Glück Auf!
ausgesprochen hübsches Zepter.
Zepterquarze sind in den genannten, in Frage kommenden Herkunftsregionen allgemein selten, kommen letztlich aber doch an zahlreichen Lokalitäten vor. Rein die Ausbildung der Zepter erinnert mich an Funde aus dem was jetzt der Steinbruch Flechtingen bei Magdeburg ist. Wie dort die Steinbruchsituation in den 1980ern war, müsste recherchiert werden oder jemand anderes kann das hier mit wenig Aufwand beitragen. Die mir von dort bekannten Zepter kommen in brekziierten Gangzonen vor. Allerdings sitzen auf den mir von dort bekannten Stufen die Quarzkristalle eher verteilt und einzeln auf der Matrix, eingebettet in Kristallrasen aus Feldspat, Calcit, Fluorit und diverse Akzessorien. Die Zepter sind wie bei dem diskutierten Stück kontrastreich klar gegenüber den Stil-bildenden Quarzen und die Zepter sind deutlich dick ausgebildet. Bei dem diskutierten Stück ist sichtlich eine Sekundärmineralschicht im Erscheinungsbild der 1. Quarzgeneration involviert. Das steht weder im Widerspruch noch als Fürsprache für eine Herkunft aus dem Flechtinger Höhenzug.
Einem Fundort im Granulitgebirge, einschließlich Steinbruch Elzing räume ich aber trotzdem reale Chancen für die Herkunft der Stufe ein.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut