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Autor Thema: Weißer Kristall (Habachtal)  (Gelesen 1565 mal)

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Offline Anton2017

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Weißer Kristall (Habachtal)
« am: 06 Sep 23, 17:50 »
Fundort: Leckbachrinne, Habachtal

Größe: 10mm x 3,5mm

Farbe: Weiß

Aufbau: Schichtiger Aufbau in Längsrichtung
Oberfläche: Glatt

Transparenz: Bei Beleuchtung mit der Taschenlampe ja, ohne direkte Lichtquelle kaum

Auf Grund des Aufbaus würde ich Quarz (und somit auch Bergkristall) ausschließen. Im ersten Moment dachte ich, dass es sich um einen farblosen Smaragd / weißen Beryll handelt, aber auf Grund der einzelnen Schichten und nicht hexagonalem Wachstum würde ich auch dies ausschließen.

Was meint ihr?

//Edit: Ich vermute, dass es sich um Selenit handelt

Vielen Dank schon mal vorab an alle!

(Und sorry für die nicht perfekte Bildqualität)
« Letzte Änderung: 08 Sep 23, 16:35 von Anton2017 »

Offline stoanklopfer

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Re: Weißer Kristall (Habachtal)
« Antwort #1 am: 07 Sep 23, 05:36 »
Mit diesen Bildern ist eine Beurteilung nicht möglich. Versuch einmal, das Stück auf einem glatten schwarzen Untergrund zu fotografieren, dann wird nicht der Hintergrund, sondern das Stück scharf abgebildet.

Volkmar

Offline Anton2017

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Re: Weißer Kristall (Habachtal)
« Antwort #2 am: 08 Sep 23, 16:36 »
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Offline Oberlandler

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Re: Weißer Kristall (Habachtal)
« Antwort #3 am: 08 Sep 23, 19:14 »
Servus Anton,

bitte schau mal auf diese Seite  https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Einsteigerguide
speziell die Härte wäre interessant, Hilfe dazu  findest du hier  https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/H%C3%A4rte?redirectfrom=Mohsh%C3%A4rte&memberid=

Herzliche Grüße
Karl

Offline Anton2017

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Re: Weißer Kristall (Habachtal)
« Antwort #4 am: 09 Sep 23, 11:33 »
Hallo,

Die Härtebestimmung finde ich immer schwierig.

Es es definitiv über Mohshärte 3.
Den Messertest finde ich schwierig, würde aber sagen, dass es nicht ritzest ist. Demzufolge auch über Mohshärte 5.

Offline michaelh

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Re: Weißer Kristall (Habachtal)
« Antwort #5 am: 09 Sep 23, 13:24 »
Hallo Anton
Dein Härteangabe passt dann aber nicht zu deiner Vermutung, dass es sich um Selenit handelt.

Deine Angaben inkl. der Fotoqualität machen eine Bestimmung kaum möglich.

Kann genauso gut einfach ein Bruchstück grober Quarz sein.

Grüße Michael

Offline uwe

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Re: Weißer Kristall (Habachtal)
« Antwort #6 am: 10 Sep 23, 17:33 »
Gips ist nach meiner Erfahrung in den Zentralalpen sehr selten. Ich vermute es handelt sich um ein Zeolithkristall.

Gruß
Uwe

Offline felsenmammut

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Re: Weißer Kristall (Habachtal)
« Antwort #7 am: 10 Sep 23, 19:57 »
Glück Auf!

und herzlich willkommen in der Online-Gemeinde der Steinefans. Wir freuen uns, dass Du Dich so sehr für Steine interessierst. Wir wollen natürlich, dass das so bleibt und Du hier hilfreiche Antworten bekommst. Die Beschreibung zu Deinem Fund im Eingangsbeitrag enthält sehr hilfreiche Informationen, hierfür also schon mal ein Lob.  Vor allem Bild IMG_6396-Verbessert-RR.jpg und IMG_6395-Verbessert-RR.jpg lassen zusätzlich ein paar wichtige Details erkennen.

Da der Fundort genannt, bekannt, viel besammelt und daher in seinem Mineralspektrum auch sehr umfassend dokumentiert ist, kann man auch versuchen nach dem Ausschlussverfahren vorzugehen. Man nimmt die vorhandene Mineralliste und streicht alles Unpassende raus. Das, was übrig bleibt, ist dann hoffentlich so wenig, dass man hierzu noch einmal tiefer recherchieren kann, ggf. aufwendigere Analysen durchführt. Mit einer Härte über 5, weißem Erscheinungsbild, einer wohl deutlichen Spaltbarkeit senkrecht zur längsten Achse erscheinen mir Zoisit und Klinozoisit am naheliegendsten. Eine weitere Alternative ist Tremolit.

Deiner Einschätzung, dass man Quarz eher ausschließen kann, stimme ich anhand der Bilder zu. Ein Zeolithmineral halte ich hier für eher unwahrscheinlich, vor allem da für die angegebene Fundstelle keine Nadelzeolithe aufgeführt sind, die man bei der Form des Kristallbruchstücks als erstes ins Spiel bringen würde. Um hier mehr Argumente für oder gegen ein Zeolithmineral zu bekommen, kann man eine Dichtemessung durchführen.

Die Unterscheidung zwischen Zoisit und Klinozoisit an einem Bruchstück ist mit haushaltsüblichen Mitteln schwierig.

Noch eine Anmerkung zum Eingangsbeitrag. Es mag brutal klingen, aber eine Entschuldigung für die schlechte Bildqualität ist nicht hilfreich in einer Bestimmungsanfrage. Eine Bildqualität, die die notwendigen Details für eine Bestimmung erkennen lässt, ist essentiell für eine Bestimmungsanfrage. Die Mitglieder im Mineralienatlas-Fossilienatlas verwenden vor allem ihre Freizeit hier. Und die wenige Zeit die man hat, nutzt man vor allem für Beiträge und Diskussion die einen interessieren und motivieren. Gute Bilder und eine umfassende Beschreibung eines Fundes, die auch deutlich macht, dass man sich auch selbst mit dem Fund ernsthaft befasst hat, motivieren. Bei schlechten Bildern findet sich dann oftmals nicht einmal jemand, der seine Zeit aufwenden will, nur um darauf hinzuweisen, dass die Bestimmungsanfrage nutzlos ist.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline Anton2017

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Re: Weißer Kristall (Habachtal)
« Antwort #8 am: 10 Sep 23, 20:28 »
Hallo an alle Helfer,

vielen herzlichen Dank für all eure wertvollen Beiträge.

Ich werde mal weiter in Richtung Zoisit und Tremolit forschen. Mal sehen ob sich die Vermutung belegen lässt.

Eine Dichtemessung bei diesem Stückchen ist natürlich zu Hause nicht möglich, aber vllt. findet sich ja was das uns weiterhilft.

Mit uns meine ich:  Mein 6 jähriger Sohnemann ist hier der Wahre Steinekopfler und Mineraliensammler und hat uns nun schon zum 2. Mal ins Habachtal „hochgetrieben“.
Wirklich schöne Smaragde blieben leider aus, nur kleine Bruchstücke, aber das schmälert die Freude des jungen Burschen nicht.
Der hier erfragte Kristall ist uns leuchtend glitzernd im Waschsieb „ins Auge gesprungen“.

Grüße
???? Anton
« Letzte Änderung: 10 Sep 23, 21:01 von Anton2017 »

 

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