Ich habe eine Stelle zum Ritzen gefunden an der sich das Material örtlich begrenzt weiterzieht, da ich den schönen Kristall nicht einritzen möchte. Das Material ist immerhin härter als Calcit. Schwache Kratzer ließen sich augenscheinlich unter der Lupe oberflächlich auf einer Anbruchstelle machen. Der Kontrast wirkt bronze, limonitfarbig auf dem schwarzen Untergrund. Ich bin unter der Woche nicht zuhause, um mein Bino zu nutzen.
An besagter Stelle sehe ich verkrübelte muschlige Bruchstellen, die an Anbruchstellen von Quarz erinnern. Allerdings macht mich für Quarz diese perfekte flache Form eines Dreiecks stutzig. Diese Rillen oder Riefeln konnte ich aber auch an meinen schwarzen Amethysten schon feststellen. Diese Frosty Einschlüsse, die Welche für Fluorit oder blauen Scheelit halten, finde ich auch in meinen schwarzen Quarzkristallen. Aber wie gesagt, es muss kein schwarzer Quarz sein. Über einen Anatas würde ich mich sogar mehr freuen. Ernst Fürchtegott Zschau hat aber Anatase aus dem Plauenschen Grund in Hohlräumen von Titanit als Umwandlungsprodukt entdeckt und dokumentiert.
Titanit würde ich auch ausschließen, da er im Plauenschen Grund charakteristisch ist und direkt im Monzonit oder auf Kluftflächen eingeschaltet ist und nicht mit Calcit vergesellschaftet ist wie in diesem Fall. Wie groß die Titanite in historischer Zeit gefunden wurden, wenn von beachtlicher Größe und Güte die Rede ist, ist mir leider noch nicht bekannt