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Bitte um Hilfe / Limonit

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Cassiopea:
Hallo an alle im Forum,

im Jahr 2016 habe ich ein paar Steine in der nähe von Bamberg, Bayern gefunden. Den genauen Fundort kann ich leider nicht mehr angeben. Es handelte sich um einen privaten
Steinbruch (Dolomitstein, Jura der Frankenalb) nicht weit von der Tongrube in Buttenheim.
Ich war auf Fossiliensuche unterwegs. Eine einmalige Sache, einfach nur so "just 4 fun".
Ich bin absolut kein Experte, aber ich sammle immer wieder gerne in der Natur, was aus subjektiver Sicht "schön" aussieht.
Ich zeichne für mein Leben gern und manche Sachen werden als Vorlage oder auch für andere kreative Zwecke eingesetzt.
Nun! Bei einer "Ammonitenpause", etwas abseits vom Steinbruch und zwar da, wo noch Wiese gewachsen ist und der Boden eher kompakt aber weich war, habe ich einen Stein gefunden, der noch zur Hälfte fest im Boden war. Mit dem Spaten habe ich ihn befreit und da kamen anderen ans Tageslicht.
Nachdem neulich von einem Gast (die Person ist aber genauso ein Laie wie ich) der Satz fiel: "so stelle ich mir Meteoriten vor" wollte ich es (nach 7 Jahren) genau wissen. Dass es sich NICHT um Meteoriten handelt, weiß ich jetzt, denn ich habe ein paar Bilder einem Experten gezeigt, dennoch würde ich gerne erfahren was ich hier gefunden habe und würde mich über eine Meinung sehr freuen.
Die Steine sind unterschiedlich und passten meiner Meinung nach nicht zu der Umgebung.
Manche fühlen sich an als wären sie komplett aus Metall, manche sind ein Mix aus Metall und Gestein.
Alle sind leicht magnetisch. Mit leicht meine ich, dass der Magnet nicht haftet, aber wenn der an einen Faden hängt, reagiert er sofort sobald die Steine in der Nähe kommen.
Alle sind für ihre Größe ungewöhnlich schwer und hinterlassen einen braunen Strich.
Jeweils Gewicht und ca. Volumen
145 g und 50
64 g und 25
54 g und 25
265 g und 100
Was Farbe und Glanz betrifft, ich bin der Meinung, dass die Bilder ganz gut aussagekräftig sind.

Vielen Dank für eure Hilfe! :)

wolfi:
Servus,
sieht mir sehr nach Limonit (Brauneisenerz) aus. Der ist im gesamten Jura nicht unbedingt selten.
Servus + Glück auf
Wolfi

guefz:
Das angeschliffene Stück sieht aber nicht nur nach Limonit aus. Das sieht eher nach einem Stück Schlacke aus wo auch Limonit enthalten ist, auch der Magnetismus spricht dafür.

Günter

Cassiopea:
Vielen Dank für die schnelle Antwort :)
Schönen Abend

Nadia

felsenmammut:
Glück Auf!

Von den Bildern her stimme ich der Diagnose Limonit zu. Die Aussage, dass die polierte Fläche auch auf Schlacke hindeuten könnte, kann ich nicht entkräften. Ich möchte aber dem entgegenstellen, dass mir schon etliche polierte Stücke begegnet sind, bei denen der Limonit auch eine gute Politur annimmt und schwarz-metallisch glänzt. Im Allgemeinen dürfte Limonit schlecht geeignet sein zum Schleifen und Polieren. Was in den Einzelfällen zu der guten Politur verhilft, habe ich nicht weiter ergründet. Es könnte auf das Gefüge oder die Zusammensetzung aus den verschiedenen Eisenoxiden/hydroxiden zurückzuführen sein. Es kann auch ein anderes Mineral (z.B. Quarz), dass sich unauffällig ins Gefüge gedrängelt hat, sein, dass letztlich für eine verhältnismäßig gute Politur sorgt.

Wenn die schwarz-metallisch glänzende Fläche ebenfalls eine braune Strichfarbe zeigt, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass es sich gänzlich um Limonit handelt. Schlacke wird dann unwahrscheinlicher. Eine Interpretationsschwierigkeit verbleibt aber, wenn die braune Strichfarbe vom Limonit das vorhandensein weiterer Feststoffbestandteile überdeckt. Silikatische Schlacken zeichnen sich auch durch eine vergleichsweise hohe Härte aus und lassen sich nicht mit einem Eisenwerkzeug ritzen. Limonit lässt sich mit einem Eisenwerkzeug ritzen. Es bleibt die allgemeine Restunsicherheit bei Ferndiagnosen und Tests an Feststoffgemischen.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

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