Glück Auf! Mathias83,
Du hast vieles richtig gemacht und das ist lobenswert:
- Du interessierst Dich für Steine
- Du hast einen für Dich interessanten Stein gefunden und Dich gefragt was er ist (und wie er entstanden ist).
- Du hast den Mineralienatlas-Fossilienatlas gefunden bei Deinen Bemühungen mehr über den Stein zu erfahren.
- Du hast Dich als Mitglied angemeldet im Mineralienatlas-Fossilienatlas.
- Du hast eine Diskussion gestartet und um Hilfe bei der Bestimmung gebeten.
- Du hast auf Deinen Neulingsstatus hingewiesen und eine erste Vermutung bei der Bestimmung mitgebracht.
Der Einsteigerguide mag Dir entgangen sein, aber inzwischen weißt Du, dass es ihn gibt. Wir - die Mineralienatlas-Fossilienatlas-Gemeinde - freuen uns immer, wenn Menschen jeden Alters von überall her Steine faszinierend finden und mehr darüber erfahren wollen. Am Anfang steht man oft etwas ratlos da, weil jeglicher Hinweis fehlt, wo das Expertenwissen herzubekommen ist. Da ist es Gold wert, dass es den Mineralienatlas gibt, auch wenn mancher Beitrag nur Katzengold enthält. Der Mineralienatlas-Fossilienatlas lebt vom freiwilligen Engagement seiner Mitglieder - sowohl beim Ausbau des Lexikons, als auch beim Diskutieren. Viele Diskussionen und Lexikonbaustellen konkurieren um das Engagement der Mitglieder. Und Mitglieder engagieren sich gerne da, wo es sie motiviert.
Bestimmungsanfragen sind ein Grundstein, um das Interesse an Steinen zu steigern, gerade bei Neulingen. Nach einiger Zeit und vielen Hinweisen und Fachbegriffen, von denen viele im Lexikon erklärt und im Zusammenhang mit vielen anderen Begriffen dargestellt sind, entwickelt man ein erstes Verständnis, um sich auch selber in frei verfügbare Literatur einzulesen. Viele neue Fundobjekte kann man dann selber bestimmen. Wenn doch mal ein seltsamer Fall auftritt, weiß man ja, wo man gegebenenfalls nachfragen kann und ob man mit der eigenen Vermutung auf der richtigen Spur ist.
Für die Experten auf der anderen Seite sind Bestimmungsanfragen ein sehr komplexes Feld, dass der Neuling oft nicht ansatzweise erahnt. Ferndiagnosen machen die Sache noch schwieriger. Gute Fotos, genaue Angaben zu Fundort und Fundumständen sowie eine detaillierte Beschreibung sind die Anhaltspunkte die man hat, um dem Fundobjekt einen Namen zu geben können. Der Einsteigerguide dient hierzu als Leitfaden, relevante Informationen zusammenzutragen und eine für den Leser attraktive und zum Anschauen und Beantworten motivierende Bestimmungsanfrage zu stellen. Aber auch mit einer gut zusammengestellten Bestimmungsanfrage gibt es keine Garantie für eine Namensfindung. Oft ist das Bestimmungsergebnis enttäuschend - manchmal, weil man mit zu hohen Erwartungen an die Benamung des spektakulären Funds herangegangen ist, manchmal, weil wichtige Merkmale nicht zu erkennen sind oder nicht bestimmt werden (können).
So möchte ich zum Schluss noch auf eine Eigenheit der Steine hinweisen: Steine sind ausdauernd und geduldig.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut