Ich denke Kanten- und Flächenwachstum sind doch etwas komplizierter als in einem Nebensatz darstellbar.
Hier im Atlas steht etwas bei Skelettquarzen: "Fensterquarz ist Quarz, der durch übereiltes Kantenwachstum bei nicht vollständiger Ausfüllung der Flächen (mit Lamellen als Ausfüllung der Flächen zwischen den Kanten) entsteht."
Aus Zeiten der Ausbildung habe ich noch Erinnerung an Schlüsselworte wie: "Thermodynamische und Kinetische Steuerung abhängig von Konzentrations- und Temperaturgefälle am Kristallisationsort."
Das erklärt aber nicht, warum sich manchmal Lamellenartige Hohlräume bilden, die z.T. verschlossen sind und Flüssigkeiten mit Gaseinschlüssen aufweisen. Diese Gase sind dann Kohlendioxid und Kohlenwasserstoffe (wie Methan).
Details bei Rykart, Quarzmonographie, S. 238 ff. (1989).
Mir fällt ein, das u.U. sich bei tiefen Temperaturen Clathrates aus Wasser/Methan bilden. Vielleicht haben diese die Flächen auf den Quarzkristallen abgesperrt. Das ist aber meinerseits hier Spekulation.
Jürgen Lange