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Autor Thema: Quarz-Kristall, Brasilien / FO Serra Negra, incl. Diskussion zu Fake-Zeptern von dort  (Gelesen 5417 mal)

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Offline aca

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Ich habe nicht nur die Mindat-Fotos, sondern selbst zwei Stücke. Von denen ist eines sehr offensichtlich Fake, beim anderen muss man schon sehr genau mit dem Mikroskop hinschauen, und dann sieht man auch nur subtile Hinweise darauf, dass etwas entfernt wurde .
Dennoch würde ich nicht gleich ohne weitere Recherche die ganze Fundstelle unter Generalverdacht stellen.
Man muss natürlich darauf hinweisen, dass solche Stücke mit dieser Fundstellenangabe Fakes sein können und dann schreiben, woran man das erkennt.
Aber man kann nicht einfach ein Stück mit unbekanntem Fundort als Beispiel dafür nehmen, wie die Stücke am Fundort vor der Bearbeitung aussehen, wir wissen nämlich nicht, wie sie aussehen.


Offline oliverOliver

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Zitat
Aber man kann nicht einfach ein Stück mit unbekanntem Fundort als Beispiel dafür nehmen, wie die Stücke am Fundort vor der Bearbeitung aussehen, wir wissen nämlich nicht, wie sie aussehen.

Da hast du natürlich Recht - wenn, dann wäre das eh nur mit dem Zusatz "Fundort unsicher, aber wahrscheinlich" (oder einer ähnlichen Erklärung) gegangen.

ga
oli


Offline aca

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Ich habe von meinem noch alte Fotos. Von vorn und hinten.
75 mm hoch.

Offline aca

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Und hier 3 Fotos mit dem Handy durchs Okular vom Stereomikroskop, mein Setup ist nach einem Umzug noch nicht wieder aufgebaut.
Sorry, freihändig geknipst, daher grausame Qualität.
Ich bewundere Leute, die auf diese Art gute Bilder machen.
Bildbreite je etwa 8 mm.

Das Bild 3 zeigt die Prismenfläche, die sich sehr rau anfühlt. Die diagonalen Streifen auf Foto 2 sind nicht das Resultat der Bearbeitung, sondern das Resultat von in Wellen angeordneten Kristallspitzen, das ist nichts ungewöhnliches. Die Kristallspitze ist links oben.
Man kann die dunkleren kleinen länglichen Quarzkristalle erkennen, die alle etwas schräg aus der "Matrix" kucken. Ordentliche Rhomboederflächen gibt es kaum, dagegen viele Bruchflächen.
Die Matrix ist fest, man kann mit einer Nadel und etwas Kraft aber etwas abschaben. Die Dicke dieser Schicht ist etwa 1 mm, unmittelbar darunter sitzt der Kristall.

Bild 4 zeigt den Rand unter dem "Zepter". Hier sieht man die "faserige" Struktur sehr gut, an der Basis sitzen massenhaft dünne Quarzkristalle, die zur Oberfläche hin immer größer werden . Bei diesem Rand wurde mit Sicherheit "nachgeholfen".

Bild 5 zeigt eine andere Stelle, bei der ich von unten Kristalle abgehebelt habe, man erkennt noch einen diagonal liegenden Splitter.

Ich glaube nicht, dass ich an der eigentlichen Kristallspitze und dem "kaktusquarzartig" umwachsenen kleinen Kristall die Tochterkristalle abheben könnte, das sitzt alles sehr fest.
Für die alte Oberfläche des Prismas mag das aber nicht gelten, deshalb bin ich mir auch nicht sicher, ob die genauso ausgesehen hat wie auf dem Bild 2 auf dem kleinen aufgewachsenen Kristall oder auf Hiltruds Kristall. Da reichte vielleicht schon ein Hochdruckreiniger - das ist natürlich reine Spekulation.

 




 

Offline nicoahlmann

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Ich würde die Terra Mineralia Stufe nicht als Fake sehen. Entweder es wären die "Schleifspuren" überall oder garnicht da. Nur an einer Stelle ergibt für mich keinen Sinn.
Auch würde bei eng stehenden Kristallen, wo die seitlichen Prismenflächen an andere Stellen anstehen, nie so sauber gearbeitet werden können, dass man es nicht sieht.

Offline vandendrieschen

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Ich würde die Terra Mineralia Stufe nicht als Fake sehen.
Auch die Terra macht mal Fehler. Hab schon mal bei einem Stück, eine falsche Beschriftung gesehen.

Offline oliverOliver

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Ich würde die Terra Mineralia Stufe nicht als Fake sehen. Entweder es wären die "Schleifspuren" überall oder garnicht da. Nur an einer Stelle ergibt für mich keinen Sinn.
Auch würde bei eng stehenden Kristallen, wo die seitlichen Prismenflächen an andere Stellen anstehen, nie so sauber gearbeitet werden können, dass man es nicht sieht.

hallo Nico,
sehe ich anders -
die Rillen sind an der einen Stelle eben wegen dem Streiflicht erkennbar (oder an den anderen besser überarbeitet). Und wegen eng stehen: man sieht ja eh, dass dort, wos wirklich eng wird (zentraler Teil), die 2. Generation xx noch draufsitzt - seltsam, warum ausgerechnet dort ??  ;D >:D ;D
ga
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p.s.:
nochmal zu den groben Rillen - die scheinen eh keine Schleifrillen zu sein (wie die feinen, die Klaus erwähnt), sondern sehen eher nach Fräs- oder Schrämspuren aus. Da wurde also eher grob gearbeitet ...

Offline aca

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Ich kann auf meinen Stücken keinerlei Anzeichen für grobe Arbeiten erkennen.
Auf dem gezeigten Stück gibt es keine Rillen.

Offline nicoahlmann

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Ich würde die Terra Mineralia Stufe nicht als Fake sehen.
Auch die Terra macht mal Fehler. Hab schon mal bei einem Stück, eine falsche Beschriftung gesehen.

Hallo Juliane,

das meinte ich nicht, weil es ein Stück dieser Sammlung ist, sondern rein von der Optik der Stufe.

VG Nico

Offline oliverOliver

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Zitat
rein von der Optik der Stufe
springen die eklatanten Farbunterschiede ins Auge.

Offline aca

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Wenn Du mit "eklatanten Farbunterschieden" meinst, dass das Prisma sehr viel heller ist als die Kristallspitze, das ist genau das, was man für so ein Stück erwarten würde:
Das Prisma ist von einer feinkristallinen Schicht überzogen, die großen Kristalle sind durchscheinend, haben eine glatte Oberfläche, und wirken dadurch dunkler.
Wenn ich gefärbtes Glas oder z.B. welches mit Einschlüssen wie Goldfluss im Mörser pulverisieren würde, wäre das Resultat deutlich heller.
Unregelmäßige Flecken finden sich sowohl auf dem "Zepter"-Kopf als auch am Prisma.