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Autor Thema: Sammlungsauflösung  (Gelesen 12819 mal)

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Offline Mineralroli

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Re: Sammlungsauflösung
« Antwort #15 am: 18 Jun 09, 23:26 »
Hallo zusammen
Zitat
was mich an den gesamtverkauf stört oder an dem rosinenpicken sind die $-zeichen im hinterkopf der käufer. was ich von manchen händlern kenne ist die aussage: mehr als xy will ich nicht zahlen, ich will ja auch noch verdienen. dieser preis xy sei z.b. 10€. gewollt hättest du 20€, hast das stück aber dennoch abgegeben. und 2 wochen später siehst du es im laden zu 35€ angeboten. hatte ich vor paar jahren schon zwei mal und seither sage ich mir: den preis nenne ich, und wenn ich warten muss. wenn ich jetzt diese stufe kaufen will, dann müsste ich 15€ mehr zahlen als ich ohne den händler gezahlt hätte. so freut sich nur der händler. verkäufer und potentielle kunden ärgern sich. ohne den schritt hätte sich beide gefreut.
Dazu muß ich sagen, keiner ist gezwungen zu verkaufen und wenn man seine Stücke irgendwann und irgendwo teurer angeboten sieht  muß man sich nicht ärgern wenn zuvor ein halbwegs akzeptabler Preis gezahlt wurde.
Es ist ja nicht gesagt das der Händler das Stück für den erhöhten Preis an den Mann oder die Frau bringt. und wenn es dadurch ein Ladenhüter wird, wird sich auch der Preis wieder ändern und oft ist es doch so das der Händler auch einen Rabatt einräumen kann wenn danach gefragt wird (auf Börsen üblich) oder wenn mehrere Stücke zusammen gekauft werden und somit ist der Gewinn gar nicht so groß. Es ist daher nicht angebracht Neid gegenüber dem Händler zu zeigen. Er trägt ja auch das Risiko auf größere Investitionen bei Sammlungsaufkäufen sitzen zu bleiben. Hinzu kommen laufende Kosten wie Ladenmiete.... (wenn vorhanden), Standmiete mit evtl. Hotelkosten, Benzin, Verpflegung oder Einstellungsgebühren (z,B. bei eBay) inkl. Verkaufsprovision und Steuern. Wenn  ich ein Stück verkaufe und wäre mit dem gezahlten Preis zufrieden dann kann ein Händler danach ranschreiben was er will und soll er doch verdienen oder arbeitet jemand umsonst ? Jeder Händler kalkuliert und macht seine Gewinnrechnung und wenn die nicht optimal sind wird er auch nicht kaufen.
Nun möchte ich noch eine Meinung zu den oft verpönten ebay  abgeben
Da mag es ja unterschiedliche Meinungen geben aber ich spreche jetzt mal nur über eigene Erfahrung.
Ebay ist im Grunde genommen gar nicht so verkehrt. Es ist nur von vielen Ramschverkäufern minderwertig gemacht worden. Es gibt auch keine Prognosen wann was und wie gut läuft, In einer Woche läuft ein Artikel ohne Gebot aus und in der nächste Wocher erziehlt der gleiche Artikel mit gleichem Startpreis einen unerwarteten Höchstpreis. Dabei ist es unwichtig ob es Weihnachten oder Ostern oder sonst irgend ein besonderer Zeitabschnitt ist. Eines hat sich aber über Jahrer herauskristallisiert und das sind schlechte Umsatzzahlen in der Sommerzeit. Ich nehme an das die Urlaubszeit und die Möglichkeiten selber zu sammeln das Kaufverhalten beeinflussen.
In der letzten Zeit kommt es sehr oft vor das man vergessen hat zu bieten und Kunden melden sich per Mail nach der Auktion (ist aber eher unwesentlich zu dieser Thematik).
Wenn man nur hin und wieder etwas verkaufen möchte wird man es schwer haben. Der Erfolg stellt sich oft erst nach einem längeren Zeitraum ein und wenn man immer aktiv ist  dann hat man sowas wie einen Kundenstamm.
Fast jedes Mal wenn ich Artikel eingestellt habe sind kurz danach schon zahlreiche Beobachter darauf obwohl ich in der Liste ganz hinten stehe. Das zeigt mir das mich viele als Favorit hinterlegt haben und wenn ich etwas neues eingestellt habe bekommen diese Leute gleich von eBay eine Mail dazu. Hier zeigt sich das sich Beständigkeit auszahlt.
Beste Grüße
« Letzte Änderung: 19 Jun 09, 06:59 von Mineralroli »

Offline vandendrieschen

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Re: Sammlungsauflösung
« Antwort #16 am: 31 Dec 24, 20:47 »
Ich muss irgendwie Caliastos Recht geben, es scheint als hätte er geschrieben was ich denke. Aber was noch erstaunlicher ist, ist die Tatsache, daß je mehr man sich mit dem Thema "Sammlungsauflösung" beschäftigt, desto mehr wächst sie einem doch ans Herz.

Ich denke ich werde noch eine ganze Weile darüber nachdenken müssen.

Trotzdem nochmals vielen vielen Dank für die rege Teilnahme an der Diskussion und

Glück auf
Ulrich
Das sind nur irdische Probleme über die man sich zu Lebzeiten gedanken macht. Wenn de tot bist, ist alles egal im Hier und Jetzt. Man kriegt nichts mehr mit ob die Sammlung im Museum, beim Händler oder auf dem Müll landet. Man spürt weder Freude noch Ärger über den Verbleib der Sammlung. Und nichts ist von Beständigkeit. Sammlererben sterben auch mal weg, oder das Interesse geht verloren oder ein Museum brennt ab oder schließt.
Und solange die Rosinen vor der Vernichtung bewahrt werden, indem sie zu einem fairen Preis abgekauft werden, ist doch alles ok. Der Rest der 8900 Mineralien kann als Wegbefestigung verarbeitet werden.

VG.

Offline Roman1214

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Re: Sammlungsauflösung
« Antwort #17 am: 26 Jan 25, 07:03 »
Hallo Ulrich,
Etsy.com
Schau dir die Seite an.
Vorteil das Sammler und Händler,
Von ganzer Welt da aktiv sind.
Mfg Roman

Offline Paul W

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Re: Sammlungsauflösung
« Antwort #18 am: 27 Jan 25, 11:37 »
Hallo zusammen,
schwieriges Thema. Ich persönlich möchte mich an jedem Stück meiner Sammlung beim Betrachten freuen, das bringt mit sich, dass - das Bessere ist des Guten Feind - ich auch immer wieder aussortiere. Diese aussortierten Stücke gehen entweder geschenkt oder in Lots für Schnäppchenpreise weg oder bei besseren Stücken, dann auch mit genauer Fotodokumentation über ebay, e-Rocks und etsy, über einen befreundeten Händler. Für Verkauf auf Börsen habe ich im Moment (leider) keine Zeit.
Auf diese Weise ist mir die Sammlung in den letzten Jahrzehnten (bin Anfang 50) auch nicht über den Kopf gewachsen, sind insgesamt ca. 2000 Stücke, viele Kleinstufen und MMs, davon ca. 60% Eigenfunde (v.a. alpin). Ich habe begonnen, die Stücke alle zu fotografieren (bisher ca. 600), alle aus mehreren Perspektiven und falls nötig mit genügend Detail-Aufnahmen. Macht mir fotografisch große Freude. Ist zwar zeitaufwändig, aber erleichtert sehr überregionale/internationale Diskussionen und auch Tausch/Verkauf, da sind dann auch gute Preise zu erzielen. Die Fotos und die Sammlungsübersicht können in hoffentlich ferner Zukunft meine Kinder, wenn sie nicht selber die Sammlung weiterführten wollen, dann verwenden und alles verhökern, manches würde ich auch im Freudeskreis oder Mineralogenkreis verschenken/bevorzugt anbieten, z.B. (ehemaligen) Tourenpartnern.
Bis dahin: möglichst jeden Tag ein paar Stücke anschauen und sich freuen!
Glück auf,
Paul
 

 

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