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Autor Thema: ich suche mal etwas Spezielles  (Gelesen 6940 mal)

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Offline jürgen lange

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Re: ich suche mal etwas Spezielles
« Antwort #15 am: 16 Jul 25, 20:44 »
Zum Thema: eine besondere Manganknolle.

Ich habe in meiner Sammlung eine Manganknolle in Gießharz eingebettet. Sie wurde von der ehemaligen Metallgesellschaft Frankfurt als Kubus mit Kantenlängen ca. 48 mm für Werbezwecke angefertigt.

Meine Knolle steht nicht zum Verkauf, vielleicht findet sich im Museum so etwas: https://www.museumsfernsehen.de/die-manganknolle-schaetze-aus-der-sammlung-des-deutschen-schifffahrtsmuseums, dort Vortrag zum Thema „Die Manganknolle - Schätze aus der Sammlung des Deutschen Schifffahrtsmuseums, 21. Juni 2021“. Das Material für den dort dargestellten Kubus wurde 1973 gefördert. Aus dieser Förderung stammt wohl auch mein Stück.

Ein Freund von mir musste aus Altersgründen seine umfangreiche Sammlung aufgeben. Nachdem ein / zwei Händler sich die besten Stücken herausgekauft hatten, durfte ich etwa eine halbe Stunde aus der verbliebenen Schütthalde mir Stücke herausnehmen. Dabei fand sich auch die Knolle in Gießharz.


Viel Erfolg beim Suchen. Herzliches Glück Auf Jürgen Lange

Offline vandendrieschen

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Re: ich suche mal etwas Spezielles
« Antwort #16 am: 16 Jul 25, 22:43 »
@ vandendrieschen, m. E. sind Scheinkristalle keine Pseudomorphosen.
Ist eh nur ein Kunstwort. Ich werde nochmal nachsehen, was bei mir auf dem Etikett direkt drauf steht, wenn ich zuhause bin. Scheinkristall definitiv nicht. Habe ein Stück aus Ziegelhausen mit Etikett von einem Geologie Professor.

Offline vandendrieschen

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Re: ich suche mal etwas Spezielles
« Antwort #17 am: 17 Jul 25, 09:48 »
Der Begriff Glyptomorphose scheint aber veraltet und nicht mehr gebräuchlich zu sein, man findet kaum etwas darüber im Netz.

Gruß und Glück Auf, Jürgen
"Glypto" bezieht sich vom Wortstamm auf "geschnitzt", "gehauen". Umgangssprachliche Bezeichnung für Verhärtungen.
Pseudomorphosen wurden früher wohl als Glyptomorphosen bezeichnet. Das würde deiner Erklärung mit den "Scheinkristallen" nahe kommen.

Offline endeavour-minerals

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Re: ich suche mal etwas Spezielles
« Antwort #18 am: 17 Jul 25, 18:58 »
@ vandendrieschen: Die Wortschöpfung "Scheinkristalle" stammt nicht von mir, sie taucht in der Literatur auf, gerade im Zusammenhang mit dem oben aufgeführten Material. Es handelt sich, so wie ich es verstanden habe, bei "Scheinkristallen" nicht um Pseudomorphosen. Pseudomorphosen gibt es im Grunde nur von Mineral A nach Mineral B. Bei den Scheinkristallen, gab es zwar mal ein zugrundeliegendes Mineral, was aber dann durch Gestein ersetzt wurde. Also z.B. Sandstein nach Calcit oder Tonstein nach Steinsalz.

Glück auf Ingo


Offline geomueller

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Re: ich suche mal etwas Spezielles
« Antwort #19 am: 17 Jul 25, 19:20 »
Eben weil es keine Pseudomorphosen sind, gab/gibt es dafür den Begriff Glyptomorphosen. Wie gesagt ich habe das zum Studium vor 40 Jahren  :o ::) noch so gelernt. In älterer Literatur wird man dazu sicher was finden.

Gruß Jürgen

Offline geomueller

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Re: ich suche mal etwas Spezielles
« Antwort #20 am: 17 Jul 25, 19:33 »
Hier noch zwei Stücke mit entsprechendem Etikett aus der Lagerstättensammlung der Wismut GmbH in Hartenstein.
Gruß Jürgen

Offline vandendrieschen

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Re: ich suche mal etwas Spezielles
« Antwort #21 am: 18 Jul 25, 10:23 »
Das interessiert mich dann doch, ob das sich nicht doch um einen Schreibfehler, Überlieferungsfehler oder sonst was regionales handelt.
Über Google habe ich in der Änderungsrückverfolgung auf Webseiten folgendes gefunden.

Zitat
In der Mineralogie, eine Glyptomorphose, auch Pseudomorphose genannt, beschreibt den Zustand, in dem ein Mineral die äußere Form eines anderen Minerals annimmt, entweder durch Ersatz oder Umhüllung.

und
Glyptomorphose after halite. Dolomite. Boulder conglomerate. Sandstone with pebbles. Coarse- to medium-grained sandstone. W a ve-laminated fine- grained


Offline oliverOliver

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Re: ich suche mal etwas Spezielles
« Antwort #22 am: 18 Jul 25, 12:29 »
Eben weil es keine Pseudomorphosen sind, gab/gibt es dafür den Begriff Glyptomorphosen.

Offline vandendrieschen

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Re: ich suche mal etwas Spezielles
« Antwort #23 am: 18 Jul 25, 13:08 »
Den Begriff gibt es aber offiziell nicht. Man findet den Begriff nur noch über den Google Cache Verlauf und nicht mal mehr auf den Webseiten selber.
Und eine Pseudomoprphose sagt ja der Name schon, dass es eine Pseudoumwandlung ist und keine echte Morphose.

Offline geomueller

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Re: ich suche mal etwas Spezielles
« Antwort #24 am: 18 Jul 25, 13:38 »
Als Pseudomorphose wird das Auftreten eines Minerals in Gestalt eines anderen Minerals bezeichnet. Pseudomorphose bezeichnet ein Mineral, das nicht seine typische Eigengestalt (Kristallsystem) zeigt, sondern die äußere Form einer anderen Mineralart angenommen hat. Pseudomorphosen entstehen beispielsweise dadurch, dass zuerst Mineral A kristallisiert und später ein Mineral B den Platz oder Form von Mineral A einnimmt.

Genau das ist bei den sogenannten "Schattenkristallen" und bei den von mir genannten Beispielen nicht der Fall, das sind also keine Pseudomorphosen im eigentlichen Sinne. Deshalb wurde dafür der Begriff Glyptomorphosen eingeführt. Der Begriff Glyptomorphose scheint aber veraltet und nicht mehr gebräuchlich zu sein, er wird kaum noch verwendet. Das war auch der Grund warum ich ihn noch nicht im Atlas eingefügt habe.

Gruß Jürgen

Offline vandendrieschen

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Re: ich suche mal etwas Spezielles
« Antwort #25 am: 18 Jul 25, 14:00 »
dass zuerst Mineral A kristallisiert und später ein Mineral B den Platz oder Form von Mineral A einnimmt.
Das was ich in Google Scholar über Glyptomorphose gefunden habe, wird auch wie oben schon beschrieben, für Glyptomorphose bezeichnet. Allerdings lässt sich auch in alten (digitalisierten) Literaturen nichts darüber finden.

Offline geomueller

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Re: ich suche mal etwas Spezielles
« Antwort #26 am: 18 Jul 25, 14:11 »
Hier habe ich etwas zu Glytomorphosen gefunden:

https://www.google.de/books/edition/Grundz%C3%BCge_der_Lithologie/nwCkEAAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=Glyptomorphose&pg=PA391&printsec=frontcover

Habe noch weitere Literatur gefunden mit Hinweisen auf Glyptomorphosen, z. B. Freiberger Forschungshefte Reihe C. Seite 23 aus dem Jahr 1952, sowie weitere Texte in französischer und russischer Literatur. Immer handelt es sich um ältere Literatur, Begriff scheint also leider nicht mehr gebräuchlich zu sein.

Gruß Jürgen

 

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