Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Chaotische Fluorit-Kristallform
berthold:
Hallo zusammen,
normalerweise habe ich bei Fluorit ja keine Probleme die Kristallflächen zuzuordnen ;D Aber bei diesem Stück :o
zur Vorgeschichte: Neulich sagte mir ein Sammlerkollege, er hätte vom Marienschacht bei Wölsendorf "skalenoedrische" Fluoritkristalle. Die Stufe wollte ich natürlich sehen nachdem die "Skalenoeder" weltweit ja nur aus drei Gruben gekommen sind und er hat sie mir auch gezeigt. Jetzt konnte ich einige Fotos anfertigen und musste feststellen, dass es keine Skalenoeder oder mir sonst für Fluorit bekannte Tracht handelt. Die Stufe hat im Wesentlichen 4 ca. 1-1.5 cm große Kristalle, deren Habitus man mit tafelig (rautenförmig) bezeichnet könnte. Die Farbe ist dunkel, innen Honigspat, zur Oberfläche hin violett. Keine einzige Fläche konnte ich bisher sicher zuordnen, normalerweise sollte ja eine Hexaeder-Fläche stärker glänzen, aber nichts, auch keine Parkettierung oder Spaltrisse oder Flächen nach {111}. Aufgrund der parallelen Verwachsung hätte ich eine Achse, sonst aber nichts. Dummerweise scheint auch kein System -bei Vergleich der einzelnen Kristalle- dabei zu sein.
Hat jemand von Euch sowas schon mal gesehen oder eine Idee zur Indizierung?
Gruß
Berthold
berthold:
noch ein Foto:
berthold:
und ein Bild von der "Rückseite" (zu 1+2)
berthold:
und ein letztes Bild.
Schluchti:
Mein erster Gedanke bei den Bildern war, daß da irgendwie eine Wachstumshemmung in Form eines umlagernden Minerals vorgelegen haben könnte, was später wieder weggelöst wurde. Ich habe in Hartenstein, Schacht 371 einzelne halb auskristallisierte, halb derbe Fluoriteinsprenglinge in keilförmig zulaufendem Baryt gefunden. Dort sind einzelne Flächen frei ausgebildet, andere sind durch die glatten Baryttafeln gehemmt worden. Wenn man die Baryttafeln wegdenken würde, könnte ich mir in etwa so ein Ergebnis vorstellen. Dabei dürfte dann, zumindest für mein doch eher laienhaftes Auge, evtl. schwierig zwischen frei gewachsenen Flächen und den "Anwachsflächen" am glatten Baryt zu untersceiden sein.
Allerdings sind ja hier etliche dieser Kristalle nebeneinander und die Flächen auch erheblich komplexer und vielfältiger, so daß dieser Gedanke wohl doch eher abwegig sein wird.
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