Hallo Jürgen,
zumindest von der Festigkeit her, ist es schon so, dass zwei Böden die doppelte Festigkeit haben, als einer. Ich war mir nicht sicher, ob es mit Worten gut zu erklären ist, daher mal 3 Skizzen im Anhang.
Theoretisch kann man die Festigkeit und die Kräfte berechnen. Dafür benötigt man aber ein statisch bestimmtes System. Die Böden sind meistens nur aufgelegt, sind also statisch unbestimmt, was aber auf deine Verwendung natürlich keine Rolle spielt, nur für eine mögliche Berechnung. Statisch bestimmt wären sie, wenn eine Lagerseite fest ist, z.B. verschraubt oder auch durch Silikonunterleger am Rutschen gehindert wird.
Jedenfalls zeigen die Skizzen alle auf der linken Seite eine feste Lagerung. Die rechte ist beweglich gelagert.
Ein Boden hat die Festigkeit von 1x Boden, wie auch immer der beschaffen ist: Abmessungen und Werkstoffkenndaten.
Der Fall mit zwei Böden hat entsprechend auch die doppelte Festigkeit, da die Dicke des Materials verdoppelt wurde. Das ist wohl auch in deinem Fall anzunehmen, hat aber einen Haken, weil die Glasböden nicht miteinander verbunden sind. In Holzkonstruktionen werden daher auch die Dachlatten miteinander verschraubt und/oder verleimt, um genau diese "verbundene" Festigkeit zu erreichen.
Heißt bei zwei Böden ist es theoretisch möglich, dass Fall 3 auftritt -> eine Punktbelastung, die sich vorwiegend nur auf den oberen Boden auswirkt und zu dessen Bruch führt.
Das aber nur von der Theorie, da Glasböden sehr eben sind und eine hohe Festigkeit aufweisen. In der Praxis sollte es also mit zwei aufeinander gelegten Böden funktionieren.
Grüße,
Richard