Hauyn kommt doch im Bims vor, und nicht im/auf Calcit(?)

Zur Information:
Text aus der Eifel DVD von Günter Blass
Bellerberg
Vom Bellerberg sind vor allem die wunderschönen, exakt kristallisierten, farblos klaren Hauyn-Kristalle zu nennen. Sie finden sich manchmal in stark metasomatisch veränderten, porösen, kalziumreichen Xenolithen zusammen mit Granat, Pyroxen und Gehlenit. Vorsicht, in dieser Paragenese treten auch isometrische, farblose „Cancrinit“-Minerale auf, die nur durch genaue Untersuchungen von den Hauyn-Kristallen zu unterscheiden sind (552). Auch in anderen porenreichen Einschlüssen, finden sich innerhalb der Poren, begleitet von schwarzen Pyroxen- und klaren Sanidin-Kristallen, wasserklare bis leicht milchige Hauyn-Rhombendodekaeder.
Auch blauer, glasiger, mehrere Zentimeter großer, derb eingewachsener Hauyn ist gelegentlich in kontaktnahen, feldspatreichen Partien von Kalksteineinschlüssen dieses Fundpunktes zu erkennen. Bei kleineren, nur angedeuteten blauen Partien ist eine Verwechslung mit einem blauen, jetzt als Vondechenit definiertem Kalziumkupferchlorid (vorher unter UM-BB 04 geführt) sowie evtl. mit blauem Ternesit möglich. Es besteht auch der Verdacht dass es sich bei diesen blauen Einschlüssen um Lasurit handelt. Leider reichen die vorliegenden Materialmengen nicht aus, um zweifelsfrei das Vorliegen des SO4-- -haltigen Hauyn oder des Sulfid-haltigen Lasurit zu bestätigen.
In blasenreichem Basalt des Bellerberges sind selten kleine Einschlüsse zu finden, die intensiv blauen, glasigen Hauyn und farblosen Feldspat enthalten. Der Hauyn ist meist derb und zeigt im Gegensatz zu dem begleitenden Titanit und Apatit keine Kristallformen. In etwas dichterem Basalt treten manchmal zentimetergroße, graue, muschelig brechende Einschlüsse auf, welche im äußeren Bereich blau, glasig sind. Sie erwiesen sich nach der XRD-Analyse zweifelsfrei als Hauyn (Bild).
In Poren der graugrünen Schlacken fanden sich manchmal isometrische, farblose Kristalle zusammen mit idiomorphen Pseudobrookit, gelbem Pyroxen und Hämatit. Die Röntgenbeugung und die chemische Zusammensetzung ergaben Hauyn bzw. Mischglieder mit Nosean (552).
In sanidinitischen Einschlüssen von Schlacken und Schweißschlacken , die üblicherweise Hämatit, Apatit, Zirkon, Titanit, gelben Pyroxen, seltener auch Monazit in verschieden Stadien der Umwandlung (Oxicalciobetafit, Cerianit, Wakefieldit) enthalten, sind manchmal isometrische, glasklare Kristalle mit einer dem Hauyn bzw. Mischkristallen Hauyn/Nosean entsprechenden Zusammensetzung zu finden (601, 603). Hier ist eine genaue Definition besonders schwierig, weil in diesen Einschlüssen auch Sodalith-Kristalle in gleicher Ausbildung auftreten (siehe unter Sodalith).
Gerhard Niceus (geni

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