https://edelsteintage-bremen.dehttps://crystalparadise.de/https://www.mineralbox.biz

Autor Thema: Diverse Funde: Bayern / Unterfranken, Bezirk / Main-Spessart, Karlstadt  (Gelesen 2304 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline ^mc

  • *
  • Beiträge: 4
Hallo zusammen,

seit einiger Zeit hat mein Sohn (6 Jahre alt) gefallen am "Steine sammeln" gefunden.
Nach einigen gekauften Ausgrabungssets sind wir jetzt zu "echten" Ausgrabungen gewechselt..

Um den Aufwand möglichst gering zu halten haben wir in direkter Umgebung zwei verschiedene Lokationen aufgesucht und waren durchaus erfolgreich (aus unserer Sicht).

Neben unzähligen Geoden, die nach meinem Veständnis hier bei uns typischerweise Calcit enthalten haben wir auch einige Dinge gefunden die etwas aus dem Rahmen fallen.

Ich würde meinem Sohn gerne erklären, was genau wir da gefunden haben, aber dafür fehlt mir leider das Know-How.
Da auch ich voll Mineralienfieber bin, versuche ich mich einzulesen, aber das ist echt teilweise harte Kost, wenn man sonst davon keine Ahnung hat...

Ich hoffe ihr könnte mir bei der Bestimmung helfen.
Teilweise hat das mit dem Fokus nicht so ganz hingehauen, aber das wesentliche sollte zu erkennen sein.

Zu den Fundorten:

Lokation 1:
Deutschland / Bayern / Unterfranken, Bezirk / Main-Spessart, Landkreis / Karlstadt
Eine Sandgrube , ggf. auch Abraumhalde direkt neben einem aktiven Steinbruch (der leider abgesperrt ist)

Lokation 2:

Eine alte Tongrube in der massenhaft Geoden zu finden sind. Als Lokation hier direkt nicht verfügbar.
Aber als Geotop hier beschrieben: https://www.umweltatlas.bayern.de/standortauskunft/rest/reporting/sb_geotope/generate/Geotope.pdf?additionallayerfieldvalue=677A018

Funde:

Wir haben unsere Funde entweder eingepackt wenn Kristalle daran zu erkennen waren, oder wenn diese im Vergleich auffällig waren

Lokation 1 (Sandgrube bei Karlstadt):

Fund1:Dino-Ei oder Betonklumpen ;) Dateiname: Dino-Ei
Farbe: beige
Größe: ca. 8 x 5 cm
Gewicht: nicht gewogen, aber in der Hand sehr schwer
bröselige Oberfläche

Ich habe mehrfach mit dem Hammer draufgeschlagen, passiert ist aber nicht viel
Die Beschädigungen auf der Oberfläche sind vom Hammer

Fund2:Kristallkugeln?Wir haben den Stein nur mitgenommen, da er "seltsame" Kugeln auf der Oberfläche hat.Um was handelt es sich hierbei?
Dateiname: Kugeln
Farbe: grau
Größe: ca. 4x5 cm
Normaler Schotterstein wie sie hier überall herum liegen.

Fund 3:Mein Sohn hat diese Steine angeschleppt.Aus meiner Sicht sind das typische Kalkplatten.
Die Frage hierbei, sind das Fossilien bzw. Abdrücke davon? Und wenn ja, lässt sich das Fossil irgendwie bestimmen?
Dateiname: Fossilien
Farbe: grau/beige
Größe: ca. 10x10 cm jeweils

Lokation 2 (Tongrube bei Wiesenfeld):
In der Tongrube vor Ort gibt es vor allem dunkelbraunen / dunkelroten Boden.Wir waren dort um Drusen zu sammeln.
Was so garnicht dahin gepasst hat ist auf dem letzten Bild zu sehen.Auf der einen Seite dachte ich mir, ist halt eine Schieferplatte oder ähnliches, aber das Loch?
Handelt es sich hierbei in irgendeiner Weise um ein Artefakt?Größe: ca 20 x 10 cm
Wäre echt klasse, wenn ihr mir helfen könnt.Ich hoffe ich habe ausreichend Infos geliefert. Falls noch etwas fehlen sollte, oder mehr Fotos benötigt werden, dann lasst es mich wissen.

Danke im Voraus!


Offline pseudonym

  • ******
  • Beiträge: 1.237
Das untere ist Stück Dachschiefer ....

Online wolfi

  • Sponsor 2024
  • *
  • Beiträge: 1.828
  • Ich liebe dieses Forum!
Servus,

und der Rest ist normaler Kalkstein.
Servus + Glück auf
Wolfi

Achim2354235

  • Gast
Hallo,

wir finden das sehr nett, dass du das Mineralien- oder Steinesammeln zusammen mit deinem 6-Jährigen Sohn entdeckt hast und jetzt voll eingestiegen bist. Wir können uns vorstellen, einen kleinen Radiobeitrag mit Euch zu machen, gerne auch mit einem Experten, der mit dabei ist und die Funde dann gleich bestimmt. Wollen wir mal darüber sprechen?

Eine Antwort gerne auch an unsere allgemeine Adresse mainfranken@br.de senden!

Viele Grüße,
Achim Winkelmann
BR Studio Würzburg


Offline ^mc

  • *
  • Beiträge: 4
Vielen Dank nochmals an die "Analysten", auch wenn nichts spezielles dabei ist... aber wir haben trotz allem jedem Menge Drusen zum knacken und überraschen lassen ;)


Hallo,

wir finden das sehr nett, dass du das Mineralien- oder Steinesammeln zusammen mit deinem 6-Jährigen Sohn entdeckt hast und jetzt voll eingestiegen bist. Wir können uns vorstellen, einen kleinen Radiobeitrag mit Euch zu machen, gerne auch mit einem Experten, der mit dabei ist und die Funde dann gleich bestimmt. Wollen wir mal darüber sprechen?

Eine Antwort gerne auch an unsere allgemeine Adresse mainfranken@br.de senden!

Viele Grüße,
Achim Winkelmann
BR Studio Würzburg

Mit dieser Antwort nimmt der Post noch mal eine ganz andere Wendung...
Ich würde mich dann mal melden, auch wenn mein Sohn meinte "Ich weiß garnicht was ich da sagen soll" :D

Offline Geomaxx

  • *****
  • Beiträge: 764
  • Colligo, ergo sum.
Hi Michael,
bei der Lokation 1 dürfte es sich ja um die Sandgrube auf Eußenheimer Flur handeln, hier werden pleistozäne (eiszeitliche) Flugsande abgebaut.
guckstu:
https://www.umweltatlas.bayern.de/standortauskunft/rest/reporting/sb_geo_aufschluss_geologie/generate/Aufschluss_Geologie.pdf?download=false&ids=17671&dsurl=https%3A%2F%2Fwww.umweltatlas.bayern.de%2Fmapapps%2F..%2Farcgis%2Frest%2Fservices%2Fgeologie%2Fgeologie_ftz%2FMapServer%2F7&layerfieldname=complexid&additionallayerfieldname=complexid&additionallayerfieldvalue=40000018443225

Aber, wie Du schon beschrieben hast, wird dort auch einiges an Fremdmaterial gelagert.
Das Dinoei ist ein gerundetes Stück vermutlich von Zellenkalk aus dem Mittleren Muschelkalk, steht hier in der Nachbarschaft mancherorts direkt an.
Bei den Kristallkugeln dürfte es sich um eine Art Kalksinter-Kruste handeln, auf einem Stück Kalkstein aus dem Muschelkalk
Das dritte ist ein Kalkstein mit Verwitterungsspuren, rechts möglicherweise uch Bioturbations-Spuren (Durchwühlen von Sedimenten durch Organismen)
Das vierte ist, wie pseudonym schon bestimmt hat, ein Stück Dachschiefer (mit Nagelloch), wie gesagt, es wird hier auch viel Fremdmaterial gelagert.
Die einzeitlichen Sande sind aber weitgehend fossilientechnisch uninteressant, in feineren Lagen gibt's manchmal sehr kleine Landschnecken (Clausilien).

Grüßle aus Schweinfurt vom
GEOMAXX

Offline ^mc

  • *
  • Beiträge: 4
Hey Geomaxx,

vielen Dank für deine Einschätzung.

Ja die Sandgrube liegt zwischen Eußenheim und Karlstadt.
War das nähesten an unserem Wohnort... ;)
Und für meinen Sohn wars trotzdem spannend.

Und sorry für die späte Antwort, wir waren im Urlaub...

Danke euch noch einmal!

Dank des Beitrags hier im Forum, durften wir mit dem BR und Herrn Joachim Lorenz im Steinbruch in Großostheim aus Schatzsuche gehen.
Die 2,5 Stunden ware wirklich extrem lehrreich und mega spannend...
Jetzt habe ich (wir) erst recht Blut geleckt...
Aber rein durch Internetrecherche Wissen sich anzueignen ist ein hartes Stück Arbeit :(


Hi Michael,
bei der Lokation 1 dürfte es sich ja um die Sandgrube auf Eußenheimer Flur handeln, hier werden pleistozäne (eiszeitliche) Flugsande abgebaut.
guckstu:
https://www.umweltatlas.bayern.de/standortauskunft/rest/reporting/sb_geo_aufschluss_geologie/generate/Aufschluss_Geologie.pdf?download=false&ids=17671&dsurl=https%3A%2F%2Fwww.umweltatlas.bayern.de%2Fmapapps%2F..%2Farcgis%2Frest%2Fservices%2Fgeologie%2Fgeologie_ftz%2FMapServer%2F7&layerfieldname=complexid&additionallayerfieldname=complexid&additionallayerfieldvalue=40000018443225

Aber, wie Du schon beschrieben hast, wird dort auch einiges an Fremdmaterial gelagert.
Das Dinoei ist ein gerundetes Stück vermutlich von Zellenkalk aus dem Mittleren Muschelkalk, steht hier in der Nachbarschaft mancherorts direkt an.
Bei den Kristallkugeln dürfte es sich um eine Art Kalksinter-Kruste handeln, auf einem Stück Kalkstein aus dem Muschelkalk
Das dritte ist ein Kalkstein mit Verwitterungsspuren, rechts möglicherweise uch Bioturbations-Spuren (Durchwühlen von Sedimenten durch Organismen)
Das vierte ist, wie pseudonym schon bestimmt hat, ein Stück Dachschiefer (mit Nagelloch), wie gesagt, es wird hier auch viel Fremdmaterial gelagert.
Die einzeitlichen Sande sind aber weitgehend fossilientechnisch uninteressant, in feineren Lagen gibt's manchmal sehr kleine Landschnecken (Clausilien).

Grüßle aus Schweinfurt vom
GEOMAXX

 

Mineralienatlas - Fossilienatlas - Info-Center

Neueste Beiträge Neueste Beiträge