hi Jörn,
gut dass du das ansprichst - ich habe mich das auch schon gefragt.
Nun, ich nehme an, dass zusätzlich ein fluviatiler Einfluss vorliegt / vorliegen könnte, der zu dieser Terminologie geführt hat. Wenn der Tuff z.B. in einem lakustrinen/limnischen Milieu - und das kann auch einfach eine Senke, in der zeitweilig Wasser stand, gewesen sein - abgesetzt wurde, und dorthin aus der Umgebung eingeschwemmt wurde (bzw.: auch eingeschwemmt, und nicht nur direkt aus dem "fallout" abgesetzt wurde), wäre die Bezeichnung ja zutreffend. Ob das auf den Gnandsteiner wirklich so zutrifft, kann ich nicht beurteilen - aber ich nehme an, es gibt irgendwelche Arbeiten zur Genese des Kieseltuffs?
lg
o
p.s.:
und selbst wenn nur der Regen die Vulkanoklastika von einem Hang ab- und am Hangfuß zusammenschwemmt, wärs ja strenggenommen auch schon resedimentiert. Die durch die Silifizierung noch betonte Bänderung spricht m.E. aber doch (zumindest ein wenig) dafür, dass das unter Wasser stattgefunden hat, sprich, das SiO2 +/- synsedimentär aus einer Lösung ausgefällt ist, und nicht erst nachträglich ein vulkanoklastisches Sediment imprägniert hat.
Möglicherweise seh ich das aber als geologischer Laie auch völlig falsch ...