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Autor Thema: Fundort für Zepterquarz gesucht  (Gelesen 1638 mal)

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Offline Babelfisch

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Fundort für Zepterquarz gesucht
« am: 29 Dec 25, 14:57 »
Hallo!

Diesen kleinen aber feinen Zepterquarz habe ich als Jugendlicher in den achtziger Jahren bei einer Exkursion in einem großem Steinbruch gefunden. Leider weiß ich den Fundort nicht mehr aber es war irgendwo im heutigen Sachsen, Sachsen Anhalt oder Thüringen. Ich weiß nur noch, dass es ein ziemlich großer Steinbruch war und ich fast 2 Stunden an einem mehr als mannsgroßen Brocken gearbeitet habe, bis ich einige Kristalle aus einer kleinen Druse bergen konnte.

Beim Suchen nach passenden Steinbrüchen bin ich auf den Grauwacke Steinbruch Ballenstedt/Rieder gestoßen. Irgendetwas klingelt bei mir bei Ballenstedt aber ich kann mich auch täuschen.

Falls jemand eine Idee hat, aus welchem Steinbruch das Stück stammen könnte, würde ich mich sehr freuen.

Gruß

Offline Chrisch

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Re: Fundort für Zepterquarz gesucht
« Antwort #1 am: 29 Dec 25, 16:24 »
Schönes Stüfchen! Ich kann mich erinnern, daß vor über 20 Jahren im Steinbruch Elzing ein anderer Sammler neben mir kleine schöne Zepteramethyste gefunden hatte, erscheint mir wahrscheinlicher als von Rieder. Ist evtl. noch eine Spur Matrix auf der Rückseite?
Im MA findet sich unter Elzing Ähnliches:

https://www.mineralienatlas.de/VIEWmaxFULL.php/param/1295184408-Zepteramethyst-Quarz.jpg

Gruß Chrisch

Offline Babelfisch

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Re: Fundort für Zepterquarz gesucht
« Antwort #2 am: 29 Dec 25, 16:34 »
Hmm, Elzing sagt mir vom Namen her nichts aber ich kann es auch nicht ausschließen. Matrix ist keine mehr vorhanden aber ich bilde mir ein, dass das Material eher grau war und meiner Meinung nach war er auch nicht so tief wie Elzing. Aber hier kann ich mich auch irren. Ich weiß nur noch, dass unsere Gruppe insgesamt wenig gefunden hat und der kleine Zepterquarz noch mit das Highlight war.

Offline Chrisch

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Re: Fundort für Zepterquarz gesucht
« Antwort #3 am: 29 Dec 25, 17:00 »
In den achtziger Jahren war am Elzing auch nur ein kleines Loch, der große Steinbruch wurde erst später in Nachfolge des stillgelegten Ratssteinbruchs Hartmannsdorf in knapp 3 km Entfernung angelegt. Der könnte dann auch in Frage kommen, auch wenn mir von dort keine derartigen Stücke untergekommen sind, was aber nichts heißen muß...

Gruß Chrisch

P.S.: Der Steinbruch Rieder ist auch erst nachwendezeitlich zu seiner aktuellen Größe angewachsen. Ich nutze da immer gern in Guggelerde die Ansichtsoption "Historische Bilder", die bis 1985 zurückreichen, wenn damals auch noch nicht viel zu erkennen war...
« Letzte Änderung: 29 Dec 25, 17:08 von Chrisch »

Offline Babelfisch

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Re: Fundort für Zepterquarz gesucht
« Antwort #4 am: 30 Dec 25, 17:48 »
Ich denke, dass dann beide Steinbrüche nicht in Frage kommen. Denn groß war er mit ziemlicher Sicherheit.

Hier noch einmal ein Foto des Zepters aus allen 4 Seiten.

Offline Chrisch

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Re: Fundort für Zepterquarz gesucht
« Antwort #5 am: 30 Dec 25, 18:45 »
Falls noch Kontakt zur erwähnten Sammelgruppe bestehen sollte, würde ich einfach mal dort nachfragen. Wenn das Stüfchen (verständlicherweise!) das Highligth des Tages war, könnte sich durchaus noch jemand daran erinnern - solche Stories halten sich aus eigener Erfahrung zuweilen hartnäckig im Bekanntenkreis! Oder hat jemand von damals vergleichbare, wenn auch zepterlose Quarze mit Etikett in der Sammlung!? Wäre ein Ansatz weiterzukommen, und das Stück die Mühe allemal wert...

Gruß Chrisch

Offline Babelfisch

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Re: Fundort für Zepterquarz gesucht
« Antwort #6 am: 31 Dec 25, 11:36 »
Leider habe ich keinen Kontakt mehr zu den Leuten. Wir waren damals eine Gruppe jugendlicher Sammler aus der ganzen DDR und ich kenne da niemanden mehr. Ist ja auch schon über 30 Jahre her…

Aber gerne können hier möglich Fundstellen aufs Blaue genannt werden. Vielleicht fällt es mir wieder ein, wenn ich den Ort oder Namen lese.

Offline Chrisch

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Re: Fundort für Zepterquarz gesucht
« Antwort #7 am: 31 Dec 25, 11:58 »
Erinnert mich irgendwie an die damaligen "Spezi-Lager" vom Kulturbund in den Sommerferien! :-) Falls das eines davon war: es gab dann eigentlich immer im Nachlauf in der Zeitschrift "Fundgrube" einen Kurzbericht darüber, wenn ich mich richtig erinnere auch mit dem jeweiligen Exkursionsprogramm...

Gruß Chrisch

Offline felsenmammut

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Re: Fundort für Zepterquarz gesucht
« Antwort #8 am: 31 Dec 25, 21:27 »
Glück Auf!

ausgesprochen hübsches Zepter.

Zepterquarze sind in den genannten, in Frage kommenden Herkunftsregionen allgemein selten, kommen letztlich aber doch an zahlreichen Lokalitäten vor. Rein die Ausbildung der Zepter erinnert mich an Funde aus dem was jetzt der Steinbruch Flechtingen bei Magdeburg ist. Wie dort die Steinbruchsituation in den 1980ern war, müsste recherchiert werden oder jemand anderes kann das hier mit wenig Aufwand beitragen. Die mir von dort bekannten Zepter kommen in brekziierten Gangzonen vor. Allerdings sitzen auf den mir von dort bekannten Stufen die Quarzkristalle eher verteilt und einzeln auf der Matrix, eingebettet in Kristallrasen aus Feldspat, Calcit, Fluorit und diverse Akzessorien. Die Zepter sind wie bei dem diskutierten Stück kontrastreich klar gegenüber den Stil-bildenden Quarzen und die Zepter sind deutlich dick ausgebildet. Bei dem diskutierten Stück ist sichtlich eine Sekundärmineralschicht im Erscheinungsbild der 1. Quarzgeneration involviert. Das steht weder im Widerspruch noch als Fürsprache für eine Herkunft aus dem Flechtinger Höhenzug.

Einem Fundort im Granulitgebirge, einschließlich Steinbruch Elzing räume ich aber trotzdem reale Chancen für die Herkunft der Stufe ein.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline Chrisch

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Re: Fundort für Zepterquarz gesucht
« Antwort #9 am: 31 Dec 25, 22:46 »
Derart große Zepter sind mir von dort zwar nicht bekannt, aber das muß nichts besagen, war das letzte Mal Anfang der 80er dort, und da kamen in dem schon recht großen Bruch vor allem nette Qz-Cc-Siderit-Hämatitdrusen. Typisch waren die klassischen Hohlräume mit "Quarzspitzen", derart prismatische Quarze waren eher selten, undeutliche Zepter hatte ich nur im mm-Bereich, aber generell ohne Beläge zwischen den Generationen. Aber wie gesagt, war nur sehr sporadisch dort...

Immerhin fand das 1987er Spezilager wohl in Stendal statt, ca. 50 km entfernt - ein Schelm, wer Arges denkt...  ;D

Gruß Chrisch

Offline Babelfisch

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Re: Fundort für Zepterquarz gesucht
« Antwort #10 am: 01 Jan 26, 13:18 »
Ein frohes neues Jahr euch beiden und allen anderen!

Rein die Ausbildung der Zepter erinnert mich an Funde aus dem was jetzt der Steinbruch Flechtingen bei Magdeburg ist. Wie dort die Steinbruchsituation in den 1980ern war, müsste recherchiert werden oder jemand anderes kann das hier mit wenig Aufwand beitragen.
Das ist definitiv ein heißer Tipp und kann wirklich passen. Den Steinbruch scheint es auch schon lange zu geben und Fotos entsprechen schon in etwa dem, was ich in Erinnerung habe. Danke!

Immerhin fand das 1987er Spezilager wohl in Stendal statt, ca. 50 km entfernt - ein Schelm, wer Arges denkt...  ;D
Ich bin mir nicht mehr sicher, ob es 87 oder 88 war aber in Stendal war ich auf jeden Fall bei dem Lager. Das passt also ganz gut zusammen und sofern nicht noch ein anderer Tipp kommt oder mir etwas einfällt, würde ich Flechtingen als Fundort annehmen. Wenn ich das nächste mal bei meinem Vater bin, schaue ich trotzdem einmal, ob er noch die alten „Fundgrube“ hat und wenn ja, ob es da einen Bericht gibt.

Danke euch beiden!

Offline Chrisch

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Re: Fundort für Zepterquarz gesucht
« Antwort #11 am: 01 Jan 26, 13:48 »
Sorry, habe mich im Jahr geirrt, mit 1987 das Fundgruben-Jahr im Hinterkopf, Stendal war 1986. Hier aber schon mal das Inhaltsverzeichnis...  ;D
War auf jeden Fall eine interessante Recherche, die viele Erinnerungen wieder hochkommen ließ, auch wenn mein letztes Spezilager in Dresden vier Jahre länger zurückliegt!  8)

Gruß Chrisch

Online FrankD

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Re: Fundort für Zepterquarz gesucht
« Antwort #12 am: 04 Jan 26, 14:27 »
Rein die Ausbildung der Zepter erinnert mich an Funde aus dem was jetzt der Steinbruch Flechtingen bei Magdeburg ist. Wie dort die Steinbruchsituation in den 1980ern war, müsste recherchiert werden oder jemand anderes kann das hier mit wenig Aufwand beitragen.

Da ich in der ersten Hälfte der 70er im Raum Magdeburg gelebt habe, kann ich sagen, dass die Steinbrüche damals in Betrieb waren. Meine damalige Schulklasse war im Raum Flechtingen auf einem Ausflug und wir mussten wegen der erfolgenden Sprengungen weiträumig Abstand halten.

 

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