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Autor Thema: Literatur Artikel zu Royal Imperial Jaspis  (Gelesen 1692 mal)

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Offline jlies

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Literatur Artikel zu Royal Imperial Jaspis
« am: 16 Nov 24, 10:45 »
Hallo,

ich habe eben nach Literatur zum Thema online gesucht und überraschend wenig gefunden. Kann jemand Literaturangaben machen oder auch Artikel nennen bzw. verlinken?

Ich bin auf der Suche nach Gründen für die Enstehung der Schichtung, die solche Bildungen oft zeigen (siehe Bild). Kann dazu jemand Informationen liefern?

Danke und viele Grüße!
Jörn

Offline jlies

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Re: Literatur Artikel zu Royal Imperial Jaspis
« Antwort #1 am: 28 Nov 24, 14:47 »
Kann tatsächlich niemand irgendwelche Angaben zum Thema machen?

Grüße, Jörn.

Offline Klaus Schäfer

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Re: Literatur Artikel zu Royal Imperial Jaspis
« Antwort #2 am: 28 Nov 24, 18:15 »
Hallo Jörn,

Ich schicke dir mal den Text von meiner alten website:

Royal Imperial Jasper -

Dieser hochgeschätzte Jaspis wurde in der Mesquital Mine in Jalisco gefördert. Zur Zeit ist es kaum noch möglich, gute Rohware von dort zu erwerben.

Die beste Quaität dieses Materials zeigt das von amerikanischen Sammlern als “Egg-shell” bezeichnete Muster, eine Ansammlung orbicularer Strukturen im Zentrum des Steines. Jaspisse, die diese Zeichnung besitzen, werden in den USA sehr geschätzt. Ähnlich in ihrer Ausbidung sind Willow Creek Jasper, Morrissonite und die berühmten Bruneau Jasper.

Royal Imperial Jasper kommt in verschieden Farbtönen von Braun über Rot bis zu intensiv Grün und  Türkisblau vor.

Die orbiculare Struktur schneidet sich oft mit der parallelen Schichtung des Materials, die zum Teil schon äußerlich durch Reliefierung erkennbar ist. Im Inneren beeinflussen sich beide Strukturen bei der Farbgebung. Der Jaspis von Jalisco soll in verfestigten Tuffen vorkommen, zeigt aufgrund der planparallelen Struktur aber auch Ähnlichkeiten zu Feuersteinen, die in marinen Sedimenten entstanden sind.

Die Ortsansässigen bezeichnen diese Steine als “Ojito´s” (“Schätzchen”).

Offline Stefan

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Re: Literatur Artikel zu Royal Imperial Jaspis
« Antwort #3 am: 28 Nov 24, 18:38 »
Hallo Klaus,

ich habe die Fundstelle dazu angelegt. Evtl. magst Du sie ja bebildern und um Deinen Text ergänzen.
Sie sehen beeindruckend aus.

https://www.mineralienatlas.de/?l=64301

Lg Stefan

Online oliverOliver

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Re: Literatur Artikel zu Royal Imperial Jaspis
« Antwort #4 am: 28 Nov 24, 19:10 »
Zitat
Der Jaspis von Jalisco soll in verfestigten Tuffen vorkommen, zeigt aufgrund der planparallelen Struktur aber auch Ähnlichkeiten zu Feuersteinen, die in marinen Sedimenten entstanden sind.

Also mich erinnern die parallelen Strukturen eher an den "Gnandsteiner Bandjaspis" als an Feuerstein - und der Gnandsteiner ist ja auch ein (resedimentierter) silifizierter Tuff.

Offline jlies

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Re: Literatur Artikel zu Royal Imperial Jaspis
« Antwort #5 am: 28 Nov 24, 19:25 »
Danke Klaus, das hilft mir schon ein bisschen weiter. Im Prinzip können die Lagen in diesem Falle ja nicht anders als durch pyroklastische Sedimentation entstanden sein.

Ich vermute das immer stärker auch bei den "Vulkanbomben" von Mockzig, die ich aufgrund der geologischen Situation und den darin vorkommenden perlitischen Bruchnetzwerken bisher eigentlich für Ergussgesteine hielt.

Falls jemand hier für Sachsen Hinweise oder Ideen beitragen könnte (das Gestein gehört vermutlich zur unteren Planitz-Formation) wäre ich sehr sehr dankbar!

Offline Klaus Schäfer

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Re: Literatur Artikel zu Royal Imperial Jaspis
« Antwort #6 am: 28 Nov 24, 19:29 »
Danke Stefan,

Ich lade dann demnächst die Bilder und den Text hoch.

Offline jlies

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Re: Literatur Artikel zu Royal Imperial Jaspis
« Antwort #7 am: 28 Nov 24, 19:32 »
Warum spricht man eigentlich beim Bandjaspis von "resedimentiert"? Die unterschiedlichen Lagen, die ja innerhalb einer Lage von grob nach fein geordnet sind, sind doch streng genommen auch einfach nur sedimentiert. Die schweren Partikel sind jeweils zuerst zu Boden gesunken und die immer feineren dann jeweils später und zuletzt. Mit dem nächsten Ascheeintrag kam dann eine erneute Schicht von grob nach fein. Wird für diesen Prozess fälschlicherweise "resedimentiert! verwendet?

Online oliverOliver

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Re: Literatur Artikel zu Royal Imperial Jaspis
« Antwort #8 am: 28 Nov 24, 20:39 »
hi Jörn,
gut dass du das ansprichst - ich habe mich das auch schon gefragt.
Nun, ich nehme an, dass zusätzlich ein fluviatiler Einfluss vorliegt / vorliegen könnte, der zu dieser Terminologie geführt hat. Wenn der Tuff z.B. in einem lakustrinen/limnischen Milieu - und das kann auch einfach eine Senke, in der zeitweilig Wasser stand, gewesen sein - abgesetzt wurde, und dorthin aus der Umgebung eingeschwemmt wurde (bzw.: auch eingeschwemmt, und nicht nur direkt aus dem "fallout" abgesetzt wurde), wäre die Bezeichnung ja zutreffend. Ob das auf den Gnandsteiner wirklich so zutrifft, kann ich nicht beurteilen - aber ich nehme an, es gibt irgendwelche Arbeiten zur Genese des Kieseltuffs?
lg
o

p.s.:
und selbst wenn nur der Regen die Vulkanoklastika von einem Hang ab- und am Hangfuß zusammenschwemmt, wärs ja strenggenommen auch schon resedimentiert. Die durch die Silifizierung noch betonte Bänderung spricht m.E. aber doch (zumindest ein wenig) dafür, dass das unter Wasser stattgefunden hat, sprich, das SiO2 +/- synsedimentär aus einer Lösung ausgefällt ist, und nicht erst nachträglich ein vulkanoklastisches Sediment imprägniert hat.
Möglicherweise seh ich das aber als geologischer Laie auch völlig falsch ...
« Letzte Änderung: 28 Nov 24, 20:47 von oliverOliver »

Offline Klaus Schäfer

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Re: Literatur Artikel zu Royal Imperial Jaspis
« Antwort #9 am: 28 Nov 24, 21:01 »
Hallo Kollegen,

Die Bilder sind jetzt hochgeladen und der Text ist ergänzt.

Online oliverOliver

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Re: Literatur Artikel zu Royal Imperial Jaspis
« Antwort #10 am: 28 Nov 24, 21:49 »
Ergänzung zu AW #8, Bandjaspis:
jup - hab jetzt (eh schon vor langem mal, evtl. blieb da wider Erwarten doch was hängen  ;)) nochmal das verlinkte Kinne-pdf angeschaut - dort steht:
"... lautet die korrekte Bezeichnung „Wolftitzer verkieselter Porphyrtuff des Oberen Tuffrotliegenden“ oder genauer „lakustrisch resedimentierter Pyroklastit“. "
Allerdings führt er nicht an, woher das Zitat stammt  :(

Offline jlies

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Re: Literatur Artikel zu Royal Imperial Jaspis
« Antwort #11 am: 28 Nov 24, 22:22 »
@Oliver: Genau — das lakustrin habe ich auch nur aus dieser Arbeit … ich muß unbedingt mal schauen, ob es zum Bandjaspis nicht noch andere Arbeiten gibt!

 

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