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Autor Thema: Grossular, Anregung 365nm  (Gelesen 2976 mal)

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Grossular, Anregung 365nm
« am: 12 Oct 25, 23:32 »
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Kanada/Québec, Provinz/Estrie, Region/Les Sources, RCM/Val-des-Sources (Asbestos)/Jeffrey Mine
Grossular, Anregung 365nm

Offline Lynx

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Grossular, Anregung 365nm
« Antwort #1 am: 12 Oct 25, 23:32 »
Hoi

irgendjemand hat dieses Bild mit 6 Punkten bewertet. Normalerweise ist mir das egal. Hier frage ich mich - warum?

Offline Lynx

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Re: Grossular, Anregung 365nm
« Antwort #2 am: 13 Oct 25, 19:29 »
Jetzt möchte ich meine Nachfrage doch nocheinmal erklären.

Für mich sind - aus verschiedenen Gründen - Bilder lumineszierender Dinge Alltag, also auch die Unterschiede, bei denen sich Bilder/Fotos und auch die Aufnahmetechnik, Bildartefakte etc von jenen unterscheiden, die bei Tageslicht gemacht werden. Z.B. wirken Aufnahmen fluoreszierende/lumineszierender Objekte oft eher grafisch, die Tiefe fehlt, oft sind es eher Farbflächen und die Plastizität geht verloren - weil die Objekte aus sich heraus leuchten. Für mich ist das vielleicht schon so Normalität, dass ich nicht sehe, wo ein Bild für einen Betrachter seltsam wirkt, der selbst nicht lumineszierende Mineralien fotografiert. Muss ich da mehr erklären? Oder gibt es bei diesem Bild tatsächlich Defizite, die ich nicht sehe?
Andersherum: ich habe - auch im Vorfeld - viel gesucht und keine gestackten Microaufnahmen (oder besser: keine Mikro- oder Macroaufnahmen!) von lumineszierendem Grossular von der Jeffrey Mine in Matrix (!) gefunden. In Matrix gibt es eine (meiner Meinung nach wenig ästhetische) Aufnahme von Tsavorit. Mir fehlt also der Vergleich, um zu sagen ob dieses Bild eher mässig ist (was ich unter 6 Punkte verstehe) oder eher gut...
Deshalb meine Frage - was fehlt an dem Bild, muss ich mehr erklären oder hat das Bild Defizite?

Gruß, Martin

Offline aca

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Re: Grossular, Anregung 365nm
« Antwort #3 am: 13 Oct 25, 21:13 »
Die von dir selbst gegebene Antwort stimmt wohl.
Ich hätte sie gar nicht als Lumineszenz-Aufnahme erkannt (und wer liest heute noch Bildüberschriften oder Beschreibungen?).
Sie entspricht irgendwie nicht meinen naiven Vorstellungen/Vorurteilen von UV-Aufnahmen, mit quietschbunten Farben, schwarzem Hintergrund und ganz wichtig für eine ordentliche Lumineszenz-Aufnahme: verwackelt und unscharf ;-)

Und wenn ich nicht wüsste, dass es eine Lumineszenz-Aufnahme ist, hätte ich nur gedacht "grausame Ausleuchtung, komische blau-violette Artefakte, vorher vielleicht mal mit dem Blasebalg den Staub wegpusten!? usw."


« Letzte Änderung: 14 Oct 25, 01:20 von aca »

Offline Lynx

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Re: Grossular, Anregung 365nm
« Antwort #4 am: 15 Oct 25, 00:19 »
Danke Amir für Deine Einschätzung!

Offline jlies

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Re: Grossular, Anregung 365nm
« Antwort #5 am: 15 Oct 25, 07:31 »
Ich habe eine Verständnisfrage: Warum sind 6 von 10 Punkten "mäßig"? Sicher ist das kein "sehr gut", aber bei einer Bewertung in der oberen Hälfte von "mäßig" auszugehen, erscheint mir etwas übertrieben, oder?

Was Amir sagt, erscheint mir ansonsten schlüssig. Plus: Den Bildausschnitt bei solchen Mineralien optimal zu setzen, ist ja oft eine ziemliche Herausforderung. Das könnte eventuell zusätzlich zur Bewertung beigetragen.

VG Jörn

Offline Lynx

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Re: Grossular, Anregung 365nm
« Antwort #6 am: 15 Oct 25, 07:52 »
Ich habe eine Verständnisfrage: Warum sind 6 von 10 Punkten "mäßig"?

Hallo Jörn
Das meint eben "Mittelmaß", also etwas, wo Defizite im Vergleich zu "gut" sind. Und deshalb wüsste ich eben gern, wo Defizite gesehen werde, zumalich kein Bild gefunden habe, das ich zum Vergleich heranziehen könnte.
Da kommen ien paar Sachen zusammen: z.B. lässt sich die die orange Emission dieses Grossulars nur schwer vergleichen mit   z.B. rein roten, fast monochromen Emissionen (wie z.B. Rubin, Topas, aber auch der Grossular vom Stifle claim), die ganz andere Herausforderungen aber auch Bildgestaltungsmöglichkeiten mit sich bringen. Ein Lumineszenzbild (Emission, selbstleuhctendes Objekt) zu optimieren ist technisch anders, als ein Tageslichtbild (Reflexion, beleuchtetes Objekt). Ein nahezu homogen leuchtendes Objekt verliert seine Kontraste, Farbflächen dominieren, das Bild wird graphisch eventuell geradezu abstrakt. Reflexe der Beleuchtung gibt es (hoffentlich!) nicht, Staub und (wie in diesem Fall) anhaftende andere Mineralphasen sind speziell unter 365nm Beleuchtung nicht immer einfach zu handhaben. Größte Herausforderung sind meis die Farben..... 
Was den Ausschnitt angeht hängt dieser durchaus mit dem Ausschnit bei Tageslicht zusammen, und da kommen oft  andere Kriterien -v.a. Schatten, Reflexe und Plastizität - zum Tragen.
Daher eben die Fragen....
« Letzte Änderung: 15 Oct 25, 08:13 von Lynx »

Offline jlies

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Re: Grossular, Anregung 365nm
« Antwort #7 am: 15 Oct 25, 08:16 »
Möglicherweise spielt auch das fehlende Vergleichsmaterial hier eine negative Rolle — so sind die Leute ja gezwungen, noch mehr nach Geschmack und Bauchgefühl zu bewerten.
Und ob der Ausschnitt mit einem anderen Ausschnitt zusammenhängt, ist ja für die Qualität des Ausschnittes nicht relevant. Die Wahl des Ausschnittes fließt aber garantiert in die Bewertung mit ein.
... sind alles nur Gedanken und Ideen ... am besten Wäre es ja, der Newerter selbst würde sich dazu äußern.