das in ganz dünnen Täfelchen abspalten kann. Diese Täfelchen sind dann üblicherweise biegsam. Das wäre dann Glimmer, den gibt es in hell und dunkel und diversen Arten, so dass eine genauere Ferndiagnose schwierig wird. Kannst du das mal prüfen?

Günter

ChristianeausHalle

  • Gast
Also ich habe probiert, stelle mich aber sicher blöd an und hab irgendwie keine Ahnung mit welchem Werkzeug ich das machen soll.

Das Glänzende ist eher porös und löst sich in kleinen Schuppen, es bricht eher als das es sich biegt.

Im Anhang noch mal ein Video. Vom Gefühl würde ich sagen, all das rote könnte runter.

Der Stein hat auch keinen besonderen Geruch, sollte das noch eine wichtige Info sein. Riecht halt nach See.

Offline Sargentodoxa

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Hallo
Das Problem von Gesteinen, die in gefluteten ehemaligen Braunkohletagebauen aufgesammelt werden, ist, das sie mit einer "eisenoxid/hydroxid" Schicht überzogen sind. Dies erschwert nun mal das Bestimmen ungeheuer. Quarz und Dunkelglimmer (Biotit) sind zu erahnen aber ... Diese braune Schicht fällt jetzt besonders bei der Hitze aus und ich kenne es z.Z. besonders, wenn man in diesen Gewässern badet. Der Boden der Dusche daheim ist voller "Rost" Werner aus der Lausitz

ChristianeausHalle

  • Gast
Hallo Werner,

also ein expliziter Eisengeruch ist mir nicht aufgefallen. Weder am Stein noch am Gewässer, aber das klingt sehr sinnvoll.

Gäbe es denn eine Chance, das irgendwie zu entfernen? Reizen würde mich das alles sehr.

Offline Fabian99

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Ich merk schon, das Gelbe vom Ei ist das noch nicht so mit dem Einsteigerguide.
...

Viele Grüße
Juliane

Hallo Juliane,

ein Wiki-Grundsatz: Sei mutig!
Änderungen werden gespeichert, der alte Zustand kann bestimmt reaktiviert werden.
Verbesserungen sind erwünscht. Also nicht nur anmerken - handeln!

LG

Offline smaragd123

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Moin,

rein geologisch würde ich mal vermuten, dass es sich nicht um ein autochthones Gestein handelt (also eins welches an Ort und Stelle entstanden ist). Wenn man sich die Regionalgeologie anguckt sieht man, dass es sich hauptsächlich nur um nicht-bindige Lockersedimente (Sand, Kies,...) handelt die während der pleistozänen Eiszeiten glazial und/oder äolisch (durch Wind) abgelagert wurden. Neben den feineren Sedimenten bringen die Gletscher der Eiszeit auch größere Gesteinsbrocken mit, sogenanntes Geschiebe. Dieses ist aufgrund des langen Transportweges zwar meist eher rundlich geformt, wohlmöglich unterlag dein Geschiebebrocken einfach noch späterer sekundärer Verwitterung (So entstand auch die Fe-Färbung).
Aufgrund des Verwitterungsgrads kann man aber trotzdem nur vermuten um was es sich handelt. Vermutlich um ein stark verwittertes magmatisches/metamorphes Gestein aus dem skandinavischen Schild.

Grüße Noah

ChristianeausHalle

  • Gast
Hallo ihr Lieben,

danke erstmal für eure zahlreichen Antworten.

Ich habe, nur ganz kurz, hier im Forum mal gelesen wie man das Eisenoxid entfernen könnte und trau mich den Umgang mit Chemikalien nicht zu. Und da ich zwei Hunde habe und selbst nicht immer ganz sorgfältg bin möchte auch keine Säuren hier haben.

Aber könnte man vielleicht mit Rostfleckenentferner für Steinplatten arbeiten? Einfach um den Stein etwas sauberer zu bekommen? Ich dachte daran den Stein großzügig einzusprühen oder auch mal das Mittel länger einwirken zu lassen und dann vielleicht mit einer groben Bürste, Nagelbürste vielleicht, etwas von dem Material abzutragen.

Könnte das helfen?

Offline vandendrieschen

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Hallo Juliane,

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LG
Ich möchte gern helfen und nehme mich dem mal im Urlaub an. Aber ich möchte auch nicht das Werk der anderen zerteilen. Grundsätzlich ist der Guide gut und wird ja auch gelesen, wie wir erfahren haben. Wir müssen aber erstmal um die erste Kurve kommen, damit wir schon die grundlegenden Fragen einfangen können, die immer wieder auftauchen. Derzeit schert es uns schon auf der Geraden aus - und im bestfall eine erste qualitative Bestimmung abgegeben werden kann, ohne dass Zweifel (und Nachfragen) aufkommen, ob der Guide vorher schon gelesen wurde.

Viele Grüße
Juliane

Einen Bearbeitungsbutton habe ich nicht gefunden. Mit den Seiten erstellen habe ich irgendwie noch nicht ganz kapiert. Soll hierüber www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Einsteigerguide/Kapitel%C3%BCbersicht eine neue Seite angelegt werden? Wird die in eine Art Namensraum angelegt oder direkt veröffentlicht?
« Letzte Änderung: 05 Aug 22, 22:36 von vandendrieschen »

Offline Tycho88

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  • Beiträge: 342
  • Norddeutscher Seenotruf mit 3 Buchstaben.. O-HA
Hallo Christiane,

hier schreibt ein Christian  ;D

>>Das Glänzende ist eher porös und löst sich in kleinen Schuppen, es bricht eher als das es sich biegt.
Im Anhang noch mal ein Video. Vom Gefühl würde ich sagen, all das rote könnte runter.<<

kleine Schupen .. das sieht stark nach Glimmer aus ( wenn er dunkel ist es Biotit sein)

Bevor du Chemikalien zum Reinigen verwendest, würde ich den einfach(st)en Weg mittels Fit/Spüli und ner alten Zahnbürste probieren...löst sich da was braunes ?? Dann weitermachen  ;) .. man kann auch noch ein kleines Ultraschallbad für Brillenetuis verwenden oder auch den Geschirrspüler

Gruß Chris