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Autor Thema: Könnte das wirklich ein Opal sein? / ja, incl: Diskussion zu eingefärbten Andamooka-Opalen  (Gelesen 3110 mal)

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Offline Nathalie

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Hallo liebes Forum,

ich habe sehr günstig (im niedrigen zweistelligen Bereich) einen Stein ersteigert, der als Opal eingestellt worden war und weit unscheinbarer und kleiner aussah, so dass es nur wenige Mitbietende gab. Es war eine Privatauktion, der Stein aus dem Nachlass, dazu gab es noch zwei Tripletten einfach gratis hinzu. Meine Frage: Kann das tatsächlich ein Opal sein? War das also ein Glückstreffer? Oder ist es einfach nur ein hübscher bunter Stein?
Hinzugefügt sei: Er erscheint mir recht leicht, was aber auch an der Form (Cabochon) liegen mag. Zudem ist die Oberfläche nicht glänzend poliert (oder heißt es geschliffen?), wie man das doch wahrscheinlich bei einem teureren Stein täte.
Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen?

Liebe Grüße,
Nathalie

Offline Nathalie

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Re: Könnte das wirklich ein Opal sein?
« Antwort #1 am: 09 May 23, 19:02 »
Hier noch ein Bild der Unterseite.

Offline Bruno80090

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Re: Könnte das wirklich ein Opal sein?
« Antwort #2 am: 09 May 23, 19:10 »
Meiner Meinung nach geht es sicher über eine Opal. Es wäre auch interessant die Ursprung zu kennen. Haben Sie mehr Informationen hierüber ? ... und über die Abmessungen ?
In jedem Fall geht es um eine sehr schöne Stück auf Grund der Farben...

Offline Nathalie

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Re: Könnte das wirklich ein Opal sein?
« Antwort #3 am: 09 May 23, 19:22 »
Danke für die rasche Antwort  :)

Zum Fundort weiß ich leider nichts (nur, dass er aus Australien kommt).
Die Abmessungen sind ungefähr 3 x 2 x 1,3 cm, wobei Breite und Höhe je der größte Wert sind - die Seiten und die Höhe laufen rautenförmig je auf einen Maximalpunkt zu.

Offline smoeller

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Re: Könnte das wirklich ein Opal sein?
« Antwort #4 am: 09 May 23, 19:30 »
Hallo,

Würde schon sagen, dass es ein Opal ist. Diese speziellen Opale kommen von Andamooka,meine ich.Da gibt es bei youtube einige Videos, wo die Opalgruben dort gezeigt werden und die Funde. Im Gegensatz zu den bekannteren Fundorten, wo der Opal in Spalten oder Knollen in Sandstein oder Limonit vorkommt, findet man in Andamooka häufiger solche Mischungen aus Quarz bzw. Quarzit (das weiße an dem Stein) und Opal. Bei den meisten dunkleren Stücken im Internet ist das Material künstlich gefärbt (oft durch Reduktion organischer Verbindungen mit Schwefelsäure wie bei den Achaten früher).

Glück Auf!
Sebastian

Offline Klaus Schäfer

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Re: Könnte das wirklich ein Opal sein?
« Antwort #5 am: 09 May 23, 19:30 »
Hallo Nathalie,

Dein Opal ist ein dunkel eingefärbter Andamooka-Opal. Deshalb ist auch seine Politur nur ungenügend.


Offline Nathalie

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Re: Könnte das wirklich ein Opal sein?
« Antwort #6 am: 09 May 23, 19:43 »
Danke für die raschen Antworten! Ich hatte nicht damit gerechnet, dass der Opal echt ist. Das freut mich!  :)

Ist das Einfärben von Andamooka-Opalen häufig (wie bei dunklen Welos?) und ist davon auch das Opalisierende betroffen?
Auch wenn das bei Opal ja immer schwer zu sagen ist: was würdet ihr sagen, wieviel er ungefähr wert ist?
Danke für eure Antworten!

Liebe Grüße,
Nathalie
« Letzte Änderung: 09 May 23, 20:04 von Nathalie »

Offline Nathalie

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Re: Könnte das wirklich ein Opal sein?
« Antwort #7 am: 09 May 23, 20:03 »
@Sebastian Danke auch für den Tipp zu den Youtube-Videos. Da werde ich am Wochenende reinschauen :) Das habe ich bisher noch gar nicht gemacht.

Offline oliverOliver

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Re: Könnte das wirklich ein Opal sein?
« Antwort #8 am: 10 May 23, 13:31 »
Zitat
was würdet ihr sagen, wieviel er ungefähr wert ist?

Opale dieser Art gab es früher oft in Ramsch-Trommelstein-Sets - meist überwiegend hellgrau mit einigen mehr oder weniger opalisierenden Bereichen. Ich hatte als Kind auch so einen  ;D
Von da her würde ich mir zum Wert nicht allzu große Hoffnungen machen .....


Offline Nathalie

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Re: Könnte das wirklich ein Opal sein?
« Antwort #9 am: 10 May 23, 17:49 »
Hallo Oliver,

danke für deine Einschätzung.
Ein bisschen Hoffnung mache ich mir noch...er hat schon extrem viel Feuer (was mich hat eine Fälschung denken lassen), wurde wahrscheinlich gefärbt, und die Unterseite gerade geschliffen. Die Mühe macht man sich eigentlich nicht, denke ich, wenn der Stein auf dem Grabbeltisch landet. Zudem wurden Tripletten und kleine Opalmosaiks vermutlich aus dem selben Nachlass als Geschenk einfach dazugegeben. Scheint also eher aus der Sammlung eines Erwachsenen.

Dafür, dass er Teil einer Trommelsteinsammlung o.Ä. gewesen sein könnte, spricht jedoch, dass er nicht wirklich poliert ist und dadurch minderwertiger wirkt, denke ich  ???

Vielleicht nehme ich ihn mal mit zu meinem Lieblingshändler und frage, ob er kostenlos vor Ort einen Blick darauf wirft.

Was mich auch irritiert ist übrigens sein Gewicht. Bei der Größe ungefähr 7 g. Ich hätte intuitiv gedacht, er würde schwerer sein.

Liebe Grüße,
Nathalie

Offline ruebezahl

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Re: Könnte das wirklich ein Opal sein?
« Antwort #10 am: 10 May 23, 18:01 »
Glück auf Nathalie,

Was mich auch irritiert ist übrigens sein Gewicht. Bei der Größe ungefähr 7 g. Ich hätte intuitiv gedacht, er würde schwerer sein.

Das ist normal, die sind nicht schwer, Opal ist amorphe wasserhaltige Kieselsäure,  Dichte ca 2 g/cm3.  Die Matrix gibt auch nicht viel dazu.

VG Uwe

Offline Nathalie

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Re: Könnte das wirklich ein Opal sein?
« Antwort #11 am: 10 May 23, 23:39 »
Hallo Uwe!

Danke für die Info!
Ich dachte schon, das sei irgendein künstliches Gemenge.
Ich bin wirklich gespannt, was zu dem Stein gesagt würde, wenn er tatsächlich jemandem vor Ort vorliegt. Schade fänd ich, wenn auch das Opalisierende irgendwie gefärbt wäre. Mir erschließt sich auch nicht ganz, warum die Matrix oft eingefärbt wird. Natürlich ist doch viel schöner  :)

Hallo Nathalie,

Dein Opal ist ein dunkel eingefärbter Andamooka-Opal. Deshalb ist auch seine Politur nur ungenügend.


Was ich dich gern noch fragen wollte, Klaus: Inwiefern bedingt das Einfärben eine ungenügende Politur? Ich meine, auch eingefärbte Opale gesehen zu haben, deren Politur gut war.
Meinst du, das war eventuell ein selbst durchgeführter Färbeversuch, weshalb die dunkle Farbe so unregelmäßig ist, oder kann die Fabe verbleichen?

LG,
Nathalie

Offline argentit

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Re: Könnte das wirklich ein Opal sein?
« Antwort #12 am: 11 May 23, 07:30 »
Hallo Nathalie,

Andamooka Opale werden mit Zuckerlösung behandelt und danach mit Schwefelsäure erhitzt. Dabei wird der Zucker, der in die feinen Poren der Matrix eingedrungen ist in Kohlenstoff (schwarz) umgewandelt. Das macht man, um den Kontrast des Opales zur Matrix zu erhöhen. Die eigentliche Opal-Substanz bleibt dabei unberührt.   

Matthias

PS: dein Stück ist ganz sicher ein Opal

Offline michaelh

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Re: Könnte das wirklich ein Opal sein?
« Antwort #13 am: 11 May 23, 08:03 »
Hallo Nathalie
Zu deiner Aussage, dass man sich doch nicht die Mühe für Grabeltischware macht, kann ich dir nur sagen, dass diese Art von Steinen in Massen behandelt werden, in Ländern wo die dafür ein paar Euro am Tag bekommen

Grüße Michael

Offline Klaus Schäfer

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Re: Könnte das wirklich ein Opal sein?
« Antwort #14 am: 11 May 23, 08:15 »
Hallo Nathalie,

Beim gefärbten Andamooka Opal ist die Opalsubstanz in Sediment eingebettet. Ich habe dir mal drei Beispiele angehängt. Diese Steine sind noch ungefärbt. Man erkennt ganz gut die porige Struktur.

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Könnte das wirklich ein Opal sein? / ja, incl: Diskussion zu eingefärbten Andamooka-Opalen
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Um dem Fundort gerecht zu werden, muss man allerdings betonen, daß es von Andamooka auch erstklassige Vollopale gibt, die hohe Karatpreise rechtfertigen.