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Privatverkäufe über Ebay und andere Verkaufsplattformen ab 1.1.2023
cmd.powell:
Moin und ein frohes neues Jahr euch allen
--- Zitat von: etalon am 01 Jan 23, 16:14 ---ich frage mich dabei vor allem: Wie soll das technisch funktionieren? Sind die jeweiligen Plattformen dafür verantwortlich, jeden Verkauf an das Finanzamt zu melden? Ich weiß nicht, wie viele tausend Verkäufe alleine auf Ebay jeden Tag statt finden. Wer soll das im FA zuordnen und prüfen, ab wann jemand >30 Verkäufe im Jahr oder/und >2000,-€ im Jahr plattformübergreifend durch Verkäufe eingenommen hat?
Das ist meiner Meinung nach völlig illusorisch und ein weiteres völlig schwachsinniges Vorhaben, welches weder kontrolliert noch durchgesetzt werden kann…
--- Ende Zitat ---
Ich wäre mit solch einer Annahme sehr vorsichtig! Gerade auf den populären Plattformen treiben sich genug arbeitslose Anwälte rum die nix besseres zu tun haben, als irgendwen irgendwo anzuschwärzen nur um ein paar Euronen nebenbei zu machen. Wenn man sein Auto irgendwem verkauft und dann vielleicht auch noch bar kassiert bekommt das wahrlich niemand mit aber bei großen Online-Plattformen wäre ich da etwas vorsichtiger.
Außerdem sollten wir davon ausgehen, das dieser Gesetzentwurf für die Plattformbetreiber und vor allem die Finanzämter nicht aus heiterem Himmel kommt und die schon entsprechend vorbereitet sind. Bleibt also wirklich nur zu hoffen das diese Änderungen die Börsenlandschaft wiederbelebt...
P.S.: Was mir gerade noch einfällt: Wie steht es eigentlich mit ebay.com, der internationalen Seite von ebay. Sind die auch verpflichtet alle Transaktionen an das deutsche Finanzamt zu melden oder umgehe ich den ganzen Zirkus indem ich meine Felsen etc. in Zukunft international verkaufe?
etalon:
--- Zitat --- Ich wäre mit solch einer Annahme sehr vorsichtig! Gerade auf den populären Plattformen treiben sich genug arbeitslose Anwälte rum die nix besseres zu tun haben, als irgendwen irgendwo anzuschwärzen nur um ein paar Euronen nebenbei zu machen.
--- Ende Zitat ---
Und was sollen die machen? Von denen weiß keiner, was ich bei meiner Steuererklärung angebe oder auch nicht. Es geht ja nicht darum, dass man nicht mehr als 30 Verkäufe oder 2000,-€ tätigen/einnehmen darf. Man muss es halt irgend wann nur versteuern und ein Gewerbe anmelden. Also sehe ich irgend welche profilneurotischen Anwälte nicht als die große Bedrohung…
--- Zitat --- Außerdem sollten wir davon ausgehen, das dieser Gesetzentwurf für die Plattformbetreiber und vor allem die Finanzämter nicht aus heiterem Himmel kommt und die schon entsprechend vorbereitet sind.
--- Ende Zitat ---
Ja, das hat die jüngere Vergangenheit deutlich gezeigt, dass aus Berlin und Brüssel nur bis ins Kleinste durchdachte und in der Umsetzung bei den Behörden mögliche Gesetze auf den Weg gebracht werden! ;D ;D
Vor allem was Digitalisierung und Vernetzung angeht sind deutsche Behörden bekanntermaßen ganz vorne mit dabei. Auch Datenschutz und Datentransfer spielen in unserem Land kaum eine Rolle. ;D ::)
Ich hoffe, man konnte meinen triefenden Sarkasmus ob dieses Unterfangens erkennen… ;D ;D
Nix für ungut, aber da kann ich nur mit dem Kopf schütteln… ;D
Grüße Markus
Stronkolo:
Hallo,
Man kann das natürlich als sportliche Herausforderung sehen und abwarten ob das Finanzamt effektiv arbeitet.
Oder man meldet ein Kleinstgewerbe an und hat seine Ruhe.
Mir ist bei ebay in den letzten Jahren allerdings aufgefallen, das viele Verkäufer, die ja immer nur Material aus ihrer
'persönlichen, privaten' Sammlung angeboten haben ::), nach und nach zu Gewerbetreibenden mutiert sind.
Ob durch freundliche Schreiben vom Finanzamt oder eigene Entscheidung kann ich leider nicht sagen. ;D
Grüße
Andreas
vandendrieschen:
--- Zitat von: cmd.powell am 01 Jan 23, 19:06 ---Sind die auch verpflichtet alle Transaktionen an das deutsche Finanzamt zu melden oder umgehe ich den ganzen Zirkus indem ich meine Felsen etc. in Zukunft international verkaufe?
--- Ende Zitat ---
Finanzämter hassen diesen Trick.
ruebezahl:
Glück auf,
--- Zitat von: etalon am 01 Jan 23, 16:14 ---ich frage mich dabei vor allem: Wie soll das technisch funktionieren? Sind die jeweiligen Plattformen dafür verantwortlich, jeden Verkauf an das Finanzamt zu melden? Ich weiß nicht, wie viele tausend Verkäufe alleine auf Ebay jeden Tag statt finden. Wer soll das im FA zuordnen und prüfen, ab wann jemand >30 Verkäufe im Jahr oder/und >2000,-€ im Jahr plattformübergreifend durch Verkäufe eingenommen hat?
--- Ende Zitat ---
Das, denke ich, schaffen die Plattformsysteme schon, und gemeldet wird an zentrale Finanzbehörden. Mit entsprechenden Kenndaten (nur z.B. Konto :-X) geht das auch plattformübergreifend weiter.
Woraus aber zunächst einmal nichts automatisch erwächst. Denn: private Veräußerungsgewinne waren schon vorher oberhalb der Freigrenze steuerpflichtig - immer mit der Frage, wann überhaupt ein privater Veräußerungsgewinn vorliegt. Das festzustellen - und da stimme ich Deiner sonstigen Einschätzung zu - das werden sich die Finanzämter nie aufladen können, sie haben es schon bisher kaum getan, inzwischen wird ja auf die Belegeinreichung nur zur normalen Steuererklärung verzichtet.
Man hofft hiermit wohl, die dicken Fische herausfiltern zu können, denen man einen gewerbsmäßigen Geschäftsumfang nachweisen könnte.
Allerdings erscheinen die Schwellenwerte recht niedrig. Da wird zu viel über zu viele übermittelt und gespeichert(?).
Bedenklich sind daher solche Gesetze durchaus, die Verzahnung von Plattformen und Behörden ist mit Argwohn zu betrachten, digital und durchsichtig fangen beide mit d an...
MfG ruebezahl
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