Bei Farbkorrekturen mit Software sollte man immer das Histogramm des Fotos im Auge behalten. Die dort erkennbare Farbverteilung sollte für alle drei Grundfarben RGB in etwa ähnlich sein. Wenn nicht, hat man entweder einen roten, blauen oder grünen Kristall formatfüllend abgebildet oder die Beleuchtung bzw. der Weißabgleich passen nicht. Ich habe von deinen ersten drei Fotos mal die Histogramme erstellt. Beim Libethenit und Greenockit sehen die Histogramme brauchbar aus und eine Farbkorrektur wäre möglich. Beim Gips ist die Farbverteilung im Histogramm für Blau so falsch, dass eine Farbkorrektur nicht mehr sinnvoll machbar ist. Ich kenne Microsoft Picture Manager nicht, daher kann ich nicht sagen, ob das damit sinnvoll machbar ist. Ich nutze Gimp, eine freie Software, die für alle gängigen Betriebssysteme erhältlich ist.
Für die Qualität des Stacking ist es wichtig, dass die Einzelbilder scharf sind. Wenn dies nicht der Fall ist, wird es auch mit Stacking nicht besser. Die einzelnen Bilder eines Stapels müssen sich mit den scharfen Bereichen ein Stück überlappen, sonst kann die Software das nicht zusammensetzen. Daraus ergibt sich der maximale Vortrieb zwischen den Fotos. Wieviel das ist, hängt mit der konkreten Optik zusammen, die verwendet wird. Das musst du ausprobieren, im Zweifelsfall ist ein kleinerer Vortrieb zwischen den Fotos besser. Je kleiner die Bildbreite wird, desto kleiner wird auch der nötige Vortrieb zwischen den Fotos. Also besser erst mal mit Bildbreiten um 10mm anfangen und dann langsam kleiner werden. Jede Optik erreicht irgendwann eine Grenze, ab der keine scharfen Bilder mehr möglich sind. Auch das muss man testen. Zur Bestimmung der Bildbreite habe ich mit allen meinen Optiken ein Lineal fotografiert, sodass ich die Bildbreite ablesen kann.
Bis denn
Günter