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Autor Thema: Mikroskopkamera  (Gelesen 3110 mal)

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Offline Findus

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Mikroskopkamera
« am: 02 Nov 25, 22:04 »
Hallo zusammen,

nach langer Zeit muss ich mich wieder mal - diesmal mit einer Frage - melden:

Hat jemand hier im Forum schon Erfahrungen mit Mikroskopkameras gemacht, oder vielleicht die handelsübliche Digitalkamera gegen eine solche Mikroskopkamera getauscht? 
Meine Canon EOS M50 hat vorgestern den Geist aufgegeben, vermutlich wegen den sehr vielen Auslösungen (Z-Stacking). Der Verschluss hängt und nichts geht mehr...

Ich konnte bislang keinerlei Informationen darüber finden, ob eine Mikroskopkamera  genauso gut für das fotografieren von von Mikromineralien benutzt werden kann.
Die Preise schwanken stark, es gibt auch Kameras mit 48 MP für knapp 210 Euros, aber taugen die was?

Am Ende sollten halt gute Makroaufnahmen dabei herauskommen!

Herzliche Grüße,

Bernd  ;)



Offline uwe

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Re: Mikroskopkamera
« Antwort #1 am: 03 Nov 25, 08:09 »
Es ist jetzt die Frage, was Du unter Mikroskop-Kameras verstehst. Es gibt Mikroobjektive, welche an ein Balgengerät montiert werden können, an welchen dann wieder eine Digitalkamera angeschlossen wird. Wenn die Kamera Life-View besitzt, können die Aufnahmen beispielsweise mit digicamcontral vom PC aus ausgelöst werden. Oder Du hast ein Stereomikroskop mit Kameraanschluß - ist sündhaft teuer.
Es gibt auch sogenannte Mikrokameras, welche direkt an den PC mit UBS-Stecker angeschlossen werde. Diese sind realtiv billig, taugen aber überhaupt nichts. Ich hatte eine gekauft. Die liegt jetzt irgendwo in der Elektronik-Kiste.

Gruß
Uwe

Online jlies

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Re: Mikroskopkamera
« Antwort #2 am: 03 Nov 25, 08:38 »
Ich hab so ein preiswertes Digitalmikroskop von Bresser (glaub um 200 Euro), das ist (wie m.M.n. alle anderen in der Preisklasse) für gute Bilder nicht geeignet.

Offline harzer

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Re: Mikroskopkamera
« Antwort #3 am: 03 Nov 25, 10:00 »
da kann ich Jörn nur zustimmen!!!! keine gute Auflösung, nicht zu empfehlen

Glück Auf Kay

Offline Bruno80090

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Re: Mikroskopkamera
« Antwort #4 am: 03 Nov 25, 18:02 »
Hallo zusammen,
Ich selbst fotografiere mit einer Kamera (zugegebenermaßen ein recht altes Modell) mit einer Auflösung von 2592 x 1944 Pixeln (Sensorgröße ca. 7 x 5 mm). Sie ist per USB direkt mit dem Computer verbunden und nutzt die Software "Micro Capture".
Damals (2014 oder 2015) kostete sie nur 135 €.
Das Stacking der Bilder erstelle ich manuell mit dem Fokussierrad des Binokularansatzes (siehe Foto unten).
Die Qualität ist sicherlich nicht professionell, aber mit etwas Übung bin ich mit den Ergebnissen schon sehr zufrieden (Siehe meine Veröffentlichungen im Atlas).
Ich befestige diese Kamera direkt an einem der Okulare, da das Bild auf das vertikale Okular durch einen Spiegel reflektiert ist und die Qualität dadurch sehr schlecht ist.
Nur meine persönliche Meinung ...
MFG,
Bruno

Offline Superstrahler

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Re: Mikroskopkamera
« Antwort #5 am: 03 Nov 25, 22:19 »
Hatte vor zwei Jahren eine ähnliche Überlegung, habe aber von den billigen USB-Mikroskopkameras Abstand genommen. Viel Werbung mit viel Megapixel, und Preise für die einfach keine vernünftige Optik möglich ist.

Habe dann eine Einsteiger Systemkamera gekauft, OM-D E-M10 Mk4 mit dem Oly 30mm Makro-Objektiv. Zusammen mit Pancake Kit-Objektiv knapp 1250€. Beleuchtung mit zwei akkubetriebenen LED-Paneelen ohne Flackern und guter Farbwiedergabe (Ra>95, nachgemessen)
Bin sehr zufrieden. Manko war zunächst, dass die Focus Bracketing Möglichkeiten an dieser Kamera selbst sehr rudimentär sind. Gelöst durch manuelles Focus Bracketing mit der kostenlosen App OI.Share aufm Tablet zur Fernbedienung. Dauert paar Minuten, um mit viel Klicken den Focusbereich durchzufahren, aber damit volle Kontrolle über den Focusbereich. Ca. 100 Aufnahmen pro Bild. Elektronischer Verschluss, um den mechanischen Verschluss zu schonen. Stacking dann mit Helicon Focus.

Zur Methode und Kamera hier:
https://www.oly-forum.com/topic/35170-e-m10iv-focus-bracketing/page/2/#comment-642615

Zu meinen Bildern hier und hier:
https://www.geolitho.eu/collection/collectionmain.php?gusid_collection=jA9CUcMDuEW7x8_yjJFXwA
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/UserHomepage?memberid=24076

Für den Aufwand und das Gelegenheitshobby find ichs für mich persönlich ok.

Auf Arbeit hätte ich Zugang zu Keyence Digitalmikoskopen, die Profi-Version ... bisher nicht verglichen.

Offline uwe

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Re: Mikroskopkamera
« Antwort #6 am: 04 Nov 25, 08:43 »
Man sollte Makro- und Mikroaufnahmen auseinander halten. Die meisten Aufnahmen hier im Forum sind Makroaufnahmen. Dazu genügen Digitalkamera mit Wechseloptik, Zwischenringe, Stativ und Fernauslösung. Für Mikroaufnahmen im Millimeterbereich benötigt man so eine Ausrüstung wie z.B. Bruno (heutzutage sehr teuer) oder man baut sich eine Ausrüstung mit Mikroobjektiv und Balgengerät. Habe ich gemacht - Anregung dazu von einem user dieses Forums.

Hier meine Ausrüstung:

Offline Bruno80090

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Re: Mikroskopkamera
« Antwort #7 am: 04 Nov 25, 18:57 »
Hallo Rainer,
Wie funktioniert die OI.Share App? Wie funktioniert die Fokusbereichssteuerung? Du sagst, sie sei manuell... aber wie interagiert die App mit der Schärfentiefensteuerung?
MFG,
Bruno

Offline Superstrahler

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Re: Mikroskopkamera
« Antwort #8 am: 05 Nov 25, 21:00 »
Hallo Rainer,
Wie funktioniert die OI.Share App? Wie funktioniert die Fokusbereichssteuerung? Du sagst, sie sei manuell... aber wie interagiert die App mit der Schärfentiefensteuerung?
MFG,
Bruno

Wenn der Fokus an der Kamera auf "Manuel" gestellt ist, kann man in der OI.Share App manuel den Fokus um einen Tick verfahren und manuel auslösen usw. Über das LiveView Bild sieht man, wo man gerade mit dem Schärfebereich ist. Dadurch zwar mühsam 100 mal manuel zu verfahren und auslösen - dauert ca. 3 min bei mir - aber volle Kontrolle durch das Livebild.

Offline Superstrahler

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Re: Mikroskopkamera
« Antwort #9 am: 05 Nov 25, 21:05 »
Man sollte Makro- und Mikroaufnahmen auseinander halten. ... Mikroaufnahmen im Millimeterbereich ...
Ja, habe ich mir auch beim posten gedacht. Die Grenzen sind fließend. Mit dem Oly M.Zuiko 30mm Makro ist aber eine relevante Vergrößerung möglich.
Z.B. hier, Kristallbreite 1,5 mm


 

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