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Geologische Begriffe
McSchuerf:
Hallo ..
["Bearbeiten"|http://www.mineralienatlas.de/phpwiki/index.php/GeologischeBegriffe?action=edit] hinzufügen.
..um neue Begriffe hinzufügen die nicht in der Liste stehen oder nicht über Volltextsuche bereits eingearbeitet sind, steht o.g. Anweisung.
Die Frage ist nur WO genau füge ich neue Begriffe hinzu, wenn ich nunmal die Begriffe die bereits in der Suchliste bzw. in der anderen Liste stehen, nicht so ohne weiteres definieren könnte oder wollte?.. :-\
Daher füge ich jetzt hier ein paar weitere Begriffe ein.. ;)
siehe Folgebeitrag.. :)
McSchuerf:
DELTA
Ein Delta ist eine Ablagerung von Sedimenten im Mündungsbereich von Flüssen. Der Name bezieht sich auf die fächerartige Form, die von oben gesehen dem griech. Buchstaben Delta ähnelt.
AKTUALISMUS
Unter Aktualismus versteht man ein grundlegendes Prinzip der Geologie - d.h. aus gegenwärtigen geologischen Vorgängen Rückschlüsse auf vergangene Vorgänge zu ziehen.
ERDKRUSTE
Die Erdkruste bildet die äußere Schale unseres Planeten. Sie reicht von der Oberfläche bis zur Mohorovicic-Diskontinuität, einer Unstetigkeitsfläche, an der die Dichte der Gesteine sprunghaft zunimmt. An diese Diskontinuität schließt sich der Erdmantel an. Die Dicke der Erdkruste variiert stark von kontinentalen Landmassen zu dünnen Stellen am Ozeanboden; ihr Durchmesser beträgt ca. 35 km.
DYKES
Dykes sind schichtartige magmatische Intrusionen, die bestehende Gesteinsschichten meist im Winkel durchschneiden. Sie gehören dann zu den diskordanten Strukturen.
LAGERGÄNGE
Lagergänge sind schichtartige Intrusionen, die im großen und ganzen parallel zu den Schichten des Wirtsgesteins verlaufen - es handelt sich also um konkordante Strukturen.
GRUNDMORÄNEN
Diese Moränenart entsteht, wenn das von einem Gletscher mitgeführte Geschiebe absinkt und am Boden des Eises abgelagert wird. Das Ergebnis dieses Prozesses sind auffallende Formationen wie langgestreckte, stromlinienförmige Hügel (die Drumlins) sowie Ansammlungen großer erratischer Blöcke (Findlinge).
KOHLE
Kohle ist ein dunkles, kohlenstoffartiges Gestein, das in Form sedimentärer Schichten weltweit vorkommt. Kohle brennt leicht, gibt viel Hitze ab und ist daher einer der wichtigsten Brennstoffe überhaupt.
OROGENESE
Orogenese ist der wissenschaftliche Begriff für geologische Prozesse, die in der Bildung von Faltengebirgen wie den europäischen Alpen oder amerikanischen Rocky Montains kulminieren. Der Name stammt von den griech. Begriffen oros (= Gebirge) und genesis (= Entstehung).
AQUIFER
Aquifer bedeutet 'Wasserträger'. Man versteht darunter Gesteinskörper, die als Grundwasserleiter dienen, die oben und unten von undurchlässigen Schichten umgeben sind. Normalerweise findet man Aquifer in Sedimentiten (häufig in Kalk- oder Sandsteinen). Aquifer spielen für bewohnte Gebiete eine große Rolle, da sie riesige unterirdische Reservoirs bilden und manchmal Quellen an der Oberfläche speisen.
SPALTENFÜLLUNG
Spaltenfüllungen sind flächenhaft ausgedehnte Gesteine und Mineralien, die vom umgebenden Gestein abgelagert oder ausgeschieden wurden. Sie können wertvolle Mineralien oder Erze enthalten.
McSchuerf:
DIAGENESE
Die Summe aller biologischen, chemischen und physikalischen Veränderungen, denen lockere Sedimente unterworfen sind, wenn sie zu Gestein werden, wird Diagenese genannt.
GLAZIALE EROSION
Zu glazialer Erosion kommt es, wenn Gletschereis die Gesteine abschürft, über die es hinweggleitet. Be diesem Prozess entstehen spektakuläre landschaftliche Formen.
BONEBEDS
Ein Bonebed (engl; wörtlich 'Knochenlager') ist eine sedimentäre Schicht, die aus noch erkennbaren versteinerten Knochen, Schuppen und Zähnen von Fossilien, Reptilien und Wirbeltieren besteht. Außerdem enthalten Bonebeds fossilierte Fischexkremente, aus denen sich Phosphate bilden, die man zur Kunstdüngerherstellung verwendet.
EROSION
Unter Erosion versteht man die Abtragung, der die Erdoberfläche durch Bewegung von Wind, Gletschern, Flüssen und Meeren unterworfen ist. Erosion steht im Gegensatz zur Verwitterung, bei der Bewegung keine Rolle spielt.
SCHICHTUNG
Mit Schichtung bezeichnet man in der Geologie die unterschiedlichen Lagen sedimentärer Gesteine, die durch verschiedene Arten der Ablagerung entstanden sind.
ÄOLISCHE ABLAGERUNGEN
Viele sedimentäre Gesteine sind das Ergebnis äolischer Ablagerungen, d.h. sie wurden vom Wind verfrachtet. Der Name stammt von Äolus, dem griech. Gott des Windes.
MANGANKNOLLEN
Im gesamten Verlauf der Erdgeschichte sind durch chemische Reaktion zwischen älteren Gesteinen und äußeren Kräften wie der Atmosphäre und den Meeren Manganerze entstanden und abgelagert worden. Diese Prozesse dauern bis heute an: Am Boden der Tiefsee, vor allem im Pazifik, bilden wertvolle Metalloxide auf dunklen Schlamm- oder Tonschichten merkwürdige schwarze Knollen oder schalige Konkretionen. Meist sind die Knollen kartoffelförmig und ihr Inneres ist pulverig und weich. Im Schnitt haben sie ca. 5 cm Durchmesser, obwohl es auch hinsichtlich ihrer Größe Abweichungen gibt.
Manganknollen bilden keine Kristalle aus. Statt dessen haben sie Schichten, den Häuten einer Zwiebel ähnlich, die einen Kern (z.B. ein Sandkorn oder einen Fischzahn) umgeben.
Die chemische Zusammensetzung dieser Knollen ist relativ beständig: Sie enthalten alle bis zu 35% Mangan (Mn) und weisen außerdem einen Prozentsatz an Nickel (bis zu ca. 1,6 %), Kupfer (bis zu 1,2 %) und Kobalt (1,0 %) auf.
KIES UND GERÖLL
Kies und Geröll sind eine häufige Erscheinung in vielen Teilen der Erde, vor allem in gebirgigen Regionen. Sie sammeln sich meist am Fuß von Bergen und Hängen an und werden nach oben hin in Gipfelrichtung spärlicher. Kies und Geröll betstehen primär aus grobkörnigen Sedimenten, deren Größe stark variiiert. Es gibt sowohl winzige Partikel als auch große Brocken.
MANDELN
Unter Mandeln versteht man oval geformte Hohlräume in vulkanischen Gesteinen, die mit Mineralien ausgekleidet oder gefüllt sind. Diese Hohlräume haben ihre Ursprung in Gasblasen, die erhalten geblieben sind und sich später mit hellen Mineralien wie z.B. Quarz füllten. Mandeln sind nach den typischen eiförmigen Nüssen des Mandelbaums benannt.
MORÄNEN
Moränen bestehen aus Sedimenten, die von Eisströmen (Gletschern) transportiert und abgelagert worden sind. Moränen kommen jedoch nicht nur in heutigen Gletscherregionen vor, sondern auch in Gebieten, die seit der letzten Eiszeit nicht mehr von einer ständigen Eisdecke überzogen waren.
McSchuerf:
METAMORPHE KONTAKTHÖFE ..
Kontakthöfe bilden sich, wenn Hitze von Lavaströmen oder von Magma die Natur der Gesteine verändert, mit denen Lava oder Magma in Kontakt kommen. Die Höfe verbreiten sich in konzentrischen Kreisen um einen magmatischen Gesteinskörper. Die Kreise werden kartographisch erfasst, um die Metamorphosegrade im Nebengestein zu dokumentieren.
SEDIMENTATIONSZYKLEN
Als Sedimentationszyklen bezeichnet man in der Geologie charakteristische Folgen sedimentärer Ablagerungen, die im Profil (senkrechter Schnitt) parallele Muster bilden. Ganz unterschiedliche Gesteine liegen in regelmäßiger Abfolge übereinander, weil sich Ablagerungsbedingungen änderten.
KAOLINISIERUNG
Mit Kaolinisierung wird eine Reihe von chemischen Reaktionen bezeichnet, mit denen Feldspatsilikate in granitischen Gesteinen zu Ton umgewandelt werden.
Die Verwitterung geschieht durch Hitze - insbesondere durch die Einwirkung von heißen Wässern. Kaolinisierung ist daher ein hydrothermaler Prozess.
LAKKOLITHE
Lakkolithe sind kuppel- oder linsenförmige magmatische Intrusionen, die in überlagernden Gesteinsschichten zu Wölbungen führen.
Der Name wurde von dem amerikanischen Geologen Grove Karl Gilbert geprägt und geht auf die griech. Wörter lakkos (Zisterne) und lithos (Stein) zurück - eine Anspielung auf die Art und Weise, wie das Magma durch einen Förderkanal nach oben gepresst wurde und dann in aufgeweiteten Schichtungen erkaltete.
DRUMLINS
Drumlins sind langgestreckte, niedrige Hügel aus Moränenmaterial, die durch glaziale Ablagerung entstanden. Sie sehen ähnlich aus wie Rundhöcker.
Drumlins ist ein engl. Begriff, der von dem gälischen Wort 'druim' (Rücken, Kamm) abstammt. Drumlins kommen selten einzeln vor; sie treten meist in Gruppen (den sog. 'Schwärmen') auf.
SALZSTÖCKE
Viele Evaporitschichten liegen zwar an der Oberfläche, aber andere sind durch später erfolgende geologische Aktivitäten bedeckt worden. In manchen Fällen dringen dann Salzmineralien nach oben und bilden in den überliegenden Gesteinsschichten Intrusionen (Salzstöcke). Manchmal kommt es auch vor, dass sie die Oberfläche der Erde erreichen und zu landschaftsprägenden Gebilden werden - den Salzgletschern.
McSchuerf:
und mein letzter Beitrag..
TROGTÄLER
Trogtäler entstehen durch Gletschererosion in Berg und Hügelland. Alle Täler wurden durch Talgletscher geformt; die Täler selbst sind allerdings meist älter (viele stammen aus dem Tertiär). Manche Trogtäler werden auch heute noch geformt. Wenn in Hochgebirgen ausgedehnte Eisstromnetze vorhanden sind, schürfen sie die präexistierenden Kerbtäler weiter aus (z.B. im Himalaya).
Tschüß und Schönes Wochenende.. ;)
Gruß Peter
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