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Autor Thema: Fotos sind nach dem Stacken überbelichtet?  (Gelesen 2850 mal)

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Offline MyHome

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Fotos sind nach dem Stacken überbelichtet?
« am: 13 Jan 24, 21:51 »
Hallo zusammen,

seit Weihnachten habe ich endlich ein Mikroskop, ein Olympus SZ60. Es hat leider keinen extra Phototubus. Aber ich wollte auch einmal ein paar schöne -scharfe- Fotos erzeugen. Meine bisherigen Fotos hier im Forum waren durch andere Hilfsmittel erzeugt. Also es ist, wenn man dran sitzt, wahrlich ein Quantensprung. Mit einem LED-Ringlicht von ebay funktioniert jetzt auch die Beleuchtung ganz gut. Das ist zwar kein Profiequipment (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Bildtechnik-Vergleich-2020), aber endlich kann ich selbst einmal etwas mehr in die Tiefe gehen.  ;D ;D ;D

Dazu habe ich mir dann auch überlegt, wie ich die besseren Fotos machen kann und habe mir für meine Canon G12 (leider ohne eine PC-Steuerung) einen Fernauslöser und eine Halterung gekauft: https://www.amazon.de/TS-Optics-Digiklemme-universeller-Digitalkameraadapter/dp/B0039ZALMA/ref=sr_1_11?ie=UTF8&qid=1286708511&sr=8-11
-> Siehe hier: https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,25605.msg201324.html#msg201324

Dabei kommen einzeln auch gute Fotos raus. Wenn ich -ohne- den Mikroskop Fotos mache, sei es nun ein Objekt am Schreibtisch o.ä. dann funktioniert auch alles, sprich: Stacken erfolgreich.
Da ist es egal, ob ich den Autofokus an oder aus habe. Aber auch der manuelle funktioniert einwandfrei und das Ergebnis ist authentisch zu dem, was das Auge bei der vorhandenen Raumbeleuchtung sieht.
Ich folge dabei einem der vielen Tutorials für Photoshop: https://creativecloud.adobe.com/de/discover/article/focus-stacking-in-photoshop

Jetzt aber mein Problem: siehe Anhang. Das Objekt ca.  3,5cm x 3,5cm ist aus Pyrit, Dolomit und einem mir noch unbekannten Mineral xx. Fundort Kropfmühl bei Passau. Und eigentlich wollte ich hier das schöne gestackte Foto posten und fragen, was das für ein Mineral ist, weil mir die gelisteten Mineralien des Fundortes nicht geholfen haben.  ???
Aber beim Stacken geht irgendwas schief!!! und ich weiß nicht was. :-\ Es scheint mit der Belichtung zusammenzuhängen, weil ein Versuch mit in PS nachträglich bearbeiteten Fotos war etwas besser geworden. Ich habe jetzt auch schon einige Versuche mit unterschiedlichen Blenden, geringer/mittlerer/starker Beleuchtung,.. experimentiert.  :-X

Den Fokus-Ausgleich zu erzeugen, das Maskieren, alles funktioniert auch bei anderen Objekten. Aber am Mikroskop führt es zu den besagten Problemen. Die Ausgangsfotos schauen auch alle normal aus.

Grüße,
Richard

Offline guefz

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Re: Fotos sind nach dem Stacken überbelichtet?
« Antwort #1 am: 13 Jan 24, 22:43 »
Welche Bearbeitungsschritte hast du bei den letzten beiden Bildern gemacht? Und zeige mal eins von den Ausgangsfotos.

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Re: Fotos sind nach dem Stacken überbelichtet?
« Antwort #2 am: 14 Jan 24, 11:21 »
Hier mal ein Originalbild: 1-Bild und die dazugehörigen Farbparameter 1-Bild_Farben.
Eines der Ergebnisbilder 1-Stack_Ergebnis.

Ich mach mal ein PDF noch, um eine kleine Übersicht zu erzeugen.

Update: Eine Übersicht meiner ersten Versuchsreihe ist jetzt mit angehängt "Versuche_Übersicht.pdf". Weitere Versuche zeigen aber ein ähnliches Verhalten.
« Letzte Änderung: 14 Jan 24, 14:49 von MyHome »

Offline grauerstar

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Re: Fotos sind nach dem Stacken überbelichtet?
« Antwort #3 am: 14 Jan 24, 18:04 »
Hallo!

Ich arbeite mit dem Zerene Stacker, vielleicht machst du damit mal einen Test, der HErsteller offeriert einen 30 Tage Test.
https://zerenesystems.com/cms/stacker

Robert

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Re: Fotos sind nach dem Stacken überbelichtet?
« Antwort #4 am: 15 Jan 24, 07:05 »
Hallo Robert,

ich habe testweise mal ZS installiert, das Tutorial zum Starten angeschaut und einfach mal losgelegt.
Die Farbintensitäten nach dem Stacken bleiben näher am Original, dafür hat das Programm keinen Fokusausgleich. Durch den unterschiedlichen Fokus wandert das Fokuszentrum, sorry für meine vielleicht nicht fachmännische Formulierung, welches ich in Photoshop in einem extra Schritt ausgleichen muss.

Man sieht, dass sich in den Bildern Linien nach dem Stacken aufgebaut haben, die dem Fokus folgen. Und der äußere Bereich wird nicht unscharf, aber die Farben verschwimmen.

Grüße,
Richard

Offline uwe

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Re: Fotos sind nach dem Stacken überbelichtet?
« Antwort #5 am: 15 Jan 24, 08:27 »
Möglicherweise ein Problem mit der software, welche aus den Bildebenen ein Gesamtbild berechnet. Kann auch sein, der Computer schafft es nicht.

Gruß
Uwe

Offline marc-r

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Re: Fotos sind nach dem Stacken überbelichtet?
« Antwort #6 am: 15 Jan 24, 11:13 »
mir scheint, dass die Stacking-Software die einzelnen Bilder nicht "aufeinanderlegen" kann.
Meine Idee dazu: beim hineinzoomen ändert sich der Bildinhalt, nicht jedoch der schwarze Rand - dieser ist für die Stacking-Software somit ein Orientierungspunkt, anhand dessen die nötigen Korrekturen für den Bildausschnitt berechnet werden.
Da sich der schwarze Rand nicht verändert, hat die Software keine Möglichkeit, die nötigen Korrekturen des eigentlichen Bildinhaltes auszuführen.

Lösung bzw. Test meiner These: die Bilder entweder so beschneiden, dass nur das Mineral sichtbar ist und kein schwarzer Rand. Oder die Objektiv-/ Kameraeinstellungen so ändern, dass das Bildzentrum ohne Ränder formatfüllend aufgenommen wird.
Dann die Bilder nochmal in einer "richtigen" Stackingsoftware zusammenführen (ja - PS kann das auch, aber Helicon oder Zerene sind darauf spezialisiert und können das viel besser!)
 

Offline MyHome

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Re: Fotos sind nach dem Stacken überbelichtet?
« Antwort #7 am: 15 Jan 24, 18:35 »
Hallo zusammen,

ich habe eben ein schönes Bild hinbekommen  ;D Dank eurer Tipps den schwarzen Rahmen (Objektiv) anzugehen!  :o  Jetzt habe ich mehrere der vorherigen Bildreihen genommen und es funktioniert. Beim letzten nicht perfekt am äußeren Rand, aber im Zentrum ist der Pyrit-Kubus doch wirklich deutlich zu erkennen.

Es lag tatsächlich an dem schwarzen Rahmen. Bei ZS werde ich es nochmal testen, aber dafür muss ich im Vorfeld alle Bilder einzeln Beschneiden. In PS habe ich alle ausrichten lassen, dann den schwarzen Rahmen über alle Bilderebenen beschnitten und dann erst den Schärfeabgleich über die Ebenen gemacht.
Damit sind jetzt diese Bilder des interessanten orange-braunen Minerals herausgekommen.  :)
Wenn jetzt noch jemand eine Idee hat, was das sein könnte, dann landet das Steinchen wieder an seinem Platz in der Vitrine.

Schöne Grüße  ;D

Offline Embarak

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Re: Fotos sind nach dem Stacken überbelichtet?
« Antwort #8 am: 15 Jan 24, 20:28 »
Hallo,
Zitat
mir scheint, dass die Stacking-Software die einzelnen Bilder nicht "aufeinanderlegen" kann.
....
Da sich der schwarze Rand nicht verändert, hat die Software keine Möglichkeit, die nötigen Korrekturen des eigentlichen Bildinhaltes auszuführen.
Lösung bzw. Test meiner These: die Bilder entweder so beschneiden, dass nur das Mineral sichtbar ist und kein schwarzer Rand.
 
....Dann die Bilder nochmal in einer "richtigen" Stackingsoftware zusammenführen (ja - PS kann das auch, aber Helicon oder Zerene sind darauf spezialisiert und können das viel besser!)

Dem kann ich nur zustimmen! Ich mache Bildbearbeitung ebenfalls mit Photoshop, stacke aber mit Zerene Stacker, weil es besser ist.
Den seitlichen Versatz der Einzelbilder kann die Software sehr gut ausgleichen, solange die Stackingschritte klein genug sind.
(Doppeltes Stacken - erst 3 Bilder, dann wieder 3, dann wieder 3 und die 3 dann zusammen - hatte ich auch mal ausprobiert, bringt aber keinen Vorteil.)
Ich würde dazu die Einzelbilder in PS alle übereinander legen, mit dem Auswahlrechteckwerkzeug den Bereich so einschränken,
dass der schwarze Ring nicht dabei ist, freistellen und die Bilder wieder einzeln speichern, um diese dann über ZS oder HF zu stacken. Etwas Fummelei...
Nach dem stacken bleibt bei starkem Versatz rechts oder links ein Bereich, wo die Einzelbilder nicht überlappten, den man wegschneiden muss.
Bei schwachem Versatz macht ZS das selber.
 
Mit einer Powershot G12 am Mikroskop zu arbeiten, ist ambitioniert und macht mich neugierig.
Ich nehme an, dass Du im manuellen Belichtungsmodus mit festem Focus aufnimmst und die stackingschritte über den Feintrieb des Mikroskops machst.

Die G12 kann ja auch RAW. Ich öffne alle RAW-Bilder (meiner EOS 5D Mark II) über die Adobe Bridge in Camera RAW zusammen und speichere sie als 16-bit-TIF.
Zerene Stacker kann kein RAW, kann aber 16-bit-TIF stacken und man kann einstellen, dass der Stack auch als 16-bit-Tif ausgegeben wird.
16-bit-TIF hat gegenüber 8-bit-JPG enorme Vorteile bei der späteren Bildbearbeitung (Farbe, Kontrast, Nachschärfen, Entfernung chromatischer Aberration...), da wesentlich mehr Bildinformationen enthalten sind.
Die Bildbearbeitung mache ich aber nicht direkt in Photoshop, sondern in Camera Raw, was ja in PS implementiert ist. Das hat mehr und feinere Werkzeuge.

Ich stacke erst und mache danach die Bildbearbeitung am Stack in Camera Raw.
Man kann aber auch umgekehrt erst alle 16-bit-TIF ( oder ggf. nur als JPG) über die Adobe Bridge in Camera Raw öffnen und alle zusammen als Batch bearbeiten,
diese wieder speichern und danach erst mit der Software der Wahl stacken.

Entscheidend für gute Stacks ist gutes Rohmaterial!

Viel Spaß beim Experimentieren
Norbert

Offline isbjoern

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Re: Fotos sind nach dem Stacken überbelichtet?
« Antwort #9 am: 15 Jan 24, 20:49 »
Hallo Richard,

mir scheint das Licht bei den Einzelbildern zu "hart", das kann viele Probleme verursachen, auch beim Stacken.
Versuche es doch mal mit einer diffuseren Beleuchtung (also z. B. mattes Plexiglas oder Pergamentpapier o. ä. zwischen Lampe und Mineral positionieren).

Viele Grüße

- Björn

Offline Lynx

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Re: Fotos sind nach dem Stacken überbelichtet?
« Antwort #10 am: 15 Jan 24, 20:58 »
Hallo Richard

vielleicht noch ein bisschen was ergänzend zum schwarzen Rand und ähnlichen Themen.
Der schwarze Rand definiert eine scharfe kontrastreiche Kante, die relativ zum gesamten Bild immer gleich liegt  Die Softwar wird diesen Kontrast immer sehr stark gewichten und letztlich sowohl den Ort als auch die Farbe entsprechend angleichen versuchen.
 Zerene (und wohl auch bei den anderen Progarmmen) stellt die Bilder vor dem Stacking gleich, das heisst per Software wird der Frabumfang/Tonwertumfang aller Bilder angeglichen. Wie genau der Algorithmus dazu funktioniert, weiss ich leider nicht. Allerdings kann ein einzelnes Bild im Stack, das andere Tonwerteinstellungen/Farbabgleich hat ,dazu führen, dass der ganze Stack falsch gerechnet wird Und dieser Fehler kann beim einzelnen Bild unterschiedliche Ursachen haben. Bei meinen Lumineszenzbildern hatte ich meiner Nikon am Anfang zu sehr vertraut und die hatte bei einzelen Bildern dann einen anderen Weißabglich bevorzugt (oder wegen einer automatischen Horizonteinstellung sogar Hoch- statt Querformat eingestellt  ;D). Die Stacks waren unbrauchbar.

Es gibt aber immer pathologische Bilder, wie z.B. quasi monochrom rot leuchtender Topas ( Bild Nr 1667078411 ). Da findet die Software kaum Kontraste mehr und die Stacks werden flau....

Zum Zuschneiden der Bilder und Anpassen der Farbeinstellungen lohnt es sich, die Stapelverarbeitung von Lightroom anzuschauen. Das klappt damit für mich recht gut.

Gruß, Martin

P.S: Bei mir liegts an erster Stelle am Objektiv, das leider einiges an Bildfehlern einbringt, und an zweiter daran, dass ich die Stacks von Hand mit dem Feintrieb eines Mikroskopständers mache - das wird leicht zu grob....

Offline MyHome

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Re: Fotos sind nach dem Stacken überbelichtet?
« Antwort #11 am: 17 Jan 24, 17:43 »
Hallo zusammen,

 :)
@Norbert
Zitat
Ich würde dazu die Einzelbilder in PS alle übereinander legen, mit dem Auswahlrechteckwerkzeug den Bereich so einschränken,
dass der schwarze Ring nicht dabei ist, freistellen und die Bilder wieder einzeln speichern, um diese dann über ZS oder HF zu stacken.
Ja genau!  Ich hätte nur nicht gedacht, dass der schwarze Rand diesen Einfluss hat. Vielmehr dachte ich, dass sich PS dann besser "orientieren" kann, wo der Fokus liegt. Aber egal, ich lag daneben. Wie du es hier dann beschreibst, genauso habe ich es auch gemacht. :D  Nur habe ich die Bilderebenen (noch) nicht einzeln wieder gespeichert, um Sie in ZS oder HF zu importieren. Ich bin zwar viel am WE unterwegs, werde aber das mal probieren, solange noch die 30Tage Lizenz zum testen bleibt.
Aber quasi genauso habe ich es auch gemacht. Alle Tutorials beschreiben diesen Vorgang auch so.

Zitat
Mit einer Powershot G12 am Mikroskop zu arbeiten, ist ambitioniert und macht mich neugierig.
Ich nehme an, dass Du im manuellen Belichtungsmodus mit festem Focus aufnimmst und die stackingschritte über den Feintrieb des Mikroskops machst.
Die gute G12 habe ich schon ein paar Jährchen und habe bislang nur Panorama Aufnahmen im Urlaub usw. mit ihr gemacht. Durch dieses Projekt erst merke ich, was für eine kleine "Leistungsmaschine" ich da habe  :). Wirklich toll!
Meine ersten Versuche waren im manuellen Modus, weil nur hier die Einstellungen zur Blende usw. manuell eingestellt werden können. Dann anfangs mit Autofokus, dann mit deaktiviertem Autofokus -> Fokus über den Feintrieb des Mikroskops (nicht über die Kamera selbst!). Ich habe mich etwas angenähert. Meine weiteren Versuche waren dann schon mit Blende, Focus Bracketing und auch mit der Iso. Vor allem letzteres muss ich mir nochmal anschauen. Ich werde, wie gesagt, noch experimentieren müssen, welche Blende usw. -in meinem Fall- am besten sind, jetzt da ich ja Bilder hinbekomme. Es sollen ja keine Hochleistungsaufnahmen werden, aber scharfe Bilder wären wünschenswert und die letzten sahen doch schon gut aus (im Vergleich zu der vorher generierten modernen Kunst)  ;D

Zitat
Die G12 kann ja auch RAW.
Mit RAW habe ich noch nicht gespielt. Erstmal ging es mir den Vorgang zum laufen zu bringen. Dein Vorgang wäre also unabhängig von den Programmen so: RAW->16-bit Tif->Tifs Bearbeiten->Tifs Stacken und als Tif/JPG/... abspeichern, richtig?
Camera Raw habe ich in CS4 nicht, ich arbeite zwar nicht professionell aber ambitioniert seit rund 20 Jahren mit PS, bislang hat es meinen Anforderungen genügt.  ;)
Es gibt bestimmt eine freie Software mit der ich die CR2-RAW-Dateien in Tifs wandeln kann. Ist auf meiner ToDo-Liste! Danke für die Bestätigung RAW zu nutzen.

Zitat
Entscheidend für gute Stacks ist gutes Rohmaterial!
Viel Spaß beim Experimentieren
Richtig und Danke! Nach zig Versuchen hatte es dann ja mal geklappt. Das war echt toll  ;D

@Björn
Zitat
mir scheint das Licht bei den Einzelbildern zu "hart", das kann viele Probleme verursachen, auch beim Stacken.
Versuche es doch mal mit einer diffuseren Beleuchtung (also z. B. mattes Plexiglas oder Pergamentpapier o. ä. zwischen Lampe und Mineral positionieren).
Richtig auch bei dir. Du hast absolut Recht. Ich vermute, dass daher auch die Spiegelungen kommen. Aber nachdem bei meinem flexilux die Glühbirne und der Lüfter nicht liefen, habe ich mir auf die Schnelle einen simplen LED-Ring bestellt, der auch leider nicht sitzt -> Klebeband. Wie gesagt, mein erster Mikroskop und Luft nach oben!  8)
Ich habe die Lösungen von allen mal auf den Bildern hier https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Bildtechnik-Vergleich-2020/isbjoern angeschaut. Du hast da ja auch Papier zur Rundumbeleuchtung dabei. Werde mir also was einfallen lassen, wie ich das unter meinem Mikroskop hinbekomme. Vielleicht hilft auch schon milchige Folie auf dem LED-Ring und ein zusätzlicher Papierring um das Mineral herum.  :) Auf der Arbeit bei Schadensanalysen machen die Kollegen Fotos auch mit Papier um das Objekt herum.  :)

@Martin
Zitat
Der schwarze Rand definiert eine scharfe kontrastreiche Kante, die relativ zum gesamten Bild immer gleich liegt.
Daran liegt es wohl, weil der Algorithmus das gesamte Bild, auch die komplett schwarze Fläche, nutzt. Ich nehme an, dass je geringer der Kontrast ist, siehe bei den einzelnen Kristallen deines roten Topas, wird das Stacken immer schwieriger, oder?
Von sowas bin ich noch weit entfernt, aktuell mache ich eher Makros  ;) ;D Aber interessehalber: Ist dann die Belichtungszeit der maßgebliche Einfluss bei Lumineszenz-Bildern?

Das war jetzt etwas Text  :)

Schöne Grüße,
Richard
« Letzte Änderung: 17 Jan 24, 18:38 von MyHome »

Offline Lynx

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Re: Fotos sind nach dem Stacken überbelichtet?
« Antwort #12 am: 20 Jan 24, 21:05 »
Aber interessehalber: Ist dann die Belichtungszeit der maßgebliche Einfluss bei Lumineszenz-Bildern?

Hoi Richard

da sind die Lumineszenzbilder meist eher dankbar, weil häufig (außer eben bei den pathologischen Fällen) Kontraste eher groß sind. Wichtig sind gute Beleuchtungsquellen und Filter....

Pathologische Fälle: das Rot des Topas kommt von Cr3+ mit scharfen Emissionsbanden um 683 nm. Im Bild wird dies nur noch als reines Rot dargestellt. Cr ist als Leuchtzentrum sehr effizient, da genügt wenig. Die Topas-kristalle leuchten dann sehr gleichmässig und recht hell. Also bleibt am Ende in den Bilddaten nicht mehr viel übrig - außer roten Pixeln ohne Kontrast..... Und korrekt darstellen läßt sich das auf den meisten Monitoren eh nicht, dort leuchten die roten Pixel um 615-620 nm- weit weg von den Chrom Linien.

Gruß, Martin

 

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