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Akanthit

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Klaus Schäfer:
Hallo Kollegen,

Ich habe es mal mit Bilderrückwärtssuche per Google-Lens im Netz versucht, blieb aber bislang ziemlich erfolglos, wenn man von den bekannten mineralischen Strukturen absieht, die allerdings nicht kongruent mit dem zur Frage gestellten Objekt sind. Recht ähnlich stellt sich aus dem Bereich Mathematik der fraktale, asymmetrisch-quadratische Sierpinski-Teppich dar. Bringt uns aber nicht wirklich weiter.

Lynx:
Hoi zusammen

Zunächst mal vielen Dank Matthias, die Bilder sind super! :)

Auf "Akanthit08" sehe ich mehrere eher typische Akanthit-Aggergate und in der Mitte eben jene fraktale Struktur. Für mich sieht das durchaus als natürliche sekundäre Ausblühung aus. Ob allerdings alles Akanthit ist? Vielleicht liegt genug Material vor, um ein bisserl was zu analysieren?

Spannend finde ich die selbstähnlichen Strukturen im allerersten Bild. Klaus: da steckt schon jede Menge Entropie in diesem skelettartigen Wachstum. Um soetwas zu beschreiben, braucht es deutlich(!) mehr Information, als bei einem Einkristall - das korreliert direkt mit der Entropie.

Zu "dendritic growth" gibt es sehr viel Literatur im Netz. An sich ist die Struktur nicht unplausibel, auch nicht, dass offene Enden bleiben. Die verschiedenen Größenskalen (Größere und kleinere rechteckige Strukturen) sind durchaus typisch für fraktales Wachstum. Dass das Gebilde rechte Winkel aufweist, ist speziell, aber widerspricht keineswegs einem natürlichen Wachstum. Was mir sehr speziell vorkommt ist, dass in diesem  Gebilde doch über einen großen Bereich das selbstähnliche Wachstum erhalten wurde und es eben wirklich gut sichtbar wird. Ähnliche Strukturen kenne ich sonst eher von Kristallwaschtum "in der Petrischale" oder als Defekte in Werkstücken - aber bei starker Vergrößerung (z.B. auch unterm REM).

Also vielen Dank fürs Zeigen, jetzt wäre es erstens spannend, was es ist und zweitens, ob diese Art Struktur (rechtwinklig) anderweitig auch beobachtet wurde...

Grüße, Martin

Klaus Schäfer:
Hallo Martin,

Die Diskussionen hier sind wirklich fruchtbar- ich lerne gern dazu. Was mich aber standhaft an ein künstliches Produkt denken lässt, ist die durchgehend einheitliche Dicke des Konstruktes. Alle "Aggregate" zeigen diese Konstante untereinander (identischer Durchmesser der Filamente) und in ihrem Aufbau: Großräumige und kleinräumige Felder werden von Filamenten gleicher Dicke begrenzt.

Lynx:
Hoi Klaus,
ich versteh Dich schon. Andererseits müsste dann der Rest (also die selbstähnliche Struktur, auch auf den Bilder Akanthit06 und Akanthit04) eben  ja auch künstlich hergestellt worden sein. Das ist aber  künstlich garnicht einfach zu fertigen, vorallem auf dieser Skala und so in dieser Form und ggf. transferierbar stabil.... Kleiner wärs einfacher :) Zumal Matthias ja auch schreibt, dass er das Stück weiter untersucht hat, und die Verpackung als Quelle ausschliessen kann.
Gruß, Martin

Kainosit:
Hallo Martin,

vielen herzlichen Dank für Deinen Beitrag.

Lieber Klaus ich habe Fotos angehängt, die das 2,5 cm breite Micro in der Übersicht zeigt. Darauf sind die fotografierten Befunde markiert, die bis auf das zuerst gezeigte, meist in winzigen, nur schwer einsehbaren Vertiefungen sitzen. Das 1 mm breite Belegfoto Nr. 12 zeigt winzige Kristalle, die anscheinend natürlich, aus einem Zersetzungs- oder Umwandlungsprodukt hervorgehen. Es bleibt nun die Frage wie mit dem Einstellungsfoto umgegangen werden soll?

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