Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Polymorphose?
Embarak:
--- Zitat von: oliverOliver am 26 Jul 23, 13:06 ---andere Frage: was verstehst du eigentlich unter "Polymorphose" ?
Den Begriff kenn ich in der Mineralogie nicht .......
--- Ende Zitat ---
Das würde mich auch interessieren. Wollte auch schon fragen...
Norbert
guefz:
Hallo Richard,
mein Kommentar zu diesen Messungen:
1. Es sieht so aus, als wären die markierten Rechtecke als Fläche gemessen worden. Innerhalb dieser Rechtecke sind die zu messenden Flächen stark unterschiedlich ausgerichtet. Für eine gute EDX-Messung auf einer Fläche wie in diesem Fall, braucht man eine gleichmäßige Ausrichtung dieser Fläche und der EDX-Detektor braucht grundsätzlich freie "Sicht" auf diesen Bereich. So wie die Flächen hier eingezeichnet sind, kann ich mir nicht vorstellen, dass letztere Bedingung für alle drei Flächen erfüllt ist (der Detektor ist in den meisten Geräten schräg an einer Seite eingebaut). Eine solche Messgeometrie taugt maximal für eine qualitative Element-Auflistung in diesem Bereich. Eine quantitative Aussage kann man aus diesen Messungen nicht mehr ableiten.
2. Nötig wären in so einem Fall Messungen an einzelnen Punkten, deren grobe Ausrichtung zum Detektor hin man abschätzen kann und bei moderner Software in die Auswertung einfließen lassen kann. Im Standardfall erwartet die Software für die Auswertung eine horizontale Fläche und berechnet die Quantifizierung dafür. Ist die Fläche, auf der der Messpunkt liegt, anders ausgerichtet, wird die Quantifizierung fehlerhaft sein.
Bis denn
Günter
MyHome:
N'abend zusammen,
im Gespräch mit einem Freund kam das auf, weil der Stein aussieht, als ob er von Algen überwuchert wäre :D . Ist also nicht ernst gemeint. Beim nächsten Thema gebe ich einen trefferenden Titel wieder ein ;)
Günter: Danke! Verstanden. Das Funktionsprinzip ist mir zwar physikalisch klar gewesen, aber das Messprinzip nicht derart im Detail. Die Messungen führe ich selbst nicht durch. Ich werde das mal besprechen und hoffe dann in Zukunft bessere Ergebnisse zu bekommen. Wenn man sich schon diesen Aufwand macht, dann sollte es - nach Möglichkeit - an so etwas nicht scheitern. ::)
Immerhin habe ich bei der Hälfte der letzten Messungen gute Ergebnisse bekommen, aber bei denen brauche ich natürlich euren Rat nicht. 8)
Nur als Beispiel: Wie diesen Stein hier https://www.mindat.org/photo-926298.html, habe ich einen kleinen mit ca. 5x2cm. Für die blauen Kristalle war das Ergebnis relativ klar: O 80% / Sr 6,9% / S 13,2% = Coelestin. Der Rest ist Calcit, eindeutige Reaktion mit HCL.
Zu dem vorliegenden "grünen" Stein habe ich jetzt noch ein paar Bilder unter einem Mikroskop machen können. Ich habe die angehängt.
Die Härte habe ich auch noch einmal versucht zu messen:
- Die grünen einzelnen Kristalle: Schwierig zu messen.
- Die Kristalle unter dem grünen Belag: MH 3 (Calcit wird geritzt, Fluorit nicht)
- Die weißen Kristalle beim seitlichen Blick: MH 3 (Calcit wird geritzt, Fluorit nicht)
- HCL-Test war negativ.
Schaut auch ähnlich aus, wie hier: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Bildanzeige?pict=1668439441
Bestätigt das eure Annahme von Chlorit?
Es wäre mein erster Chlorit in der Sammlung. Kenne ich so bislang noch nicht.
Grüße,
Richard
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