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Autor Thema: Ausgleichende Gerechtigkeit  (Gelesen 3516 mal)

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Offline Klaus Schäfer

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Ausgleichende Gerechtigkeit
« am: 30 Jun 24, 12:12 »
Hallo Kollegen,

Im Mineralienatlas werden zur Zeit zum zweiten Mal Bilder von einem guten und ambitonierten Fotografen hochgeladen, die fast alle in promptu bewertet worden sind. Die Bewertungen sind ausgesprochen hoch. Diese Konvergenz ist sehr auffällig. Das Abwerten der Fotos auf ein gerechtfertigtes Mass wird wohl ebenso wieder stattfinden und eine hitzige Diskussion wird wohl ebenfalls entbrennen.

Der Misstand, daß man offiziell als Fotograf seine Bilder nicht selbst bewerten darf, ist schmerzhaft. Ich selbst stelle sehr viele Abbildungen ein, leider unter der Prämisse, daß diese, wenn unbewertet, in der Masse durchschnittlicher und zum Teil unglaublich schlechter Aufnahmen untergehen. Den Ausweg über einen Fake-Account (geht leicht, an einem meiner Bilder mal ausprobiert) oder der  persönlichen Ansprache an Kollegen, dieses oder jenes Bild für mich zu bewerten, möchte ich nicht gehen, um niemanden zu übervorteilen.

Bei einer Freigabe der Bewertung ist natürlich zu befürchten, das auch eher schlechte Bilder vom stolzen Erzeuger zu hoch bewertet werden. Aber mir wäre ein solches Ungleichgewicht lieber, als das Verschwinden guter Fotos im Orkus.

Ich schlage folgendes vor: Wir sollten die Bewertung durch den Fotografen wieder erlauben.

Zudem könnte ein Gremium Bilder auswählen, deren Standard nicht zeitgemäß ist und diese entweder abwerten oder entfernen. Dies sollte allerdings transparent sein und in einem einsehbaren Kapitel des Mineralienatlas stattfinden. Für den Vollzug bindend wäre eine begründete Bewertung.

Gruß von Klaus


Online harzer

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Re: Ausgleichende Gerechtigkeit
« Antwort #1 am: 30 Jun 24, 13:14 »
Hallo Klaus,

Die von Dir angesprochenen auffälligen Berwertungen sehe ich eher als absichtliche Provokation zu den neusten "Bewertungsentgleisungen".
Ich bin wie Du der Meinung, dass eine Überarbeitung der Berwertungsrichlinien sinnvoll ist und zu gerechteren Ergebnisse führen könnte.
Auch eine Reduzierung von Fotos ohne  erkennbare Aussagekraft wäre wünschenswert ist aber in der Umsetzung wohl eher schwierig.
Vielleicht könnte man ganz auf die Bewertungen verzichten und nur die Klicks über die Wertigkeit der eingestellten Bilder entscheiden lassen..

Ich bin Dir dankbar für den Hinweis auf dieses brisante Thema.

Offline vandendrieschen

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Re: Ausgleichende Gerechtigkeit
« Antwort #2 am: 30 Jun 24, 15:53 »
Ich schlage folgendes vor: Wir sollten die Bewertung durch den Fotografen wieder erlauben.
Das führt nur zu den genannten Problemen. Auch bei den Fotowettbewerben kann man für seine eigenen Bilder abstimmen (was ich nie gemacht habe) um sich theoretisch einen "Vorsprung" zu verschaffen.


Vielleicht könnte man ganz auf die Bewertungen verzichten und nur die Klicks über die Wertigkeit der eingestellten Bilder entscheiden lassen...
1000 mal ein schlecht aufgelöstes Foto angeklickt, um zu sehen, was es ist, ist dann automatisch eines der besten Bilder.

Offline oliverOliver

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Re: Ausgleichende Gerechtigkeit
« Antwort #3 am: 30 Jun 24, 15:59 »

Vielleicht könnte man ganz auf die Bewertungen verzichten und nur die Klicks über die Wertigkeit der eingestellten Bilder entscheiden lassen...
1000 mal ein schlecht aufgelöstes Foto angeklickt, um zu sehen, was es ist, ist dann automatisch eines der besten Bilder.

Genau - das wäre ziemlich kontraproduktiv, und könnte völlig "nach hinten losgehen".
Ein Klick ist keine Bewertung, und das ist gut so, und soll auch so bleiben.
ga
oliver

Offline Klaus Schäfer

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Re: Ausgleichende Gerechtigkeit
« Antwort #4 am: 30 Jun 24, 16:05 »
Hallo Juliane,

Im Moment ist die schlechteste Bewertung die Nichtbewertung. Seit ich hier am Start bin, steht unter meinem Bild das Motto "Bewertet mehr Bilder".

Im Moment stehe ich kurz vor 25.000 Bildbeiträgen. Wenn nur ein Fünftel davon ansprechend wären, würden das knapp 5000 ausmachen. Die Anzahl meiner bewerteten Bilder ist mit 6 % allerdings marginal im Vergleich zum Aufwand.

Ungerechtfertigt hochgewertete Bilder kann man heute schon abwerten. Aber gegen den Umstand, dass die eigenen Bilder keine Wertung bekommen, kann man nichts tun.

Offline oliverOliver

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Re: Ausgleichende Gerechtigkeit
« Antwort #5 am: 30 Jun 24, 16:08 »
Aber gegen den Umstand, dass die eigenen Bilder keine Wertung bekommen, kann man nichts tun.

Nein - außer eben die User motivieren, mehr zu bewerten.

Aber wenn ich mir anschaue, dass selbst beim letzten Fotowettbewerb nur 21 (!) Mitglieder abgestimmt haben, wundert es mich auch nicht, dass Lexikonfotos nur selten bewertet werden.
« Letzte Änderung: 30 Jun 24, 16:13 von oliverOliver »

Offline Lynx

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Re: Ausgleichende Gerechtigkeit
« Antwort #6 am: 30 Jun 24, 16:44 »
Hoi
nur kurz

1) Bei der Sortierung werden schlecht bewertete Bilder vor unbewerteten Bildern gezeigt. Ich glaube, ich hatte bereits angeregt, für jedes Bild die Wertung 5 voreinzustellen, dann wäre eine Bewertung schlechter als 5 tatsächlich eine Änderung der Reihenfolge.
2) Bein den Mineralienseiten gibt es bereits eine händische Priorisierung, wobei die Kriterien nicht Schönheit, sondern Aussagekraft sind (sein sollen). Noch nicht jedes Mineral hat bereits so eine händische Priorisierung der Eingangsbilder bekommen.
3) Was ist das Ziel? Klaus, Du schreibst, dass Bilder untergehen in der Menge. Da hängt das meiste  an den Möglichkeiten der Sortierung, an einer guten Umsetzung der Suche + geeigneten Suchstichworten, an Attributen etc. und weniger an der (willkürlichen) Wertung.

Ein schönes Foto ist nicht unbedingt auch ein gutes - z.B. wenn die Beschreibung falsch ist oder das, was wichtig ist auf dem Bild nicht transportiert wird o.ä.

Insofern finde ich die Bewertung insgesamt nicht gut geeignet, um Bildern eine Wichtigkeit zuzuweisen.

Gruß, Martin

EDIT: nochmals präzisiert und Rechtschreibung aufgehübscht
« Letzte Änderung: 30 Jun 24, 17:44 von Lynx »

Offline oliverOliver

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Re: Ausgleichende Gerechtigkeit
« Antwort #7 am: 30 Jun 24, 17:08 »
Zitat
Ich glaube, ich hatte bereits angeregt, für jedes Bild die Wertung 5 voreinzustellen,

Wäre aber auch keine ganz saubere Lösung - ein unbewertetes Bild ist eben unbewertet (0), und nicht als "mittelmäßig" (5) bewertet.

Zitat
Insofern finde ich die Bewertung insgesamt nicht gut geeignet, um Bildern eine Wichtigkeit zuzuweisen

Genau - die Möglichkeit zur Bewertung ist zwar ein nettes tool, sollte aber nicht überschätzt werden. Wie es in einem anderen Thema schon mal so schön hieß - der MA ist immer noch eine Mineralienwebsite bzw. Geoportal (incl. Forum), und eben keine Fotografie-webseite oder Foto-Forum. Die Gewichtung ist hier einfach eine andere - wobei natürlich gute/"schöne" Fotos immer willkommen, und jedenfalls "schlechten" Fotos vorzuziehen sind.  :)
ga
oliver
« Letzte Änderung: 30 Jun 24, 17:14 von oliverOliver »

Offline Lynx

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Re: Ausgleichende Gerechtigkeit
« Antwort #8 am: 30 Jun 24, 17:40 »
Zitat
Ich glaube, ich hatte bereits angeregt, für jedes Bild die Wertung 5 voreinzustellen,
Wäre aber auch keine ganz saubere Lösung - ein unbewertetes Bild ist eben unbewertet (0), und nicht als "mittelmäßig" (5) bewertet.

Sauber wäre, die Anzahl der Bilder zu einem Bezeichner (z.B. Mineral) als Grundgesamtheit zu nehmen (N Bilder), dann den mittleren Platz in einem Ranking (Bilder 1-N, Mittelwert=(N+1)/2) jedem Bild zuzuweisen - am Anfang sind alle am gleichen Platz. Jede Wertung platziert nun ein Bild um  - die Anzahl an Wertungen dieses Bildes und die Gesamtanzahl an Wertungen zu einem Bezeichner können dann auch noch einfliessen... es wird beliebig kompliziert und erreicht wenig. Das Problem ist, dass der Wertung kein Normenkatalog zugrunde liegt: was zeichnet ein "gutes Bild" aus? Und zwar auch im Sinne von: was trägt dieses Bild an Information bei? Ist es richtig beschrieben? Scharf? Das wichtige Detail ist sichtbar? Ist es optisch ansprechend?...
Und wenn ich das so sehe - sehen das andere genauso?

Das eigentlich traurige ist, dass die Bewertung anscheinend insgesamt mehr Schaden anrichtet, als dass sie nutzt.

Gruß, Martin

Offline vandendrieschen

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Re: Ausgleichende Gerechtigkeit
« Antwort #9 am: 30 Jun 24, 20:35 »
Ich habe gerade mal zwei Fotos, die bewertet sind. Ich glaube, es hängt davon ab, wie "berühmt" welche Mineralien und Fundstellen sind.

Offline jlies

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Re: Ausgleichende Gerechtigkeit
« Antwort #10 am: 01 Jul 24, 07:27 »
Nach dem Lesen der bisherigen Beiträge bleibt bzügl. Bildbewertung eigemtlich gar kein gutes Gefühl mehr zurück. Wozu sollen Bilder überhaupt bewertet werden? Was ist der (möglicherweise nur herbeigesehnte) tatsächliche Nutzen?

Man kann ein Bild auf unterschiedlichsten Ebenen bewerten, kann hier aber nur eine Bewertung abgeben. Also mischen sich die Ebenen zwangsläufig und die tatsächliche Bewertung wird völlig verwässert.

Ich gehe davon aus, daß der Hauptgrund war, das eher gute Bilder eher vorne einsortiert werden. Funktioniert das? Wenn ja: Wozu etwas ändern?

Offline uwe

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Re: Ausgleichende Gerechtigkeit
« Antwort #11 am: 01 Jul 24, 08:39 »
Die Frage, welche Jörn in seinem Beitrag stellt ist tatsächlich wesentlich. Warum Bilder bewerten, wenn ein einheitlicher Bewertungsmaßstab fehlt und warum überhaupt bewerten.

Uwe

Offline heli

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Re: Ausgleichende Gerechtigkeit
« Antwort #12 am: 01 Jul 24, 10:02 »
Im Atlas gibt es leider ziemlich viele nichtssagende Fotos bzw. Fotos von miserabler Qualität. Wenn man dies anspricht und vielleicht sogar eine Löschung ins Spiel bringt, gibt es regelmäßig massiven Widerstand, wenn man nicht sogar angepöbelt wird.
Daneben sind für mich auch die Bewertungskriterien, die manche anwenden, einfach nicht nachvollziehbar.
Dies führt nun auch dazu, dass die User sehr zurückhaltend agieren. Auch ich bewerte nicht mehr.

Zu Klaus: Danke für die Vielzahl der Bilder in durchwegs ausgezeichneter Qualität, die du hier einstellst.

Helmut


Offline michaelh

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Re: Ausgleichende Gerechtigkeit
« Antwort #13 am: 01 Jul 24, 10:43 »
Im Atlas gibt es leider ziemlich viele nichtssagende Fotos bzw. Fotos von miserabler Qualität. Wenn man dies anspricht und vielleicht sogar eine Löschung ins Spiel bringt, gibt es regelmäßig massiven Widerstand, wenn man nicht sogar angepöbelt wird.
Daneben sind für mich auch die Bewertungskriterien, die manche anwenden, einfach nicht nachvollziehbar.
Dies führt nun auch dazu, dass die User sehr zurückhaltend agieren. Auch ich bewerte nicht mehr.

Zu Klaus: Danke für die Vielzahl der Bilder in durchwegs ausgezeichneter Qualität, die du hier einstellst.

Helmut

Dem kann ich nur zustimmen!
Die Bilder von dir Klaus sind Extraklasse und jedes mal mit 10 zu bewerten ist langweilig  ;)
Am unteren Ende der Skala gibt es eine Menge miserabler Bilder die sofort wieder gelöscht werden sollten.

Ich halte mich mit Bewertungen zurück, da diese Bewertungshysterie (und dies meine ich allgemein und nicht spezifisch für den Mineralienatlas) einfach überhand nimmt.

Grüße Michael


Offline Kupperdroll

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Re: Ausgleichende Gerechtigkeit
« Antwort #14 am: 01 Jul 24, 13:52 »
Hallo!

War der Mineralienatlas nicht dazu gedacht, Fachleute und Laien zusammen zubringen, um Erfahrungen und Wissen auszutauschen? Das kann und muss sicherlich auch für das Fotografieren gelten. Nicht jedes Fossil, Mineral oder jeder Kristall ist aber "überperfekt" in der Natur zu finden. Wie soll denn ein Laie oder auch Profi eine Bestimmung vollziehen...

Bitte! Das ist keine Abwertung der Arbeit der Perfektionisten. Danke für Eure Bemühungen...  "Schuster bleib bei Deinem Leisten"(der Ursprung des MA) sollte dabei nicht vergessen werden.
Danke.


MfG

 

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