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Autor Thema: Freiberger Mineralien  (Gelesen 10297 mal)

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Offline uwe

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Re: Freiberger Mineralien
« Antwort #15 am: 24 Oct 05, 09:03 »
Zironengelb deute allgemein auf Wismut hin. Wismut kam auf der  "Beihilfe" meines Wissens nicht vor.

Glück Auf
Uwe

Offline Krizu

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Re: Freiberger Mineralien
« Antwort #16 am: 24 Oct 05, 09:06 »
Aber wenn du du es genau wissne willst, kann ich dir sobald ich mal wieder an meine Steinchen komme von beiden Fundorten Pröbchen anbieten.... natürlich nur von den hässlichen Belegen  ;D

Ach Du - lass mal  8)

MfG

Frank

Offline McSchuerf

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Re: Freiberger Mineralien
« Antwort #17 am: 24 Oct 05, 18:15 »
Zitat
Wismut kam auf der  "Beihilfe" meines Wissens nicht vor.

ja, so ist es ...jedenfalls nach dem Mineralien-Fundstellenführer "Sächsisches Erzgebirge".

Offline Galenit

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Re: Freiberger Mineralien
« Antwort #18 am: 24 Oct 05, 18:33 »
Freibergs Glück war, das es kein Wismut gab ...  ;D

Offline Schluchti

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Re: Freiberger Mineralien
« Antwort #19 am: 24 Oct 05, 18:51 »
Das ist jetzt zwar Offtopic, aber warum Glück? Schneeberg hat es neben dem Kobalt nach den Silberfunden das das zweite große Berggeschrei gebracht.

Offline Galenit

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Re: Freiberger Mineralien
« Antwort #20 am: 24 Oct 05, 19:28 »
Naja, so konnte ne Menge des alten Bergbaus erhalten bleiben, was mit dem Wismut und der Grabung danach zerstört worden wäre...

Offline Schluchti

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Re: Freiberger Mineralien
« Antwort #21 am: 24 Oct 05, 20:06 »
Naja, zu den Zeiten als Wismut abgebaut wurde würde man die Spuren davon immer noch als Altbergbau bezeichnen. Die spätere Wismut hatte ja nichts mit Wismut zu tun.

Offline geomueller

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Re: Freiberger Mineralien
« Antwort #22 am: 24 Oct 05, 20:35 »
Übrigens war die Wismut auch in Freiberg tätig, aber weil die nur selten auf wenigen Gangkreuzen auftretende Pechblende schnell abgebaut war und keine großen Funde mehr zu erwarten waren hat die Wismut Freiberg schnell wieder verlassen, zum Glück ;)

Gruß Jürgen

Offline Galenit

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Re: Freiberger Mineralien
« Antwort #23 am: 25 Oct 05, 21:05 »
Ich glaube insgesammt waren es nur 7 oder 9 tonnen uranerze, die gefördert wurden...

Offline Stollenkundler

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Re: Freiberger Mineralien
« Antwort #24 am: 01 Nov 05, 17:09 »
Die bräunlichen Belege sind vor allem Eisenoxid und Limonit- sowie Manganverbindungen.

Diese sind typisch für die Geologie und auch die Mineralisationen des Erzgebirges.

In fast jeder Grube gibt es eisenerzhaltige Gänge, die euch die versauten Mineralien schenken.
Man nennt das auch den "Eisernen Hut" der Gänge.
Ist also nischt besonderes.

In manchen Gegenden (Bräunsdorf) trifft man auch auf Antimonocker (gelb-orange), der dem fachkundigen anzeigt, das Antimontverbindungen im Gestein stecken.

« Letzte Änderung: 02 Nov 05, 10:14 von Stollenkundler »

Offline uwe

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Re: Freiberger Mineralien
« Antwort #25 am: 02 Nov 05, 08:54 »
In Bräunsdorf dürften gelbe Beläge wohl eher auf Antimon hinweisen. Ich habe noch nicht gehört, daß jemand Wismutminerale in Bräunsdorf gefunden hat. Oder ??  Wenn ja, dann bitte melden. Ich lerne gern was dazu.

Glück Auf
Uwe


Offline Galenit

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Re: Freiberger Mineralien
« Antwort #26 am: 07 Nov 05, 10:36 »
Hehe.... vergesst einfach mal das Wismut in verbindung mit Freiberg! Und bitte vor allem mit Bräunsdorf!

Offline Schluchti

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Re: Freiberger Mineralien
« Antwort #27 am: 07 Nov 05, 11:33 »
Naja, so pauschal kann man Wimsut evtl. doch nicht für das Freiberger Revier in Abrede stellen. Wismut kam nach meinen Informationen gediegen z.B. in Gersdorf, Neuer Segen Gottes vor.  Galenobismutit kam im Churprinz Großschirma.  Auch Bismuthinit ist für das Revier beschrieben.

Sicher ist aber Wismut nur sehr selten und untergeordnet aufgetreten, so daß es als Erklärung für die verbreiteten Beläge eher nicht geeignet ist. 

Offline smoeller

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Re: Freiberger Mineralien
« Antwort #28 am: 12 Dec 05, 11:00 »
Hallo,

Ich habe in den Gasleitungsgräben bei der Bauaktion auf der Reichen Zeche 2000 reichlich gelbe Krusten neben Gips finden können, gleichsam grünlichgraugelbe Krusten bei einer Baustelle auf der alten Elisabeth. Ich denke, dass es sich im Wesentlichen um Zersetzungsprodukte des Pyrites/Markasites im Einflussbereich von Arsenkieshaltigem Material(Erzstaub) handelt. So was kann dann alle möglichen Arsenate und Sulfate und kombinierten Sulfoarsenate enthalten. Pitticit, Limonit, Jarosit, Zykait und Kankit wären meine Favoriten unter diesen Mineralien. Manche Stücke weisen grünlichgraue harzglänzende Krusten auf, die Zykait sein könnten (s. Bode: Mineralien und Fundstellen Deutschland Teil II, da wird Zykait aus der Nähe von Freiberg beschrieben). Sicher bestimmten Kankit habe ich aus dem Schwarzwald, der sieht fast genauso aus. Bezüglich der Bleistufen mit dem zitronengelben Belag: Ist dieser wirklich zitronengelb? Könnte dann Bindheimit sein (im Schwarzwald hab iich Bindheimit, obwohl Antimon drin ist, auf nahezu jeder Bleilagerstätte, auch wenn kein Sb-Mineral im Primärerz ist, gefunden). Vielleicht ist mikroskopisch Fahlerz beigemengt, man denke nur an den Freibergit von Freiberg, und auch andere Gangformationen führen ja Tetraedrit. Wenn Zinkblende mit drin wäre, könnte es sich auch um Greenockit (Cadmiumsulfid) handeln.
Man müsste mal ein paar Stücke untersuchen. Aber meist lässt man immer die Stücke mit den hübschen Kristallen untersuchen, obwohl meist dann doch nur was banales dabei rauskommt. Die wahren Seltenheiten sind meist nicht schön und werden übersehen.

Glück Auf!
Smoeller

 

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