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Bildbearbeitung verbessern
guefz:
Das Foto ist gut für die Abmessungen, aber hat jemand die Kristalle mit dieser Detailtiefe analysiert? Rosa Amphibol heißt nicht automatisch Mangani-Obertiit.
Ein exakt gleicher Abstand der Bilder im Stack ist nicht zwingend erforderlich. Erforderlich ist eine ausreichende Überlappung der scharfen Bereiche, damit die Software keine Lücken dazwischen lässt. Da Digitalfotos ja eigentlich nichts kosten außer Speicherplatz, macht man einfach etwas kleinere Abstände und dafür ein paar Fotos mehr und es wird besser. Wenn die Schritte nicht mehr kleiner einstellbar sind, ist man eben am Ende seiner Möglichkeiten angekommen und muss mit dem Ergebnis leben oder bessere Hardware kaufen.
Titanium:
Morjen Günter,
bei solch zarten Kristallen stackt man, im manuellen Betrieb, recht schnell vorbei. Da fehlen ganz einfach ein paar Bilder.
Das große Manko am Smartphone ist natürlich der Bildsensor. Der ist echt winzig, auch wenn der eine südkoreanische Konzern seinem Spitzenmodell nen 50% größeren Sensor spendiert hat. Unweigerlich hast dann ordentlich Rauschen in den Einzelbildern, was die Software auch nicht mehr ganz ausbügeln kann. Das macht sich zusätzlich in der Bildschärfe bemerkbar.
Wenn man aber bedenkt, wie ich mich immer gegen Photos gesträubt habe, sind die (durchschnittlichen) Ergebnisse ganz ordentlich. Auch wenn die Qualität meiner Smartphoneknipserei an die Quali von vor 20 Jahren erinnert, wenn man schon immer mit echter Kamera gearbeitet hat. ;D
--- Zitat ---Wenn die Schritte nicht mehr kleiner einstellbar sind, ist man eben am Ende seiner Möglichkeiten angekommen und muss mit dem Ergebnis leben oder bessere Hardware kaufen.
--- Ende Zitat ---
Hmm... unglücklich formuliert. In Grunde hast Du Recht, dennoch gebe ich einen wichtigen Punkt zu bedenken.
Es gibt in der Tat Menschen, denen fällt es, aus monetären Gründen, einfach schwer. Ich will keinen sozialen Themenkrieg beschwören, aber da gibt's wirklich Menschen, die von ihrer Arbeit Lohn geradeso über die Runden kommen. Da kann es schonmal ne Hemmschwelle geben, was neue Technik angeht.
Ein anderer Teil hat einfach keinen Bezug zu dem ganzen technischen Firlefanz, is halt einfach so.
Immerhin muss man schon mehrere hundert Schleifen nur für die Kamera investieren, dann noch Objektiv(e), evtl. Stackingrail, Licht und Software.
Den Amphibol, tja. Die Historie zu dem Stück ist mir nicht bekannt.
Ich hatte den (so glaube ich) auf i-Steine bei einem Händler aus D gekauft.
Gruß
Silvio
marc-r:
Hallo zusammen,
nachdem ich Julianes emotionalen Ausbruch verarbeitet habe (und ich kann durchaus die Frustration, die sie hier vielleicht für den ein oder anderen etwas zu "krass" formuliert hat, nachvollziehen), möchte ich doch noch meinen Senf dazugeben ....
Ich kenne über Facebook von Silvio und anderen viele (aus meiner Sicht) gute bis sehr gute Bilder, die mit dem manuellem Stacking und einem Smartphone gemacht wurden. Da ist also technisch durchaus einiges machbar.
Zum anderen gibt es einen Facebook-Benutzer, der mit einem handbetriebenen Stacking-Schlitten sehr gute und wirklich scharfe Bilder mit 5 - 8-facher Vergrößerung produziert. Wie auch immer dieser Mensch es schafft, im Handbetrieb 100 bis 150 Schritte pro Umdrehung zu machen - sicher ist - es geht auch so.
Zumal meine ersten Gehversuche im Stacking ebenfalls mit einem manuellen Schlitten gemacht wurden - die Bilder waren okay, mehr nicht. Lag aber nicht am Stacken selbst, sondern an Problemen mit der ordentlichen Ausleuchtung.
Und die passende Ausleuchtung ist meines Erachtens der größte Knackpunkt im Bereich Mikro-Fotografie - egal wie scharf ein Bild ist oder wie toll der Kristall ist, sch... Licht macht sch... Fotos, an denen auch die beste Bildbearbeitung nicht mehr viel retten kann.
Zum Kommentar von Günther Frenz muss man leider sagen - Fotografie war und ist kostspielig. Eine gute (neue) Kamera liegt trotz sonstigem Preisverfall bei Elektronik immer noch bei x-Hundert bis x-Tausend Euro. Plus motorisiertem Stacking-Schlitten, Balgen o.ä. und den passenden Objektiven (HLB oder Mitu, wenn man es sich leisten kann), liegt man dann für sein Hobby locker im Bereich über 1000euro.
Der Blick auf den Second-Hand-Markt lohnt hier, wenn man eine gute, gebrauchte Kamera sucht.
In Hinblick auf gebrauchte Mikroskopobjektive/Lupenobjektive hat der Boom in der Mikrofotografie leider zu einem rapiden Preisanstieg geführt - wenn man denn überhaupt etwas angeboten bekommt.
Und grundsätzlich habe ich für mich entschieden, bei der Mineralienfotografie zu unterscheiden, ob eine Mineralstufe "nur" zu dokumentieren ist (z.B. für die Mineralienliste eines Fundortes) oder ob ein herausragendes Stück "porträtiert" wurde (da sollte dann aber auch alles stimmen - Perspektive, Licht, saubere Flächen etc.) ...
guefz:
--- Zitat von: marc-r am 30 Nov 23, 10:04 ---Zum anderen gibt es einen Facebook-Benutzer, der mit einem handbetriebenen Stacking-Schlitten sehr gute und wirklich scharfe Bilder mit 5 - 8-facher Vergrößerung produziert. Wie auch immer dieser Mensch es schafft, im Handbetrieb 100 bis 150 Schritte pro Umdrehung zu machen - sicher ist - es geht auch so.
--- Ende Zitat ---
Wenn man das Antriebsrad für manuelles Stacking größer macht, kann man auch kleinere Schritte einstellen. Der von dir erwähnte Fotograf wird so was in der Art gemacht haben.
uwe:
Nicht zu vergessen bei der Mikrofotografie sind die Schwingungen der Ausrüstung. Selbst die kleinste Bewegung des Objektträgers beim Einstellen des nächsten Schrittes verursacht Schwingungen, welche im Mikrobereich zu bemerken sind. Auch die Fotoausrüstung schwingt durch den Spiegelschlag noch eine Weile, so daß schnelle Aufnahmen hintereinander zu keinem guten Ergebnis führen. Ich warte nach jeder Bewegung des Objektträgers einige Sekunden. Auch ein jedes Anstoßen an den Tisch, auf welchem die Ausrüstung steht ist zu vermeiden. Selbst ein Herumlaufen im Raum erzeugt Schwingungen.
Gruß
Uwe
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