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Magnetit, Kassiterit - Nicht im Bild elementares Kupfer
Lynx:
--- Zitat von: horst knoll am 10 Mar 26, 01:05 ---Im Atlas sind aber einige Kassiterite zu sehen die die Tranzparenz zeigen die "Lynx" bemängelt.
--- Ende Zitat ---
Hallo Horst
ich bemängle die Transparenz der Kristalle in Deinem Bild nicht, im Gegenteil - ich stelle sie fest, eben genauso, wie in den Beispielbildern zu Kassiterit und im Gegensatz zu Kupfer.
horst knoll:
Hallo "Freunde" habe das alte Foto mal etwas heller gemacht.
Eine weitere Anmerkung:
Da ich keine gute und teure Fototechnik habe, hatte ich oft keinen Bock darauf Kassiterit xx zu fotografieren. Der hohe Glanz an der Oberfläche der Kassiterit xx reflektierte mir viel stark!
So geht es mir auch beim fotografieren von stark glänzenden Willemit xx!
Die nadeligen Kassiterit xx haben sich in keiner "normalen" Schlacke auskristallisiert, sondern in hochprozentigen Kupferbrocken von etwa 80% Cu-Anteil (elementar).
In manchen Hohlraumen waren dann auch Magnetit xx, Cuprit xx, Kassiterit xx und Kristallnadeln von einer unbenannten/unbenamten zu finden die aus Magnesium und Schwefel besteht
Wenn Kupferschmelzöfen eine neue Mauerung brauchten wurde diese meistens gesprengt. Im unteren "Sumpf" die "Eisensau" und darüber die "Kupfersau"
Ich sammle seit über 60 Jahren "normale"Mineralien. Die Analysen habe ich als "Laienforscher" etwa 25 Jahre lang betrieben, da in einem Mineralienführer am Schluß eines Artikels stand, dass die Schlackenmineralien der Mansfelder Hütten noch nie erforscht wurden!
Habe einige Mineralien neu "entdeckt", aber das Pech gehabt, dass die IM die Schlackenmineralien seit 1996 nicht mehr anerkenn!
Horst
Lynx:
Hallo Horst
Danke für die Erklärungen und das Foto mit den Anmerkungen - spannend!
Gruß, Martin
Kupperdroll:
--- Zitat ---Wenn Kupferschmelzöfen eine neue Mauerung brauchten wurde diese meistens gesprengt. Im unteren "Sumpf" die "Eisensau" und darüber die "Kupfersau"
--- Ende Zitat ---
An dieser Stelle ist eine Berichtigung erforderlich!
1. Den Begriff "Kupfersauen" kennt man nicht.
Es gab die sogn. "Ofensauen" und die "Eisensauen". Beide bestehen aus schwer schmelzbarem Material und setzen sich am Boden der jeweiligen Ofengefäße ab und beeinflussten den Schmelz- und/oder
Trennungsprozess negativ. "Ofensauen" landeten auf den Halden.
2. Kupferschmelzöfen wurden nicht gesprengt!
Unvorstellbar die Kosten und Schäden, wenn ein kompletter Ofen gesprengt worden wäre! Was vor Ort gesprengt wurde, waren die Vorherde an den Schachtöfen auf der "August-Bebel-Hütte" (Kochhütte) in Helbra.
- Jeder hatte 2, wovon immer nur Einer in Gebrauch war - Wenn in den Vorherden nicht mehr genug Rohstein von der Schlacke getrennt wurde, wurden sie aus dem Verkehr gezogen und nach Abkühlung
der "Eisensau" gesprengt. Diese wurde in einen anderen Prozess granuliert und verkauft. Was ebenfalls gesprengt wurde, waren die "Ofensauen" aus der Silbergewinnung von der "Kupfer-Silber-Hütte'Fritz Beyling'"
in Hettstedt. Wo? Mal soll es auf der Halde vom LL26, mal in der abgeschirmten Halle selbst und in einem Steinbruch(mitlerweile bekannt) in der Nähe gewesen sein.
Wenn ein Tiegel oder Konverter oder Vorherd neu zugestellt werden musste, wurde die alte Ausmauerung entfernt. Das geschah mit Presslufthammer und Man Power.
Und, Ja im Kuferschiefer gibt es kein Zinn. Das ist aber eine andere Geschichte.
Eine pers. Bemerkung: Seit nunmehr 45 Jahren bin ich Metallurge f. Hüttentechnik, zu deutsch: Schmelzer, Gießer, Anlagenfahrer für Kupfer.
Danke und einen schönen Tag.
Klaus
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