Dieses Jahr war ich wieder einmal in Gamla Pershyttan.
Ich hatte den Ort in den 1970er Jahren mehrfach besucht. Damals konnte ich die Wasserkunst noch im Betrieb sehen, die Pumpen waren allerdings schon abgebaut und die Stollen vollgelaufen. Auch die Hütte war damals frei zugänglich, was heute nicht mehr der Fall ist. Die Hütte wird von einem Verein unterhalten und ist nur zu bestimmten Zeiten frei zugänglich.
Einige Fotos musste ich durch Fenster hindurch aufnehmen, was die Bidqualität beeinträchtigt hat.
Die Wasserkunst wird derzeit restauriert und soll, soweit erhalten, ab 2026 wieder in Betrieb gehen.
Von den 3 Wasserrädern, die zum Hütterbetrieb notwendig waren, existiert noch das, welches die Pumpen antrieb. Die Wasserräder, die der Förderung und Energieerzeugung dienten, sind nicht mehr existent.
Von den unzähligen Hütten in Schweden ist Pershyttan eine der am besten, wenn nicht gar die am besten überlieferte Hütte mit den dazu gehörigen Gruben.
Verhüttet wurde das am Ort abgebaute Erz mit Holzkohle. Der Hüttenbetrieb lief nur im Sommer.
Das Holz dazu wurde in der Umgebung geschlagen und während des Winters zu Holzkohle verarbeitet. Die Holzkohle wurde dann im Kohlenhaus gelagert.
Anfangs hatte jede Familie ihre eigene Grube, die Hütte wurde gemeinschaftlich betrieben. Später wurde alles gemeinschaftlich betrieben. In den 1960er Jahren wurde die Hütte an einen Konzern verkauft.
In der Umgebung der Hütte gibt es zahlreiche Mundlöcher und Pingen.
Durch die Abholzung der Wälder in der Umgebung musste schließlich Holz für die Holzkohle aus immer größerer Entfernung herangeschafft werden, was die Kosten beträchtlich erhöhte.
1966 wurde die Hütte endgültig geschlossen.