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Autor Thema: Gestein zur Pigmentgewinnung  (Gelesen 836 mal)

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Offline eike101

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Gestein zur Pigmentgewinnung
« am: 20 Jan 25, 16:53 »
Hallo,

aufgrund meiner weitreichenden Unkenntnis bzgl. der Bestimmung von Gesteinen und/oder Mineralien bitte ich um eure Hilfe.

Kurz zum Hintergrund auf die Gefahr hin ein Sakrileg zu begehen. Ich bin Künstler und sammle seit einigen Jahren Erden und Gesteine zur Pigmentgewinnung. In dieser Tätigkeit ist mir vor einigen Tage zum erstenmal ein Gestein untergekommen, welches sich zu einem grünen Pigment vermalen lässt.

Nun zu meiner eigtl. Frage: Kann mir jemand etwaige Informationen zum Gestein auf dem folgend Foto geben? Ich bedanke mich für jegliches Interesse schon im Voraus.


Gruß,
Eike

Online oliverOliver

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Re: Gestein zur Pigmentgewinnung
« Antwort #1 am: 20 Jan 25, 18:15 »
hallo
mit dem Bild alleine werden wir hier nicht recht weiterkommen - Zusatzinfos vonnöten.
schau mal da unter "Gesteine":
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Einsteigerguide/Fragen%20zur%20Bestimmung
lg
oli

Offline grille

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Re: Gestein zur Pigmentgewinnung
« Antwort #2 am: 20 Jan 25, 19:24 »
Liebe Eike,
von dem Stein her kann man so nichts sagen, aber stell doch ein Foto von dem Pigment ein.
Von Interesse wäre auch noch von woher und ob der Stein hart oder weich ist. ;)
Ga Johann

Offline Doc Diether

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Re: Gestein zur Pigmentgewinnung
« Antwort #3 am: 20 Jan 25, 19:37 »
ich sehe hier kein Grün, wohl aber könnte man in der Mitte eine leichte Vererzung erkennen (grau).
Wenn Dich mineralische Pigmente interressieren, schau mal unter Kramersche Farbmühle in Memmingen. Der erzeugt (fast) alle Pigmente der Welt.
Gruß
Doc Diether

Offline Lynx

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Re: Gestein zur Pigmentgewinnung
« Antwort #4 am: 20 Jan 25, 21:02 »
Das ist vielleicht auch ein guter Startpunkt, den Du als Künstler sicher eh kennst:

https://www.kremer-pigmente.com/

Unter Pigmente->Kategorie „Erdfarben“ taucht z.B. Russische grüne Erden auf, im dazugehörigen pdf erwähnen sie Glaukonit und Seladonit als Quelle. Aber das ist vermutlich nur eine Möglichkeit.

Auf welche Korngröße mahlst Du denn die Pigmente?

Gruß
Martin
« Letzte Änderung: 20 Jan 25, 21:30 von Lynx »

Offline Lynx

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Re: Gestein zur Pigmentgewinnung
« Antwort #5 am: 20 Jan 25, 21:27 »
Von https://www.kremer-pigmente.com

"Anders als die in der Natur häufig vorkommenden Ocker sind Grünerden selten auftretende Verwitterungsprodukte von Schichtsilikaten. Meist bestehen Grünerden aus Seladonit oder Glaukonit, als Beimischungen können Chlorit, Cronstedit, Spurenelemente und andere tonhaltige Mineralien auftreten. Die färbenden Bestandteile sind Eisensilikate, im Falle der Veroneser Grünen Erde ist das farbgebende Mineral Seladonit. "

Bayerische grüne Erde - reiner Lokalpatriotismus meinerseits  ;)
"Aus dem grünen Sandstein lässt sich einfach ein grünes Pigment gewinnen, welches in Kalk oder
Casein verwendet wurde. Für die Restaurierungsarbeiten an historischen Fassaden und auch für die
Lüftelmalerei <...>In Südbayern und München kann man manchmal grüne Haussfassaden beobachten, eine
Besonderheit welche vielleicht auf das lokale Vorkommen einer grünen Sandsteinfarbe zurückgeht."

Aegirin
"Aegirin ist ein eisenhaltiges Silikat, welches längliche Kristalle bildet. Die Kristalle sind tief dunkelgrün und glashart.
Auch das Pigment in der Mahlung kleiner 63 μ (11140) hat eine nadelige Struktur."

etc.....




Offline eike101

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Re: Gestein zur Pigmentgewinnung
« Antwort #6 am: 21 Jan 25, 18:14 »
Wow, erstmal vielen Dank für die vielen Antworten. Ich gebe jetzt, der Vollständigkeit halber, einige weitere Infos zum Stein.

Der Fundort ist 'Ruhner Berge'. Meines Wissens nach ein eiszeitliches Endmoränengebiet. Ich habe vergleichbare Steine jedoch auch auf Äckern im nordwestlichen Brandenburg gefunden. Die Steine liegen oberflächlich sichbar am Boden oder an Erdresten von ausgewurzelten und umgefallenen Bäumen. Die Härte schätze ich relativ gering ein, zb. hat sich das Vermalen im Vergleich zu Lapis Lazuli mittlerer Qualität deutlich einfacher gestaltet. Ich arbeite hierbei mit einer Reibschale und Stösel aus Laborporzellan.

Im Anhang ein Bild zweier Farbnuancen, die mir bisher untergekommen sind.

 

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