Glück Auf!
Ich werfe mal 'Schlacke' in die Runde. Wenn ich mich so an Stufen erinnere, die bei Abrissarbeiten aus der Wand einer Glasschmelzwanne entnommen wurden, und ich diese abrunde (Fluss und Brandung tun es auch), könnte sehr gut genau so ein Objekt, wie hier zur Bestimmung angefragt, herauskommen. Bei den mir bekannten Schlackestufen findet man in den Zwickeln zwischen den kristallineren(?) Bestandteilen immer Reste der Glasschmelze, die für gerundete Übergänge sorgt. Sind die Zwickel in den Hohlräumen des hier angefragten Fundobjektes scharf eckig oder zeigen sich da Rundungen? Reine Glasschlacken lassen sich mit Quarz ritzen. Da hier aber zum Einen unklar ist, ob es Glasschlacke ist, und zum Anderen unklar ist, ob eventuell noch andere, härtere Stoffphasen enthalten sind, kann das Ergebnis irreführend sein.
Lässt sich das Fundobjekt mit Kupfer (Vorsicht: die meisten sogenannten Kupfermünzen haben nur eine dünne Kupferbeschichtung um einen Stahlkern), einem Eisenwerkzeug, einem gehärteten Stahlwerkzeug (Feile), Quarz ritzen? Das Ergebnis ließe ggf. eine Einordnung der
Ritzhärte zu.
Ansonsten kann auch Quarz mit Chlorit so aussehen. Calcit mit Chlorit kommt zwar farblich auch hin, ist mir aber noch nicht mit so wohlgeformten Hohlräumen begegenet, zumal ja ein abgerolltes Stück vorliegt.
Wie groß ist das Fundobjekt?
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut