Glück Auf!
und herzlich willkommen in der Online-Gemeinde der Steinefans. Wir freuen uns, dass Du Dich so sehr für Steine interessierst. Wir wollen natürlich, dass das so bleibt und Du hier hilfreiche Antworten bekommst. Die Beschreibung zu Deinem Fund im Eingangsbeitrag enthält sehr hilfreiche Informationen, hierfür also schon mal ein Lob. Vor allem Bild IMG_6396-Verbessert-RR.jpg und IMG_6395-Verbessert-RR.jpg lassen zusätzlich ein paar wichtige Details erkennen.
Da der Fundort genannt, bekannt, viel besammelt und daher in seinem Mineralspektrum auch sehr umfassend dokumentiert ist, kann man auch versuchen nach dem Ausschlussverfahren vorzugehen. Man nimmt die vorhandene Mineralliste und streicht alles Unpassende raus. Das, was übrig bleibt, ist dann hoffentlich so wenig, dass man hierzu noch einmal tiefer recherchieren kann, ggf. aufwendigere Analysen durchführt. Mit einer Härte über 5, weißem Erscheinungsbild, einer wohl deutlichen Spaltbarkeit senkrecht zur längsten Achse erscheinen mir Zoisit und Klinozoisit am naheliegendsten. Eine weitere Alternative ist Tremolit.
Deiner Einschätzung, dass man Quarz eher ausschließen kann, stimme ich anhand der Bilder zu. Ein Zeolithmineral halte ich hier für eher unwahrscheinlich, vor allem da für die angegebene Fundstelle keine Nadelzeolithe aufgeführt sind, die man bei der Form des Kristallbruchstücks als erstes ins Spiel bringen würde. Um hier mehr Argumente für oder gegen ein Zeolithmineral zu bekommen, kann man eine
Dichtemessung durchführen.
Die Unterscheidung zwischen Zoisit und Klinozoisit an einem Bruchstück ist mit haushaltsüblichen Mitteln schwierig.
Noch eine Anmerkung zum Eingangsbeitrag. Es mag brutal klingen, aber eine Entschuldigung für die schlechte Bildqualität ist nicht hilfreich in einer Bestimmungsanfrage. Eine Bildqualität, die die notwendigen Details für eine Bestimmung erkennen lässt, ist essentiell für eine Bestimmungsanfrage. Die Mitglieder im Mineralienatlas-Fossilienatlas verwenden vor allem ihre Freizeit hier. Und die wenige Zeit die man hat, nutzt man vor allem für Beiträge und Diskussion die einen interessieren und motivieren. Gute Bilder und eine umfassende Beschreibung eines Fundes, die auch deutlich macht, dass man sich auch selbst mit dem Fund ernsthaft befasst hat, motivieren. Bei schlechten Bildern findet sich dann oftmals nicht einmal jemand, der seine Zeit aufwenden will, nur um darauf hinzuweisen, dass die Bestimmungsanfrage nutzlos ist.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut