Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,
Bei dem hier vorliegenden Einschlußbild handelt es sich keinesfalls um Phantome. Phantome würden ein früheres Wachstumstadium des Kristalles abbilden (e.g. Prisma mit Basisfläche etc.) was hier nicht geschieht. Zudem reichen die schräg laufenden hellen Zonen diagonal über die ganze Breite des Steines, d.h. wären dies Phantome, wäre er nur in die Höhe, aber nicht in die Breite gewachsen. Es handelt sich auch nicht um die bei Beryllen üblichen Hohlkanäle, die während des Wachstums entstehen können. Diese wären alle parallel zur C-Achse ausgebildet. Die fast scheibenartigen, schräg und annähernd parallel angeordneten Trübungszonen stellen verheilte Risse dar, die aufgrund tektonischer Einflüsse während der Bildung entstanden sind.
Interssant wäre hier eine statistische Auswertung der betroffenen Ebene hinsichtlich Winkel zur Hauptwachstumsrichtung und Größenerstreckung. Eine mikroskopische Betrachtung des Kristalles könnte auch klären, ob die Risse durchgängig bis zur Außenhaut reichen, oder ob eine rissfreie Phase den Kristall schlussendlich versiegelt hat.
Gruß von Klaus